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Buschmann wirft Lauterbach Panikmache vor – der reagiert bei Twitter

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Von: Moritz Serif

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Lauterbach und Buschmann
Nicht immer einer Meinung: Karl Lauterbach (l.) und Marco Buschmann. © Wolfgang Kumm/dpa/picture alliance

Gesundheitsminister Karl Lauterbach und Justizminister Marco Buschmann haben oftmals unterschiedliche Vorstellungen. So auch in einem aktuellen Fall.

Berlin – „Es stehen uns schwierige Zeiten bevor“, sagte Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) der Welt am Sonntag im Hinblick auf den kommenden Winter und Corona. Man brauche für den Notfall Werkzeuge, so der Politiker, gerade, wenn neue Varianten entstünden. Sein Kollege und Justizminister Marco Buschmann (FDP) sieht das gänzlich anders.

„Von Panikmache halte ich gar nichts. Für solche Virusvarianten gibt es derzeit nirgendwo Anzeichen“, sagte Buschmann der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. „Zur Reaktivierung müsste der Bundestag dem zustimmen. Dafür gibt es keine Mehrheit in der Koalition. Denn die Freien Demokraten haben gesagt, es müsste sich schon regelrecht die Hölle unter uns auftun, ehe wir dem zustimmen“, fügte der Justizminister hinzu.

Lauterbach und Buschmann: Gesundheitsminister widerspricht bei Twitter

Lauterbach und er hätten ein professionelles und konstruktives Arbeitsverhältnis. „Aber es ist natürlich so: Er hat aus seiner Rolle heraus andere Vorstellungen“, so Buschmann. Der Gesundheitsminister hat sich mittlerweile bei Twitter zu Wort gemeldet und auf die Aussagen seines Kollegens reagiert. „Genau diese (Werkzeuge) haben wir gemeinsam im Kabinett beschlossen. Zur eingeschlagenen Linie muss man stehen. Auch, wenn es Gegenwind gibt“, schrieb Lauterbach.

Ab dem 1. Oktober gelten in Deutschland neue Corona-Regeln. In Fernzügen und Flugzeugen werden FFP2-Masken vorgeschrieben. Außerdem muss im Krankenhaus und im Altenpflegeheim Maske getragen werden. Hier besteht zudem Testpflicht. Die Bundesländer können ansonsten Maskenpflicht in Geschäften einführen. Auch eine Testpflicht ist grundsätzlich möglich. Wer sich testen lässt oder einen Impfnachweis hat, der nicht älter als drei Monate ist, kommt um die Verpflichtung zum Tragen eines Mundschutzes herum. Kontaktbeschränkungen und Lockdowns soll es allerdings nicht geben.

Corona-Regeln im Herbst: Das kommt auf Bürgerinnen und Bürger zu

Das Arbeitsministerium plant außerdem, wieder eine Homeoffice-Möglichkeit auf den Weg zu bringen. Der Arbeitgeber soll den Beschäftigten anbieten, „geeignete Tätigkeiten in ihrer Wohnung auszuführen, wenn keine zwingenden betriebsbedingten Gründe entgegenstehen“, heißt es im Entwurf des Bundesarbeitsministeriums weiter. Zudem sollen Arbeitgeber verpflichtet werden, allen Beschäftigten, die weiter in Präsenz arbeiten, mindestens zweimal pro Woche einen Corona-Test anzubieten. (mse)

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