Ein Exot

Schaustellerpfarrer tauft gern im Auto-Scooter

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Torsten Heinrich ist etwa 200 Tage im Jahr unterwegs. Foto: Swen Pförtner

Eine hohe Mobilität ist bei seiner Arbeit gefragt. Moderne Kommunikationstechniken helfen ihm dabei auch.

Witzenhausen (dpa) - Für den Zirkuspfarrer Torsten Heinrich gehört das Improvisieren zum Alltag: Trauungen finden schon mal im Zirkuszelt statt, Taufen auf der Platte des Auto-Scooters. "Das ist praktisch. Der Boden ist eben und es ist ein Dach drüber", sagt der 55-Jährige.

Seit rund zwei Jahren leitet Heinrich die Circus- und Schaustellerseelsorge der Evangelischen Kirche in Deutschland mit etwa 23 000 Mitgliedern. 200 Tage im Jahr reist er zu Jahrmärkten und Volksfesten, Zirkussen und Puppenspielern.

"Ich bin ein Exot innerhalb der Kirche", sagt Heinrich. In fast jedem Wohnwagen hänge ein Kreuz, und trotz des beengten Raumes sei oft eine "religiöse Ecke" mit Bildern und Andenken zu finden. Für sein Büro hat sich Heinrich das nordhessische Witzenhausen ausgesucht, einen kleinen Ort in der Mitte Deutschlands. Trotz der guten Anbindung kann aber auch er nicht überall sein. Wenn er mit Konfirmanden über die Zehn Gebote und das Vaterunser diskutieren will, nutzt er deshalb gerne WhatsApp.

Circus- und Schaustellerseelsorge der EKD

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