Steuerhinterziehung und Körperverletzung

Rapperin Schwesta Ewa zu zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt

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Prozess gegen Rapperin Schwesta Ewa

Die Rapperin Schwesta Ewa aus Frankfurt muss für zweieinhalb Jahre ins Gefängnis. Ihr wurden Zuhälterei, Menschenhandel, Körperverletzung und Steuerhinterziehung vorgeworfen. Nun legt die Sängerin Revision gegen das Urteil ein.

Frankfurt/Main - Update vom 27. Juni 2017: Die Rapperin Schwesta Ewa zieht gegen ihre Verurteilung zu zweieinhalb Jahren Haft vor den Bundesgerichtshof. 

Sowohl die Sängerin als auch die Staatsanwaltschaft legten Revision gegen das Frankfurter Urteil ein, sagte ein Sprecher des Landgerichts am Dienstag (27. Juni 2017).

Die Rapperin Schwesta Ewa aus Frankfurt muss für zweieinhalb Jahre ins Gefängnis. Das Landgericht der hessischen Stadt verhängte die Strafe am Dienstag unter anderem wegen Steuerhinterziehung und Körperverletzung. Die Vorwürfe der Zuhälterei und des Menschenhandels sahen sie dagegen nicht als erwiesen an. 

Die Staatsanwaltschaft hatte der 32-Jährigen mit polnischen Wurzeln unter anderem vorgeworfen, junge Frauen zur Prostitution gezwungen zu haben. Die Opfer sollen vier teilweise noch minderjährige Fans der Rapperin* gewesen sein, die sie emotionell, finanziell, durch psychischen Druck sowie durch wiederholte Misshandlungen gefügig gemacht haben soll. Das Gericht setzte den Haftbefehl gegen Schwesta Ewa aus, sie kam damit nach knapp acht Monaten Untersuchungshaft auf freien Fuß. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Bleibt der Richterspruch bestehen, müsste die Rapperin noch einmal ins Gefängnis.

Durch die Steuerhinterziehung war ein Schaden von rund 60.000 Euro entstanden, außerdem hatte Schwesta Ewa Ohrfeigen und Tritte ausgeteilt. Die Angeklagte hatte vor Gericht eingeräumt, die jungen Frauen geschlagen zu haben. Sie hatte aber zugleich erklärt, dass die Mädchen freiwillig der Prostitution nachgegangen seien. Diese Version bestätigten die Zeuginnen vor Gericht. In der Urteilsbegründung hieß es, die jungen Frauen hätten sich nicht unter Zwang prostituiert.

Schwesta Ewa wurde 1984 in Polen geboren und wuchs in Kiel auf, 2004 zog sie nach Frankfurt. Sie ist eine der wenigen Frauen in der von Männern dominierten Rapszene.

nm/dpa

*Merkur.de und tz.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes

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