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Ukraine-Krieg und Corona-Folgen: Bekanntes Traditionsunternehmen ist insolvent

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Von: Patricia Huber

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Der Ukraine-Krieg und die Corona-Pandemie sind für etliche Unternehmen eine enorme Belastung. Nun musste ein Traditionsunternehmen infolgedessen Insolvenz anmelden.

Düsseldorf – Die Corona-Pandemie hat in den vergangenen Jahren etliche Branchen schwer belastet. Neben Gastronomie und Tourismus war auch der Einzelhandel schwer getroffen. Lockdowns und Lieferketten-Probleme machten den Betrieben Sorgen. Kaum hatte sich die Corona-Lage dann beruhigt, kam der nächste Schock: Krieg in der Ukraine. Dieser hat enorme Energiekostensteigerungen und eine hohe Inflation in Deutschland zur Folge.

Reformhaus Bacher: Traditionsunternehmen muss Insolvenz anmelden

Für ein bekanntes Traditionsunternehmen haben diese Faktoren enorme finanzielle Probleme zur Folge. Das Reformhaus Bacher ist insolvent. Einem Bericht der Lebensmittelzeitung (LZ) zufolge, soll es nun in Eigenverantwortung saniert werden.

Derzeit betreibt das Reformhaus Bacher rund 100 Filialen in Deutschland mit über 500 Beschäftigten. Die meisten Filialen befinden sich in Nord- und Nordwestdeutschland und am Oberrhein. Das Unternehmen für Naturkost- und Kosmetik hat vor wenigen Tagen das Sanierungsverfahren eingeleitet. Dabei soll das Unternehmen mit dem bestehenden Filialnetz erhalten bleiben, sowie der Online-Handel ausgebaut werden.

Reformhaus Bacher: Geschäftsführung ist „zuversichtlich“

Sollten doch „Filialen durchs Raster fallen“, rechne man damit, „dass die betroffenen Beschäftigten künftig in der Regel in anderen Filialen in der Nähe tätig werden.“ Das teilte das 1927 gegründete Unternehmen laut einem LZ-Bericht mit.

Die Geschäftsführung des Reformhauses zeigt sich optimistisch. „Der Grundstein für den Neuanfang ist bereits gelegt. Wir sind sehr zuversichtlich, eine dauerhafte Lösung zum Erhalt des Unternehmens zu finden“, erklärt die Geschäftsführung. (ph)

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