1. Mannheim24
  2. Politik & Wirtschaft

Russland meldet Attacken auf eigene Energieversorgung – Strom fällt zeitweise aus

Erstellt:

Von: Franziska Schwarz

Kommentare

Russland ändert laut dem britischen Geheimdienst sein militärisches Grundkonzept. In einem russischen Oblast fällt der Strom aus. News-Ticker zum Ukraine-Krieg.

Update vom 30. November, 10.01 Uhr: An der Grenze zur Ukraine ist in einem russischen Öllager ein Feuer ausgebrochen. Die Details in unserem neuen News-Ticker zur militärischen Lage im Ukraine-Krieg

Update vom 30. November, 6.16 Uhr: Nun meldet auch die russische Seite im Ukraine-Krieg Angriffe auf die Stromversorgung - die eigene: In der Oblast Kursk führten mehrere nicht näher definierte Angriffe zu vorübergehenden Stromausfällen. Insgesamt seien elf Attacken registriert worden, die mehrere Anlagen der Stromversorgung trafen, teilte Gouverneur Roman Stawrowojt auf Telegram mit.

Ukraine-Krieg: Russland meldet eigene Angriffe auf eigene Stromversorgung in der Oblast Kursk

Die Region grenzt an die Ukraine. Berichte über mögliche Opfer gab es zunächst nicht. Die Angaben zur aktuellen Lage in um die Ukraine ließen sich nicht unabhängig prüfen.

Ukraine-Krieg: durch Angriffe zerstörte Strommasten in der Ukraine
Durch Angriffe zerstörte Strommasten in der Ukraine. Russland meldete jetzt auch Stromausfälle auf seinem Gebiet. © Genya Savilov/AFP

Update vom 29. November, 19.45 Uhr: Am Dienstagmittag gab es in der gesamten Ukraine Luftalarm. Nach aktuellen Angaben des ukrainischen Generalstabs sind insgesamt 26 Luftangriffe sowie ein Raketenangriff registriert worden „Und es besteht weiterhin die Gefahr, dass der Feind Raketenangriffe auf kritische Infrastruktureinrichtungen tief im Hinterland startet.“

Ukraine-Krieg aktuell: Frankreich liefert Langstrecken-Raketenwerfer an Ukraine

Update vom 29. November, 16.05 Uhr: Das ukrainische Militär hat die von Frankreich zugesagten LRU-Langstrecken-Mehrfachraketenwerfer für den Ukraine-Krieg erhalten. Dies teilte Kiews Verteidigungsminister Oleksii Resnikow auf Twitter mit. Es handle sich dabei aktuell um das vierte Beispiel solcher Systeme in den Händen der ukrainischen Armee. Resnikow nannte die Lieferung ein „Ergebnis der Freundschaft“ zwischen dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron.

Ukraine-Krieg: Papst Franziskus benennt grausamste Truppen in Putins Armee – Welle der Empörung im Kreml

Papst Franziskus hat mit einem Interview, welches auch die aktuelle Lage im Ukraine-Krieg thematisierte, für einen Aufschrei im Kreml gesorgt. Der „Heilige Vater“ bezeichnete im Interview mit dem US-Magazin America vor allem zwei Truppenteile von Putins Armee als die grausamsten unter Russlands Truppen im Krieg mit der Ukraine.  „Im Allgemeinen sind die Grausamsten vielleicht diejenigen, die aus Russland stammen, aber nicht der russischen Tradition angehören, wie die Tschetschenen, die Burjaten und so weiter. Sicherlich ist derjenige, der eindringt, der russische Staat.“

Mit seinen Aussagen löste der Papst wohl eine Welle der Empörung in und um den Kreml aus. Vor allem Lawrow-Sprecherin Marija Sacharowa, die Sprecherin des russischen Außenministeriums, verurteilte die Äußerungen von Papst Franziskus gegenüber der Nachrichtenagentur TASS aufs Schärfste. „Das ist keine Russophobie mehr, es ist eine Perversion auf einer Ebene, die ich nicht einmal benennen kann“, sagte die 46-Jährige. Später fügte Sacharowa auf ihrem Telegram-Kanal an: „Wir sind eine Familie mit Burjaten, Tschetschenen und anderen Vertretern unseres multinationalen und multikonfessionellen Landes.“

Ukraine-Krieg: Russlands Truppen greifen weiter die Front im Gebiet von Donezk an

Update vom 29. November, 14.50 Uhr: Das russische Militär greift aktuell nach eigenen Angaben an der Front im Gebiet Donezk weiter die ukrainischen Truppen an. Das geht aus dem am Dienstag veröffentlichten Lagebericht des russischen Verteidigungsministeriums zum Ukraine-Krieg in Moskau hervor. An dem Frontabschnitt im Gebiet Donezk wird seit Monaten um die von den Ukrainern verteidigten Städte Bachmut und Awdijiwka gekämpft.

Das russische Militär zählte umliegende Orte wie Werchnokamjanske, Andrijiwka und Wodjane auf, die auch aus der Luft angegriffen worden seien. Die Moskauer Angaben decken sich in diesem Fall mit den Berichten des Kiewer Generalstabs, der massive russische Truppenkonzentrationen an diesen Abschnitten im Russland-Ukraine-Krieg verzeichnet. Das US-amerikanische Institut für Kriegsstudien (ISW) zog allerdings in Zweifel, dass Russland mit seiner Offensive bei Bachmut vorankommt. Ein Stück weiter nördlich bei den Städten Kupjansk und Lyman wehrten russische Truppen nach Moskauer Angaben ukrainische Angriffe ab. Das passt zu ukrainischen Angaben, dass dort die Russen in der Defensive seien.

Ukraine-Krieg aktuell: Luftalarm in der Ukraine – Russland greift mit Raketen an

Update vom 29. November, 13.20 Uhr: Nach Angaben der Ukraine wurde aktuell im gesamten Land Luftalarm ausgelöst. Dies teilte das militärische Nachrichtenportal der Ukraine ArmyInform auf Twitter mit. „Bleiben Sie in Kellern und folgen Sie den Anweisungen der lokalen Behörden“, schrieb das Portal zur neuen Entwicklung und aktuellen Lage im Ukraine-Krieg. Heute gab es bereits russische Raketenangriffe.

Die zentralukrainische Großstadt Dnipro wurde Behördenangaben zufolge von vier russischen Raketen getroffen. Die Produktionsanlagen einer „privaten Firma“ seien schwer beschädigt worden, informierte der Gouverneur des Gebietes Dnipropetrowsk, Walentyn Renitschenko, auf Telegram. Nähere Angaben zu dem Unternehmen machte er nicht. Es sei ein Brand entstanden, der aber gelöscht worden sei. Niemand sei getötet oder verletzt worden, schrieb Resnitschenko. Auch die weiter südlich gelegene Stadt Nikopol am Fluss Dnipro sei beschossen worden.

Ukraine-Krieg: Russland kippt laut London Grundkonzept in der Ukraine

Update vom 29. November, 11.15 Uhr: Moskau kippt nach seinen verheerenden Fehlschlägen sein militärisch-taktisches Grundkonzept im Ukraine-Krieg. Diese Einschätzung britischer Geheimdienste hat nun das Verteidigungsministerium in London veröffentlicht.

In den vergangenen drei Monaten seien Putins Truppen bei ihrer Invasion nicht mehr als taktische Bataillonsgruppen (BTG) aufgetreten, hieß es. Die hochintensiven Kämpfe auf weiter Fläche hätten mehrere Fehler des Konzepts offengelegt. „Die relativ geringe Zuteilung von Infanterie an die BTG hat sich oft als unzureichend erwiesen.“ Zudem habe es die dezentrale Verteilung von Artillerie Russland nicht ermöglicht, seinen Mengenvorteil bei dieser wichtigen Waffe auszuschöpfen. Außerdem sei es nur wenigen Kommandeuren erlaubt worden, das Modell flexibel zu nutzen. Das hätte jedoch ein Vorteil des Konzepts sein sollen.

Das BTG-Konzept ist ein zentraler Pfeiler der russischen Militärdoktrin der vergangenen Jahre. Dabei wird jeder taktische Verband sowohl mit Infanterie als auch mit Flugabwehr, Artillerie sowie Logistik- und Aufklärungseinheiten ausgestattet. Dies soll den Einheiten ermöglichen, selbstständig mit mehreren Waffengattungen zu kämpfen.

Putin und Schoigu
Präsident Wladimir Putin und Verteidigungsminister Sergej Schoigu bei einer Rede anlässlich des „Tages der Marine“ in Russland. (Archivfoto) © Mikhail Klimentyev / AP / dpa

Angriffe auf Zivilisten: Selenskyj wirft Moskau Zerstörungswut vor

Update vom 29. November, 6.16 Uhr: Russische Soldaten finden nach den Worten des Kiewer Generalstabs im Ukraine-Krieg weiterhin „einen unrühmlichen Tod“. So habe eine russische Einheit in Luhansk in der vergangenen Woche etwa 70 Prozent ihrer Mitglieder verloren. Diese Angaben konnten nicht unabhängig geprüft werden.

Wolodymyr Selenskyj warf den Angreifern in seiner jüngsten Videoansprache Zerstörungswut vor: „Nun, was kann man über sie sagen? Das ist die wahre Essenz dieser zufälligen Genossen, die Russland übernommen haben“, sagte der ukrainische Präsident. „Nach 20 Jahren Herrschaft ist ein großer Teil ihres Staates so ruiniert, als hätte es dort Krieg gegeben.“

„Sie sind zu nichts als Zerstörung fähig“, fügte er an. Sein Land werde sich mit allen Mitteln verteidigen. „Die Ukraine wird niemals Befehle von diesen Genossen aus Moskau annehmen.“

Ukraine-News: Ukrainischer Minister beklagt Tausende russische Raketenangriffe

Update vom 28. November, 22.55 Uhr: Nach Angaben des ukrainischen Verteidigungsministers Oleksij Resnikow hat Russland seit Beginn des Angriffskrieges mehr als 16.000 Raketen auf die Ukraine abgefeuert. „97 Prozent der russischen Ziele sind zivile Ziele“, erklärte Resnikow im Kurznachrichtendienst Twitter. Die Ukraine kämpfe gegen einen „Terrorstaat“, betonte der Minister und fügte hinzu, sein Land werde siegen und Kriegsverbrecher zur Rechenschaft ziehen.

Ukraine-News: Russland verlegt wohl Truppen aus Belarus in die Ukraine

Update vom 27. November, 19.50 Uhr: Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs wird Russland zuvor nach Belarus entsendete Truppen nun in die Ukraine verlegen. Dies teilte der Generalstab in Kiew in seinem täglichen Abendbericht mit. So wolle die russische Militärführung Einheiten, die schwere Verluste erleiden mussten, aufstocken und die Gruppierung von russischen Truppen in besetzten ukrainischen Gebieten verstärken. Militärausrüstung werde hierfür ebenfalls verlegt, hieß es vom Generalstab. Aktuell konzentriere sich das russische Militär auf die Einschränkung der Aktionen des ukrainischen Militärs und setzte Angriffe gegen die zivile Infrastruktur fort.

Ukraine-Krieg: Russland setzt Raketenangriffe auf ukrainische Städte fort

Update vom 27. November, 16.11 Uhr: Bei einem russischen Raketenangriff ist nach ukrainischen Angaben die Großstadt Krywyj Rih im Süden des Landes getroffen worden. Zwei Raketen hätten am Sonntagmorgen eine Verkehrsinfrastruktureinrichtung zerstört, teilte der Militärgouverneur des Gebiets Dnipropetrowsk, Walentyn Resnitschenko, im Nachrichtenkanal Telegram mit. Einzelheiten nannte er nicht. Die Militärverwaltung rief die Bevölkerung auf, sich in Luftschutzkellern in Sicherheit zu bringen. In der Stadt sei es zu Explosionen gekommen. Über Opfer wurde zunächst nichts bekannt.

In mehreren Gebieten im Osten und Süden der Ukraine wurde Luftalarm ausgelöst. Auch der Bezirk Nikopol nördlich des Flusses Dnipro wurde nach ukrainischen Angaben mit Granaten und schwerer Artillerie beschossen. In der Nacht zum Sonntag trafen außerdem zwei Raketen einen landwirtschaftlichen Betrieb in einem Vorort der südukrainischen Stadt Saporischschja, wie das Militär mitteilte. Tote oder Verletzte habe es nicht gegebe

Ukraine-News: Militärgouverneur meldet massive russische Angriffe auf Cherson

Update vom 27. November, 12.02 Uhr: Die Lage in Cherson ist offenbar weiterhin sehr kritisch: Die russische Armee hat das Gebiet seit Samstag (26. November) mehr als 50 Mal beschossen. Das berichtete der regionale Militärgouverneur Jaroslaw Januschewitsch und warf Russland nun Terror und gezielte Angriffe auf Zivilisten vor. Auf Telegram berichtete er von einem Toten und zwei Verletzten. Granaten hätten auch Wohnhäuser getroffen. Die Angaben waren nicht unabhängig überprüfbar.

Ukraine-News: US-Experten berichten von neuem Kreml-Plan

Erstmeldung vom 27. November: Kiew/Washington – Jewgeni Prigoschin beschäftigt nicht nur das EU-Parlament, sondern auch den Kreml weiter. Der russische Oligarch, der wegen seiner zwischenzeitlichen Belieferung der Kremlküchen auch „Putins Koch“ genannt wird, hatte im September bekannt, die paramilitärische „Wagner-Gruppe“ gegründet zu haben.

„Putins Koch“ bereitet Moskau Sorgen: Russlands Militär soll weiteres Paramilitär planen

„Wagner“-Söldner sind seit Jahren in vielen Konfliktregionen im Einsatz, vor allem in Syrien und in afrikanischen Ländern. Lange agierte die Gruppe im Geheimen. Im Oktober eröffnete sie in St. Petersburg ein offizielles Hauptquartier. Kritiker bezeichnen die Gruppe als „Schattenarmee“ des russischen Präsidenten Wladimir Putin für Auslandseinsätze – der Kreml bestreitet jegliche Verbindungen.

„Wagner“-Söldner im Ukraine-Krieg: Geheimdienst berichtet von russischer Gegenoffensive

Russlands Militär will Prigoschins Truppe nun aber wohl weitere Paramilitärs entgegensetzen. Ziel sei es, Prigoschins Einfluss zu schwächen. So schätzte es das US-amerikanische Institut für Kriegsstudien (ISW) in seiner Kriegslage-Analyse vom Sonntag (27. November) ein. Der russische Militärgeheimdienst GRU habe am Vortag berichtet, dass Armen Sarkissjan zum neuen Verwalter der Gefängnisse in von Russland besetzten Gebieten in der Ukraine ernannt wurde.

Janukowitsch-Freund als Konter für Prigoschin? „Private militärische Firma“ geplant

Der russisch-armenische Geschäftsmann Sarkissjan gelte als Kreml-nah und wolle sein neues Amt dazu nutzen, eine „private militärische Firma“ zu gründen, hieß es weiter. Außerdem soll er Verbindungen zu Viktor Janukowitsch, dem ehemaligen russlandfreundlichen, ukrainischen Präsidenten, haben. Janukowitsch regierte einst autoritär. (frs)

Auch interessant

Kommentare