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RT-Chefredakteurin über Ukraine-Krieg: „Heute Referendum, übermorgen Angriff auf Nato“

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Von: Moritz Serif

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Östliches Wirtschaftsforum in Wladiwostok
Wladimir Putin ordnet eine Teilmobilmachung der eigenen Streitkräfte an. © dpa

Margarita Simonyan, Chefredakteurin bei RT, fordert Angriffe auf das Nato-Gebiet. Das sei jetzt wegen der „Referenden“ möglich.

Moskau – Nach den jüngsten Niederlagen im Ukraine-Krieg und zahlreichen Verlusten geht Russland „aufs Ganze“, um einen Konflikt mit der Nato zu provozieren. So formulierte es zumindest Margarita Simonyan, Chefredakteurin bei RT, einem der wichtigsten Kreml-Medien.

Sie bezog sich dabei auf die „Referenden“ in den russisch besetzten Gebieten der Ukraine. Dass Russland die östlichen Regionen der Ukraine anerkenne, erlaube es Moskau, die Nato einfacher mit Militärschlägen zu attackieren und in Gefahr zu bringen, so die RT-Chefin.

„Heute Referendum, morgen Anerkennung, übermorgen Angriff auf Nato-Gebiet“

„Es ist ein sofortiges Krim-Szenario und wäre ein All-in“, schrieb Simonyan bei Facebook. Sie kommentierte weiter: „Heute ein Referendum, morgen Anerkennung als Teil Russlands, übermorgen Angriffe auf das Gebiet zwischen Ukraine und Nato. Wenn ich es richtig verstanden habe, werden Referenden nicht nur dort abgehalten“.

Unterdessen nehmen die USA die Atom-Drohungen von Wladimir Putin nach Angaben des Weißen Hauses „sehr ernst“ und haben für den Ernstfall „schwere Konsequenzen“ angekündigt. Für eine Atommacht sei dies eine „unverantwortliche Rhetorik“, sagte John Kirby, der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrats im Weißen Haus, im TV-Sender ABC.

USA und Nato verurteilen Putins Atom-Rhetorik

Auch Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg verurteilte die „rücksichtslose nukleare Rhetorik“ Putins. Der russische Präsident hatte zuvor eine Teilmobilmachung der Russen im wehrfähigen Alter angekündigt und dem Westen damit gedroht, dass Russland alle „verfügbaren Mittel“ einsetzen werde, um sein Territorium zu schützen.

„Diejenigen, die versuchen, uns mit Atomwaffen zu erpressen, sollten wissen, dass sich der Wind auch in ihre Richtung drehen kann“. „Dies ist gefährliche und rücksichtslose nukleare Rhetorik“, sagte Nato-Generalsekretär Stoltenberg am Rande der UN-Generaldebatte in New York. Das sei nichts Neues für Putin.

„Weiß sehr gut, dass Atomkrieg nicht gewonnen werden kann“

„Er weiß sehr gut, dass ein Atomkrieg niemals geführt werden sollte und nicht gewonnen werden kann, und es wird noch nie dagewesene Konsequenzen für Russland haben.“ Kirby beschrieb Putins Ankündigung, 300.000 Reservisten für seinen Angriffskrieg in der Ukraine zu mobilisieren, als Signal der Schwäche. (mse/afp)

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