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Corona-Ausbruch bei BMW: Herbe Konsequenzen - und weitere Untersuchungen stehen noch aus

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Von: Marion Neumann

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Der Eingang zum BMW-Werk in Dingolfing ist mit einer Schranke abgesichert.
Corona-Ausbruch bei BMW: In Dingolfing fanden Reihentestungen statt (Archivbild). © Armin Weigel/dpa

Eine Reihentestung bei BMW in Dingolfing lieferte ungute Ergebnisse: Zahlreiche Mitarbeiter haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Folgen hat das für den ganzen Landkreis.

Dingolfing - Schlechte Nachrichten aus dem Landkreis Dingolfing-Landau: die Obergrenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen ist dort überschritten worden. Der Corona-Ausbruch wurde durch eine Reihentestung bei BMW und dessen Logistikdienstleistern bekannt. Insgesamt wurden dort bislang 32 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus* getestet, berichtete zunächst der BR.

Ein BMW-Sprecher gab an, dass es Auffälligkeiten auf dem BMW-Werksgelände in Dingolfing bei einem Logistikdienstleister gegeben habe, der auf dem Werksgelände ein Teile-Versorgungszentrum für die Fahrzeugmontage betreibt. In Absprache mit dem Gesundheitsamt sei schließlich die Reihentestung angeordnet worden.

Corona bei BMW: Auf Reihentestung folgen drastische Konsequenzen - weitere Untersuchungen stehen aus

Wie der BR weiter berichtet, seien mehrere hundert Mitarbeiter des Logistikdienstleisters, anderer Dienstleister sowie Logistik-Mitarbeiter der BMW-Group bereits Anfang der Woche getestet worden. Positiv auf das Coronavirus* getestete Personen befinden sich aktuell in Quarantäne.

Die Produktion läuft aktuell allerdings normal weiter. Laut dem BMW-Sprecher gelten auf dem Areal des Logistikdienstleisters  strenge Hygienemaßnahmen - ebenso wie auf dem gesamten BMW-Werksgelände. Den Ursprung des Ausbruchs zu finden, gestalte sich derzeit schwierig. „Das ist jetzt Aufgabe des Gesundheitsamts, ebenso wie weiterer Untersuchungen“, gab der Sprecher gegenüber dem BR an.

Coronavirus-Ausbruch bei BMW: Landkreis Dingolfing-Landau erneut Hotspot

Abseits vom Landkreis Dingolfing-Landau sorgten jüngst vor allem München und Würzburg für Schlagzeilen, nachdem dort ebenfalls die Obergrenze von 50 Neuinfektionen gerissen wurde. Dingolfing-Landau galt vor einigen Wochen schon einmal als Corona*-Hotspot, nachdem es auf einem Gemüsehof in Mamming zu einem Infektions-Ausbruch gekommen war. Aktuell gilt nun im Landkreis Maskenpflicht an allen Schulen und Kitas. (nema)

Rückblick im Video: Corona-Ausbruch bei Erntehelfern im Landkreis Dingolfing-Landau

Auch wirtschaftlich gibt es bei BMW wegen Corona Konsequenzen: Dafür richtet der Konzern eine Forderung an Zulieferer. (*Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks)

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