Offene Worte

Sheryl Sandberg: Ich habe doppelt getrauert

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Die Facebook-Chefin Sheryl Sandberg leidet nach dem Tod ihres Mannes intensiver mit anderen Menschen, denen Schicksalsschläge widerfahren. Foto: Kay Nietfeld

Nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes Dave Goldberg hat die Facebook-Chefin inzwischen wieder Selbstvertrauen gefunden, das Gefühl von Glück sei aber nicht zurückgekehrt.

Berlin (dpa) - Facebook-Geschäftsführerin Sheryl Sandberg (47) beschäftigt sich seit dem plötzlichen Tod ihres Mannes Dave Goldberg vor zwei Jahren intensiver mit den Schicksalen anderer Menschen.

Dies sei ihr wichtig, "weil ich ihnen helfen möchte, sich keine Selbstvorwürfe zu machen", sagte Sandberg der Zeitschrift "Brigitte".

Der Moment ihrer größten Verzweiflung sei gewesen, als sie ihren Kindern, heute neun und elf Jahre alt, sagen musste, dass ihr Vater gestorben sei. "Ich hatte das Gefühl, darin versagt zu haben, sie zu schützen", sagte Sandberg im Interview. "Als Mutter trauert man doppelt, für sich selbst und seine Kinder."

In dem Interview redete sie über die Zeit nach dem Tod. "Ich ging zur Arbeit und machte Fehler, ich war unkonzentriert, schlief in Konferenzen ein." Doch zur Arbeit zu gehen, sei besser als zu Hause zu sein. Zur Trauerbewältigung habe sie in den ersten acht Monaten jeden Abend drei Dinge aufgeschrieben, die ihr am Tag gelungen waren, "banale Dinge wie: "Ich habe heute einen guten Cappuccino gekocht." Dann war irgendwann mein Selbstvertrauen zurück." Das Gefühl von Glück jedoch sei nach wie vor noch nicht zurückgekehrt.

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