Stars gedenken des Musikers (†52)

Chris Cornell: Traurige Details zum Tod des Soundgarden-Sängers

Die Musikwelt reagiert schockiert auf den völlig unerwarteten Tod von Chris Cornell. Jetzt wurde bekannt, wie die Grunge-Legende starb.

Detroit - Chris Cornell, charismatischer Frontmann der Grunge-Band Soundgarden, hat sich mit 52 Jahren das Leben genommen. Der Rocksänger erhängte sich am Mittwochabend (Ortszeit) kurz nach einem Konzert mit seiner alten Band in Detroit in seinem Hotelzimmer, wie die Behörden am Donnerstag mitteilten. Schon zuvor hatte die Polizei erklärt, sie gehe von einem "möglichen Suizid" aus.

Wenige Stunden nach dem Konzert alarmierte Cornells Familie nach Angaben der Polizei den Rettungsdienst. Ersthelfer hätten Cornell regungslos aufgefunden, sagte eine Polizeisprecherin.

Der Pressesprecher des Sängers, Brian Bumbery, hatte bereits gestern erklärt, Cornells Ehefrau Vicky Karayiannis Cornell und die übrigen Familienmitglieder seien "schockiert über den plötzlichen und unerwarteten Tod". Die Familie danke den Fans "für ihre beständige Liebe und Loyalität" und bitte darum, ihre Privatsphäre zu respektieren.

Cornells Kampf gegen die Drogensucht

Mit Cornells Tod wird nach dem Suizid von Nirvana-Sänger Kurt Cobain im Jahr 1994 ein weiteres Kapitel in der Geschichte des Grunge geschlossen. Der Sänger der Stone Temple Pilots, Scott Weiland, starb 2015 an einer Überdosis Rauschgift.

Auch Cornell konsumierte viele Jahre Heroin und andere Drogen und kämpfte gegen Depressionen an. In einem Interview mit dem Magazin "Rolling Stone" räumte er 1994 ein, schon mit 13 Jahren täglich Drogen genommen zu haben. Die Schule schloss er nicht ab, stattdessen fand er Erfüllung in der Musik.

Mitte der 2000er Jahre kam er von den Drogen los und erlebte danach eine neue Phase der Kreativität: er veröffentlichte mehrere Soloalben und tat sich wieder mit Soundgarden zusammen.

Stars trauern um Cornell

Zahlreiche Stars und Fans betrauerten den Musiker im Internet. „Schockiert und traurig über den plötzlichen Tod von Chris Cornell“, schrieb Sänger Elton John beim Kurznachrichtendienst Twitter. „Ein großer Sänger, Songschreiber und der netteste Mann.“ 

Der Ex-“Red Hot Chili Peppers“-Gitarrist Dave Navarro schrieb, er sei „geschockt“. „So ein schrecklicher und trauriger Verlust. Ich bin in Gedanken bei seiner Familie.“ 

Cornell sei „unglaublich talentiert“ gewesen, schrieb „Led Zeppelin“-Gitarrist Jimmy Page. „Unglaublich jung und er wird unglaublich vermisst werden.“

afp/dpa

Redaktioneller Hinweis:

Generell berichten wir nicht über Selbsttötungen, damit solche Fälle mögliche Nachahmer nicht ermutigen. Eine Berichterstattung findet nur dann statt, wenn die Umstände eine besondere öffentliche Aufmerksamkeit erfahren. Wenn Sie oder eine Ihnen bekannte Person unter einer existentiellen Lebenskrise oder Depression leiden, kontaktieren Sie bitte die Telefonseelsorge unter der Nummer: 0800-1110111. Hilfe bietet auch der Krisendienst Psychiatrie für München und Oberbayern unter 0180-6553000. Weitere Infos finden Sie auf der Webseite www.krisendienst-psychiatrie.de.

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