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Papst kritisiert ungleiche Verteilung von Wohlstand

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Papst Franziskus in Quebec neben Justin Trudeau (l) und der Generalgouverneurin Mary Simon. © Gregorio Borgia/AP/dpa

Treffen mit dem kanadischen Premier Trudeau: Das Oberhaupt der katholischen Kirche spricht von einem Skandal, dass der Wohlstand nicht allen Teilen der Gesellschaft zugutekommt.

Québec - Auf seiner Kanada-Reise hat Papst Franziskus bei einem Treffen mit Premierminister Justin Trudeau die ungleiche Verteilung von Wohlstand kritisiert.

„Es ist ein Skandal, dass der durch die wirtschaftliche Entwicklung geschaffene Wohlstand nicht allen Teilen der Gesellschaft zugutekommt“, sagte das 85 Jahre alte Oberhaupt der katholischen Kirche am in Québec. Viele Menschen suchten bei den Kirchengemeinden Hilfe. „Selbst in einem so entwickelten und fortschrittlichen Land wie Kanada, das der sozialen Fürsorge viel Aufmerksamkeit widmet, gibt es nicht wenige Obdachlose.“

Franziskus empfand es nach eigenen Worten als „traurig“, dass unter den Ureinwohnern oft hohe Armut herrscht, die mit niedriger Schuldbildung sowie einem erschwerten Zugang zu Wohnraum und Gesundheitsversorgung verbunden ist.

Der Papst war nach Kanada gereist, um einer Forderung der dortigen Ureinwohner nachzukommen und sie um Vergebung zu bitten. Diese wollten, dass sich der Papst für den jahrzehntelangen Missbrauch in von der Kirche geführten Internaten entschuldigt. Für die von Christen an den indigenen Völkern begangenen Übel „bringe ich Beschämung und Schmerz zum Ausdruck und wiederhole gemeinsam mit den Bischöfen dieses Landes meine Bitte um Vergebung“, sagte Franziskus nun. dpa

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