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ARD-„Sommerinterview“: Markus Söder schießt gegen Baerbock und warnt vor „Schreckgespenst“ Rot-Rot-Grün

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Von: Patrick Huljina

Am Sonntag ist CSU-Chef Markus Söder beim ARD-„Sommerinterview“ zu Gast. Im Vorfeld zeigte sich der bayerische Ministerpräsident besorgt um die Umfragewerte der Union.

Zusammenfassung: In seinem Auftritt beim „ARD-Sommerinterview“ stellte sich CSU-Chef Markus Söder demonstrativ hinter Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU). Unter einer Rot-Rot-Grünen Regierung werde die Gesellschaft „komplett umgebaut“, unkte Söder. Wahlkampfinhalte der Grünen bezeichnete der bayerische Ministerpräsident als „Quatsch“, Annalena Baerbock sieht er im Rennen um das Kanzleramt abgehängt. Es entscheide sich zwischen Armin Laschet und Olaf Scholz (SPD), so Söder.

„ARD-Sommerinterview“: Söder spricht Baerbock Chancen auf das Kanzleramt ab

Update vom 29. August, 18.31 Uhr: Die Umfragen versprechen ein enges Rennen um den Kanzlerposten, doch Markus Söder schließt eine Grüne-Kanzlerin aus. Annalena Baerbock sei „engagiert und kompetent“, die Grünen hätten sich jedoch aus dem Kanzler-Rennen „bugsiert“. Als Hauptkonkurrenten für Armin Laschet (CDU) sieht der bayerische Ministerpräsident Olaf Scholz. Mit dieser Prognose beendet Markus Söder das Interview.

Update vom 29. August, 18.29 Uhr: „Wir werden nicht herzlos sein und nicht helfen, wir stellen aber auch keinen Blanko-Scheck aus“, merkt Söder im Hinblick auf die humanitäre Notlage in Afghanistan an. Der CSU-Chef legt Wert auf eine Unterstützung der Anrainerstaaten. 2015 dürfe sich nicht wiederholen, so Söder.

Update vom 29. August, 18.27 Uhr: In der Schnellfrage-Runde gibt sich Markus Söder hinsichtlich einer zukünftigen Kanzlerkandidatur kritisch. Auf die Frage „Nie wieder Kanzlerkandidatur?“ antwortet der bayerische Ministerpräsident: „Davon gehe ich aus“. Ob diese Aussage noch gilt, falls die Union ab September nicht mehr den Kanzler stellt, bleibt abzuwarten.

„ARD-Sommerinterview“: Söder betont Umweltpolitik - und wird an eigenes Versäumnis erinnert

Update vom 29. August, 18.24 Uhr: Moderator Oliver Köhr unterbricht Markus Söders Ausführungen zur Klimapolitik, um an ein Ziel des CSU-Politikers aus dem Jahr 2011 zu erinnern. Damals gab Söder als Umweltminister vor, bis 2021 1500 Windräder in Bayern aufzustellen. Doch bis jetzt wurden nur etwa 1200 gebaut. Söder wehrt ab und verweist auf den Widerstand der Bürger vor Ort.

Update vom 29. August, 18.22 Uhr: Das Gespräch zwischen Oliver Köhr und Markus Söder dreht sich nun um die Klimapolitik. Der bayerische Ministerpräsident rückt die führende Position Bayerns bei der Energiegewinnung durch Photovoltaikanlagen und Wasserkraftwerke in das Rampenlicht.

Update vom 29. August, 18.19 Uhr: „Deutschland ist viel besser durch die Corona-Krise gekommen, als die meisten Länder der Welt - auch ökonomisch“, betonte Söder. Und argumentierte dafür, auf Steuererhöhungen zu verzichten. Auch die „Schwarze Null“ solle wieder eingehalten werden.

Update vom 29. August, 18.17 Uhr: Markus Söder fährt den ersten Angriff auf die Grünen. Die vorgeschlagene finanzielle Förderung von Lastenrädern sei „Quatsch“, Inhalte der Grünen „albern“. Söder regt stattdessen eine Erhöhung der Pendlerpauschale an, um den ländlichen Raum zu erschließen.

Update vom 29. August, 18.14 Uhr: „Am Ende kommt es immer auf den Kanzler an“, merkt Markus Söder auf den langsam-anlaufenden Unions-Wahlkampf an. Für die Union sei es das Ziel, so „stark und stabil wie möglich“ aus der Bundestagswahl herauszugehen. Mit Armin Laschet an der Spitze.

Update vom 29. August, 18.12 Uhr: Im Hinblick auf Armin Laschets Kanzlerkandidatur gibt Markus Söder ein „persönliches Dilemma“ zu. Der ehemalige Mitbewerber um den Kanzlerkandidaten-Posten in der Union wirft den politischen Mitstreitern Attacken auf Armin Laschet vor. Dies sei „unfair“.

„ARD-Sommerinterview“: Markus Söder warnt vor „Kanzler Scholz“

Update vom 29. August, 18.09 Uhr: Olaf Scholz (SPD) habe in Hamburg „nach links regiert“, so Söder. Das SPD-Spitzenpersonal um Saskia Esken, Kevin Kühnert und auch Grünen-Politiker Anton Hofreiter plane die Gesellschaft „komplett umzubauen“, mahnt der bayerische Ministerpräsident. „Deutschland wird einen anderen Weg nehmen“, wenn die SPD unter Olaf Scholz regiere.

Update vom 29. August, 18.08 Uhr: Zu Beginn des Gesprächs warnt Markus Söder vor einem Erstarken linksgerichteter Parteien in Deutschland. Er betonte, dass im Wahlkampf, zu den Inhalten zurückgekehrt werden sollte und nannte dabei unter anderem den Klimawandel, Corona und die Lage in Afghanistan. Trotzdem: Die Umfragen zeigten „keinen guten Trend“, so Söder.

Update vom 29. August, 18.05 Uhr: ARD-Moderator Oliver Köhr begrüßt CSU-Chef Markus Söder und die Zuschauer zum „ARD-Sommerinterview“. Das Gespräch beginnt.

Update vom 29. August, 17.45 Uhr: Bevor sich Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) um 18.05 Uhr im „ARD-Sommerinterview“ erklärt, warnte er eindringlich vor einer möglichen Regierung ohne Beteiligung der Union. „Es müssen jetzt die Alternativen auf den Tisch und die heißen Linksruck oder bürgerliche Regierung“, betonte Söder gegenüber der ARD.

Für den Wahlkampf-Endspurt schlägt Bayerns Ministerpräsident vor, die Inhalte einer Rot-Rot-Grünen Regierung zu thematisieren. Söder sprach unter anderem von „massiven Steuererhöhungen“, Instabilität und einem Austritt Deutschlands aus der Nato. „Das sind schon sehr weitreichende Konsequenzen, und die müssen jetzt in den Mittelpunkt.“ Heute um 20.15 Uhr treffen sich die Spitzenkandidaten Armin Laschet (CDU), Annalena Baerbock (Grüne) und Olaf Scholz (SPD) zum ersten TV-Triell.

Vor „ARD-Sommerinterview“: Söder teilt gegen Scholz aus - und warnt vor Rot-Rot-Grün

Erstmeldung vom 29. August, 13 Uhr: Berlin - Vier Wochen vor der Bundestagswahl* steht die Union vor Problemen. Der Abwärtstrend verfestigt sich. Die Umfragewerte sind historisch niedrig*, zuletzt lag man sogar hinter der SPD. Auch die Beliebtheitswerte von Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) sinken weiter. Neben dem TV-Triell der drei Kanzlerkandidaten wird am Sonntag (29. August) daher auch das ARD-„Sommerinterview“ mit CSU-Chef Markus Söder* mit Spannung erwartet.

Vor ARD-„Sommerinterview“: Söder warnt vor „historischem Linksruck“

Der bayerische Ministerpräsident zeigte sich mit Blick auf die Bundestagswahl zuletzt besorgt und unzufrieden zugleich. Beim gemeinsamen Wahlkampfauftakt der Union am vergangenen Samstag (21. August) kritisierte Söder den bisherigen Wahlkampf, forderte mehr Kampfgeist und stichelte gegen Laschet. Er stellte allerdings auch klar: „Ich will, dass Armin Laschet Kanzler wird und nicht Olaf Scholz oder Annalena Baerbock.“ Eigene Kanzler-Ambitionen wies Söder von sich. Er konzentriere sich jetzt voll und ganz auf Bayern.

In einem Interview mit der Bild am Sonntag läutete der CSU-Chef „die Wochen der Entscheidung“ ein. Er warnte eindringlich vor einem Machtverlust der Union nach der Bundestagswahl. „Wir müssen alles tun, um einen historischen Linksrutsch in Deutschland zu verhindern“, so Söder. „Noch nie war die Gefahr so groß, dass ein Linksbündnis die Macht übernimmt.“

Söder vor ARD-„Sommerinterview“: „Wir müssen wohl etwas kleinere Brötchen backen“

Aktuell komme es für die Union nur darauf an, überhaupt noch vor der SPD und den Grünen zu liegen, „und das am besten deutlich“, sagte Söder weiter. Ein Wahlergebnis von 30 Prozent plus X für CDU/CSU hält der bayerische Ministerpräsident angesichts der sinkenden Umfragewerte* inzwischen für unrealistisch. „In der aktuellen Situation müssen wir wohl etwas kleinere Brötchen backen“, zog er eine Zwischenbilanz. (Wird das Kanzler-Rennen noch mal spannend? In unserem neuen Politik-Newsletter gibt es stets alle Neuigkeiten zur Bundestagswahl.)

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hält bei einem Wahlkampftermin in Bayreuth eine Rede.
CSU-Chef Markus Söder stellt sich am Sonntag (29. August) dem ARD-„Sommerinterview“. © Nicolas Armer/dpa

Vor ARD-„Sommerinterview“: Söder mit Spitze gegen Scholz

Eine Spitze gegen SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz* teilte Söder im Interview mit der Bild am Sonntag ebenfalls aus. Er warf dem Vizekanzler vor, mit unlauteren Methoden an die Macht kommen zu wollen. „Die SPD hat sich leise angeschlichen und profitiert von der Schwäche der Grünen und dem unlauteren Versuch von Olaf Scholz, eine Art Erbschleicher von Angela Merkel zu werden“, so Söder.

„Die Raute zu machen, reicht aber nicht“, sagte der CSU-Chef weiter. Wenn Scholz Kanzler werde, würden Steuern erhöht und Schulden gemacht. Der SPD-Kanzlerkandidat wolle Euro-Bonds und eine europäische Haftungsunion, bei der Millionen von deutschen Sparkonten für andere europäische Banken haften könnten. „Deshalb geht es bei der Bundestagswahl auch darum, die künftige Entwertung deutscher Sparguthaben zu verhindern“, so Söders Appell.

Bereits am Samstagabend (28. August) lieferte sich Söder einen verbalen Schlagabtausch mit Grünen-Co-Chef Robert Habeck. In dem Streitgespräch mit dem Titel „Die einzig wahre Wahlkampfdebatte“, das vom Spiegel zusammen mit den Onlineportalen t-online und Vice ausgerichtet wurde, ging es unter anderem um drei aktuelle Krisen: Afghanistan, Corona und das Klima.

Die Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock räumte in ihrem ARD-„Sommerinterview“ am vergangenen Sonntag (22. August) Fehler ein und überraschte mit einer Forderung. (ph/dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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