Bis zur Neige

Kraftklub trinken nicht mehr jeden Kühlschrank leer

+
Die Rockband Kraftklub 2014 in Bochum. Foto: Henning Kaiser

Kraftklub wurden 2010 gegründet, die Band aus Chemnitz spielt eine Mischung aus Indierock, Pop-Punk und Rap. Die Studioalben "K" (2012), "In Schwarz" (2014) und "Keine Nacht für Niemand" (2017) landeten allesamt auf Platz 1 der deutschen Charts.

Hamburg/Berlin (dpa) - Die Rockband Kraftklub hat kapituliert - zumindest vor Kühlschränken voller alkoholischer Gratis-Getränke. "Wir saufen weniger", räumte der Sänger des mehrfach preisgekrönten sächsischen Quintetts, Felix Brummer, im Interview von "Zeit Campus" ein.

"Am Anfang sind wir irgendwo hingefahren ‎und waren die Klischee-Ossi-Kids: "Da ist ein voller Kühlschrank! Wenn wir gehen, muss der leer ‎sein!" Und dann haben wir festgestellt: Überall, wo wir hinkommen, sind volle Kühlschränke." Es sei aber "unmöglich, alle Kühlschränke der Welt leer zu trinken", sagte Brummer. "Dabei haben wir das wirklich versucht ‎in den ersten Jahren."

Obwohl die neue Platte auf die Polit-Rocker Ton Steine Scherben ("Keine Macht für Niemand") anspielt, sehen sich die Kraftklub-Jungs nicht als explizit politische Band: "Ich glaube, jede Generation hat ihre Krisen und Probleme, an ‎denen sie sich abarbeiten muss", sagte Brummer dem Hochschulmagazin der Wochenzeitung "Die Zeit". "Bei unseren Eltern war es der Kalte Krieg. Bei uns sind es ‎Brexit, Trump und Erdoğan. Mir wird manchmal mulmig, trotzdem glauben wir nicht, dass die ‎Welt ein Kraftklub-Statement dazu braucht."

Webseite Kraftklub

Meistgelesen

Familien-Tragödie: Vater (63) und Tochter (5) tot in Wohnung gefunden!

Familien-Tragödie: Vater (63) und Tochter (5) tot in Wohnung gefunden!

Messer an den Hals gehalten: Räuber bedrohen Frau (25)!

Messer an den Hals gehalten: Räuber bedrohen Frau (25)!

Von Lkw erfasst: Radfahrer (73) muss per Hubschrauber ins Krankenhaus

Von Lkw erfasst: Radfahrer (73) muss per Hubschrauber ins Krankenhaus

Jaguar bricht aus Zoo aus und richtet Blutbad an

Jaguar bricht aus Zoo aus und richtet Blutbad an

Für 47 Millionen Euro! B38 soll „Stadtboulevard“ werden

Für 47 Millionen Euro! B38 soll „Stadtboulevard“ werden

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.