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Nach Gift-Gerüchten: Putin-Minister taucht plötzlich wieder auf - nur ein Kreml-Trick?

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Urkaine-News: Russlands Verteidigungsminister Sergej Schoigu im Gespräch mit Präsident Wladimir Putin
Russlands Verteidigungsminister Sergej Schoigu im Gespräch mit Präsident Wladimir Putin. (Archivfoto) © ITAR-TASS/Imago Images

Lange rätselten zahlreiche Medien um den Verbleib des russischen Verteidigungsministers Schoigu. Nun trat dieser auf und kritisierte den Westen.

Moskau - Russland hat dem Westen vorgeworfen, mit weiteren Waffenlieferungen an die Ukraine den Krieg in die Länge zu ziehen. „Die USA und die von ihnen kontrollierten westlichen Länder tun alles, um die militärische Spezial-Operation zu verzögern“, sagte Verteidigungsminister Sergej Schoigu nach Angaben der Agentur Interfax am Dienstag in Moskau. „Der wachsende Umfang ausländischer Waffenlieferungen zeigt ihre Absicht, das Kiewer Regime zum Kampf ‚bis zum letzten Ukrainer‘ zu provozieren.“

In den vergangenen Wochen kursierten immer wieder Gerüchte um den Gesundheitszustand des russischen Verteidigungsministers, da er für einige Wochen nicht mehr in der Öffentlichkeit* auftrat. Es wurde gemutmaßt, Schoigu hätte einen Herzinfarkt erlitten. Eine weitere Theorie besagte gar, Schoigu soll vergiftet* worden sein. Sein aktueller Auftritt kann aber nicht als Beleg dafür gewertet werden, dass der 66 Jahre alte Politiker wohlauf ist. Der Kreml arbeitete in seiner Kommunikation immer wieder mit aufgezeichneten Videos.

Russischer Verteidigungsminister Schoigu wieder auf der Bildfläche erschienen: „Spezial-Operation“ verlaufe nach Plan

Moskau nennt den seit mehr als sieben Wochen laufenden russischen Angriffskrieg auf die Ukraine* nur „militärische Spezial-Operation“. Zugleich kündigte Schoigu an, die Streitkräfte würden „ihren Plan zur Befreiung der Volksrepubliken Donezk und Luhansk konsequent erfüllen“. In diesen Gebieten hatten prorussische Separatisten Volksrepubliken ausgerufen. Zu ihrer Unterstützung befahl Kremlchef Wladimir Putin* am 24. Februar den Angriff.

Im Gegensatz zu Außenminister Sergej Lawrow äußerte sich Schoigu nicht konkret zur angekündigten russischen Offensive im Osten der Ukraine. Lawrow hatte zuvor im indischen Fernsehen davon gesprochen, dass die nächste Phase der „Spezial-Operation“ begonnen habe. Die Ukraine behauptet, dass der Großangriff im Osten seit Montag läuft. (dpa/fmü) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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