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Missbrauchte Kinder bei „Plötzlich arm, plötzlich reich“: Ikke Hüftgold bricht Dreh ab und macht Sat.1 schwere Vorwürfe

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Von: Annika Schmidt

Ikke Hüftgold, im Hintergrund ein zusammengekauertes Kind. (Fotomontage)
TV-Experiment mit traumatisierten Kindern - Ikke Hüftgold ist über das Verhalten des Senders Sat.1 und der Produktionsfirma erschüttert. (Fotomontage) © Horst Galuschka/picture alliance/dpa

Ikke Hüftgold ist tief erschüttert vom TV-Experiment „Plötzlich arm, plötzlich reich“. Dort traf der Schlagersänger auf schwer traumatisierte Kinder. Der Sender soll davon gewusst haben und eiskalt weitergedreht haben.

Unterföhring - Für Ikke Hüftgold (44) sollte es ein nettes TV-Experiment werden, doch was der Schlager*-Sänger dann zusehen bekam hat ihn zutiefst erschüttert. In der Sendung „Plötzlich arm, plötzlich reich“ sollte der Ballermann-Star für ein paar Tage das „Leben“ samt Wohnung mit einer anderen Familie tauschen und sich dabei von einem Film-Team begleiten lassen.

Ikke Hüftgold im roten Trainingsanzug und Perücke in einer TV-Show
Unter Tränen berichtet Ikke Hüftgold von traumatisierten Kindern in der TV-Show „Plötzlich arm, plötzlich reich“ und klagt, dass die Verantwortlichen den Dreh nicht früher abgebrochen haben. © Henning Kaiser/picture alliance/dpa 

Dabei zeigte sich, dass die Kinder der Tausch-Familie schwer traumatisiert waren. Jetzt erhebt der 44-Jähre heftige Vorwürfe gegen den Sender. Sat.1* soll davon gewusst haben und trotzdem eiskalt die Show durchgezogen haben. Extratipp.com* berichtet.

Schlagersänger Ikke Hüftgold erschüttert von Familien-Drama

In einem fast 19-minütigen Video auf Facebook berichtet Ikke Hüftgold unter Tränen, was er bei den Dreharbeiten zu „Plötzlich arm, plötzlich reich“ erlebt hat. Sein Vorwurf an Sat.1 und die Produktionsfirma ImagoTV GmbH: „Das Kindeswohl von zwei schwer traumatisierten Kindern wurde von den verantwortlichen Medienanstalten mit Füßen getreten!“ Was war passiert?

Ikke Hüftgold, der mit bürgerlichem Namen Matthias Distel heißt, betrat die Wohnung der ihm bis dahin unbekannten Familie (Die Künstlernamen der Schlagerstars und ihre echten Namen)*. Ein Blick auf den Monatskalender der Tauschfamilie zeigte, dass die Kinder in psychologischer Behandlung sind.

Daraufhin wollte der Schlagersänger mehr erfahren. „Sofort kam die Frage bei uns auf, ob man Kinder im Alter von acht und zehn Jahren, die offensichtlich psychische Probleme haben, rechtlich und moralisch gesehen in ein Fernsehformat ziehen kann, bei dem acht Tage am Stück bis zu zehn Stunden gearbeitet werden sollte“, so der Party-Sänger.

Ein Gespräch mit der besten Freundin der Mutter brachte dann mehr ans Licht (Die größten Skandale der Schlagerszene aller Zeiten)*. „Dass ich vor laufender Kamera über jene Person erfuhr, dass die Kinder in der Vergangenheit durch ihren eigentlichen Vater schwerste Kindesmisshandlungen erlitten haben sollen, führte von meiner Seite zum sofortigen Abbruch der Dreharbeiten“, erklärt Ikke Hüftgold weiter in seinem Statement bei Instagram und Facebook (über 1,4 Millionen Aufrufe).

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Schlager: Ikke Hüftgold klagt TV-Sender an, nicht früher eingeschritten zu sein

Während Ikke Hüftgold diese Erlebnisse in der Wohnung der Tausch-Familie machte, verbrachte diese die Zeit im Haus des Schlagersängers. Bei einem Anruf mit dem Aufnahmeleiter vor Ort kam weiteres über den schrecklichen Zustand der Familie heraus.

So soll sich der Sohn mehrfach seinen Kopf gegen die Wand geschlagen haben, um sich selbst zu verletzten. Ein anderes Kind der Familie soll auf dem Balkon von Ikke Hüftgold gestanden haben und damit gedroht haben, sich umzubringen. Von diesen erschütternden Vorkommnissen soll der Sender und die Produktionsfirma gewusst haben.

„Jeder einzelne dieser Vorfälle hätte mit dem Hintergrundwissen des Senders und der Produktion zum sofortigen Abbruch des Formats führen müssen“, so der Schlagersänger. Ein Sat.1-Sprecher erklärte, nach Erhalt der E-Mail von Ikke Hüftgold sei mit der Familienhilfe, der Produktionsfirma und der Familie selbst gesprochen worden, um zu Helfen. Der Sender wolle den Fall aber noch weiter aufarbeiten.

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