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Lieferung russischen Öls durch die Ukraine gestoppt

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Von: Patricia Huber

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Russland liefert kein Erdöl mehr durch die Druschba-Pipeline nach Europa. Schuld seien westliche Sanktionen, die den Bezahlvorgang blockieren.

Kiew/Moskau – Russland hat die Erdöl-Lieferung durch die Druschba-Pipeline gestoppt. Nach Angaben der Betreiberfirma fließt seit Donnerstag kein russisches Erdöl mehr durch die Ukraine nach Europa. Die Lieferungen seien eingestellt worden, nachdem eine Banktransaktion aufgrund westlicher Sanktionen gegen Russland abgelehnt worden sei, erklärte das russische Staatsunternehmen Transneft am Dienstag.

Tansneft-Angaben: Ukraine wies Zahlungen wegen Sanktionen zurück

„Tatsächlich hat (das ukrainische Unternehmen) Ukrtransnafta das Durchpumpen von Öl nach Ungarn, Tschechien und in die Slowakei über den Südstrang der Pipeline Druschba am 4. August um 6.10 Uhr morgens vollständig gestoppt“, gab Transneft laut staatlicher russischer Nachrichtenagentur Ria Nowosti am Dienstag bekannt. Von ukrainischer Seite gab es dafür zunächst keine Bestätigung.

Nach Angaben von Transneft-Sprecher Igor Djomin hängt die Beendigung des Transits mit Zahlungsproblemen zusammen: Die Ukraine fordere für die Durchleitung russischen Öls Vorkasse, doch von Transneft getätigte Zahlungen seien wegen neuer europäischer Sanktionen zurückgewiesen worden. Über die Nordroute der Druschba, die durch Belarus und Polen bis nach Deutschland führt, werde hingegen weiter geliefert.

Russisches Öl wird seit 60 Jahren durch die Druschba-Pipeline geliefert

Die mehr als 5000 Kilometer lange Pipeline verbindet die russischen Ölfelder mit Raffinerien in Ost- und Mitteleuropa. Sie ist bereits seit rund 60 Jahren in Betrieb und ihr Name „Druschba“ bedeutet übersetzt „Freundschaft“. Doch die Freundschaft zwischen der EU und Russland ist seit dem Einmarsch der russischen Truppen in die Ukraine Geschichte. Daher soll auch bis Dezember 2022 kein russisches Öl mehr über die Pipeline bezogen werden. Erdöl-Lieferungen über den Seeweg sind bereits verboten. Das hat die EU in einem ihrer Sanktionspakete beschlossen. (ph/AFP/dpa)

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