Interview 

Patricia Kelly verrät: So feierte die Kelly Family früher Weihnachten!

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Patricia Kelly: Am 11. Dezember 2018 auf Weihnachtstour im Capitol.

Patricia Kelly hat die Hälfte ihrer Kindheit auf der Straße verbracht. Zu Weihnachten gibt die gläubige Christin einige ‚gesegnete‘ Konzerte – eins davon in Mannheim!

Mannheim - Patricia Kelly ist die zweitälteste Tochter der Großfamilie ‚Kelly Family'. Mit ihren Geschwistern, die ab 1974 zunächst als ‚Kelly Kids‘ auftraten, reisten sie ab 1978 durch die USA und Europa und gaben als Straßenmusiker zahlreiche Konzerte auf öffentlichen Plätzen und in Fußgängerzonen. Ihr Markenzeichen: Der kreative‚ alternativen Lebensstil und ihr Aussehen – lange, blond gelockte Haare. 

Nach dem Tod des Familienvaters im Jahr 2002 starten die Mitglieder auch eigene Projekte. Nach einer mehrjährigen Pause starten sechs Familienmitglieder 2017 ein Comeback. 

MANNHEIM24* spricht mit der schönen Sängerin Patricia Kelly, die am 11. Dezember mit ‚Blessed- die Weihnnachtstour, die Herzen berührt‘‚ im Mannheimer Capitol auftritt.

MANNHEIM24: Sie gehen im nächsten Jahr auf eine große Kelly-Family Tournee, jetzt machen Sie alleine eine kleine Weihnachtstour, warum? 

Patricia Kelly: Ich bin ein Wintertyp, zu meiner Stimme passen gefühlvolle Balladen am besten. Ich bin nicht der Ramba-Zamba-Typ. Zweitens, ich bin christlich aufgewachsen, eine praktizierende Christin. Diese Weihnachtstour ist nicht einfach ein Projekt, sondern ein Herzenswunsch: Die Kunst und den Glauben zu verbinden. Die Weihnachtszeit ist eine Erinnerung an meine Kindheit. Wir Kellys haben mit spanischen Weihnachtsliedern angefangen. Ich bin eigentlich eher bescheiden, aber das mache ich gut. 

Sie möchten den Menschen etwas Gutes tun? 

Patricia Kelly: Mir und dem Publikum natürlich. Für mich ist das auch eine Art, mich auf die Weihnachtszeit vorzubereiten. Eine Zeit für uns Christen der Hoffnung, der Liebe, Worte wie Versöhnung sind in dieser Zeit im Vordergrund. Ich möchte dem Publikum dabei helfen, in Stimmung zu kommen. Musik kann dich tragen und dir helfen, in eine gewisse Richtung zu gehen. 

Erinnert Sie das an Ihre Kindheit auf der Straße, war das eine harte Zeit? 

Patricia Kelly: Nein, ganz im Gegenteil! Bis ich 12 Jahre alt war, war das die schönste Zeit meines Lebens. Bis meine Mutter starb, haben wir ein behütetes Leben geführt. Wir hatten ein Riesenhaus in Spanien, Haushälterinnen. Mein Vater war gut verdienend. Erst als meine Mama starb, hat sich das alles verändert. Papa (Dan) war ein Unternehmer, der gern etwas Neues ausprobiert hat. Zuerst haben wir nur hobbymässig Musik gemacht. Die Mama war Ballettänzerin, beide Eltern waren gebildete Menschen, die alles hatten. Die sich entschieden haben – wir machen was ganz Verrücktes: Wir reisen durch die Welt und machen Musik. 

Ihre Mutter war noch dabei am Anfang? 

Patricia Kelly: Genau, das fing so an: Papa wollte uns Rom zeigen, wo er in den 50-er Jahre studiert hatte, Philosophie und Theologie im Gregoriana (Anm. der Redaktion: Der päpstlichen Universität). Als wir zurück vom Kolosseum ins Hotel kamen, war alles gestohlen. Das ganze Geld war weg. Wir hatten nur noch die Instrumente. Und da haben wir aus der Not heraus gedacht: Wir gehen auf die Straße und gucken, was wir so kriegen. Auf einmal haben wir so viel Geld bekommen, weil die Leute uns toll fanden: eine süße Familie, ein bisschen crazy. Dann haben wir uns überlegt, daraus eine große Weltreise zu machen. So entstand das Ganze. Aber das ist eine sehr lange Geschichte. 

Wie haben Sie Weihnachten in Erinnerung? 

Patricia Kelly: Weihnachten war eine Zeit, wo wir alle zu Hause waren. In unserem Dorf Gamonal im spanischen Kastilien haben wir mit den Nachbarn gesungen. Damals, ich bin 69 geboren, gab es in manchen Dörfern noch keinen Strom, nur Kerzen. Das Haus wurde gewärmt und gekocht wurde in diesem rustikalen Kamin, einer großen offenen Feuerstelle. Die ersten Weihnachstlieder haben wir vor diesem Kamin gesungen und Garbanzos gegessen, Kichererbsen. 

Wie feiern Sie heute Weihnachten? 

Patricia Kelly: Vom 23. Dezember bis zum 6. Januar ist die einzige Zeit, in der mich vom ‚Business‘ keiner anruft. Normalerweise bekomme ich täglich 40 bis 50 E-Mails, 30 Anrufe. Sogar im Sommer, am Strand. Aber an Weihnachten kann ich das Handy ausschalten. Das liebe ich, einfach mit meiner Family vor dem Kamin zu sitzen. Da kommen einige Geschwister und meine Schwiegereltern. Das ist für mich die schönste Zeit des Jahres. 

Haben Sie etwas geplant mit den Geschwistern, der Familie? 

Patricia Kelly: Das ist unterschiedlich. Iren sind sehr spontan. Manchmal ruft einer an: Kochst du heute? Ok, dann kommen wir vorbei! Es kommen nicht alle auf einmal. Wir wohnen in fünf Ländern und zwei Kontinenten. So einfach ist das nicht, jeder hat seine eigene Family mittlerweile. 

Welche Weihnachtslieder singen Sie auf der Tour – auch eigene? 

Patricia Kelly: Ich habe ein eigenes neues Weihnachtslied dabei und eine Auswahl meiner Lieblingsweihnachtslieder. Ich singe sonst keine deutschen Lieder aber eure deutschen Weihnachtslieder sind die absolute Bombe! Deutsche Weihnachtslieder sind die besten auf der Welt. Das muss man einfach sagen. 

Diese Texte, teilweise von Goethe geschrieben, zum Beispiel ‚Es ist ein Ros entsprungen‘ oder ‚Tochter Zion‘. Klassiker, die in 300 Jahren noch gesungen werden. Ich bin ein großer Fan. Sonst singe ich keine deutschen Lieder, das passt einfach nicht zu mir. 

Das neue Lied kommt aus  L.A.: Vor ein paar Wochen war ich bei einem befreundeten Songschreiber, Jonas Myrin. Er hat gerade für Andrea Bocelli einen Song geschrieben, ‚Gloria‘. Für Barbara Streisand hat er die Hälfte der neuen Platte mitgeschrieben, auch für Celine Dion. Und für mich: ‚The Heart of God‘. Darüber freue ich mich besonders. 

Sie haben Dr. Hauschka, Missio und Prognose Leben/Brustkrebs Deutschland auf Ihrer Website? 

Patricia Kelly: Bei Der Naturkosmetik Dr. Hauschka bin ich ein Teil der Community. Ich habe auch noch nie ein Lifting oder Botox in meinem Leben gemacht, bin ganz natürlich. Für Missio bin ich Botschafterin. Da mache ich 1 bis 2 Mal im Jahr eine Aktion, für Afrika oder wo auch immer. Und für Brustkrebs auch. Weil ich vor 9 Jahren Brustkrebs hatte, bin ich auch Botschafterin für Brustkrebs Deutschland. Mir geht es gesundheitlich top. Ich gehe zweimal im Jahr zum Check. Mir geht es heure viel besser als damals, weil ich mehr auf mich achte. Ich habe gerade Sport gemacht. Dafür bin ich Gott jeden Tag dankbar.

*MANNHEIM24 ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

kpo

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