Urteil am Landgericht Mannheim

Kollegah und Jigzaw: Ekel-Text über Geissens kostet Rapper 100.000 Euro

Fortsetzung Prozess gegen den Rapper "Kollegah"
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Die Rapper Kollegah (r.) und Jigzaw verlieren vor Gericht gegen die Geissens und müssen Schmerzensgeld in Höhe von 100.000 Euro zahlen. 

Schallende Niederlage für Kollegah und Jigzaw vor Gericht! Aufgrund einer derben Text-Zeile über die Geissens-Töchter müssen die Rapper 100.000 Euro blechen.

  • Das Landgericht Mannheim hat die Rapper Kollegah und Jigzaw zu einer Geldstrafe verurteilt
  • Rapper müssen Schmerzensgeld in Höhe von 100.000 Euro an die Geissens zahlen
  • Auslöser ist eine derbe Textzeile im Song „Medusablick“

Mannheim - Für die Rapper Kollegah und Jigzaw hagelte es vor Gericht eine dicke Schlappe! Das Landgericht Mannheim hat die beiden - gemeinsam mit einem Musiklabel - zu einer saftigen Geldstrafe in Höhe von 100.000 Euro verurteilt. Das bestätigte ein Sprecher des Landgerichts gegenüber MANNHEIM24*. Die Rapper wurden schon im November vom Landgericht Mannheim verurteilt, doch die Urteilsbegründung erfolgte erst jetzt – für das Gericht sei demnach eine schwerwiegende Verletzung des Persönlichkeitsrechts der beiden Mädchen gegeben.

Das ist das Ergebnis einer Unterlassungsklage der Geissens („Die Geissens – eine schrecklich glamouröse Familie“). Demnach müssen die Verurteilten um Kollegah und Jigzaw den Schwestern Shania Geiss und Davina Geiss jeweils 50.000 Euro Schmerzensgeld zahlen. Rapper Jigzaw hatte die beiden Töchter von Robert und Carmen Geiss in dem Song „Medusablick“ attackiert – und muss jetzt die Rechnung zahlen.

Kollegah und Jigzaw: Rapper müssen 100.000 Euro an Geissens zahlen

Doch worum ging es genau bei dem Rechtsstreit zwischen den Rapper Kollegah und Jigzaw und den Geissens? Wie VIP.de berichtet, warf der Anwalt der Geissens dem 25-jährigen Rapper Jigzaw (gebürtig: Nuhsan Coskun) vor, in seinem Lied „Medusablick“ den Geissens-Töchter „Vergewaltigung, Ermordung und Leichenschändung“ anzudrohen. Vor allem folgende Zeile war wesentlicher Bestandteil für die Verhandlung am Landgericht Mannheim gegen Jigzaw und Kollegah: „Am 18. Geburtstag der Tochter der Geissens, steh’ ich vor der Tür und hol’ mir die Kleine und hinterlasse Creampie in ihrer Scheide“, so die Ekel-Passage in dem Song.

Nichts Neues für die beiden, denn vor allem der 35-jährige Kollegah, der mit bürgerlichem Namen Felix Blume heißt, gerät immer wieder in die Kritik – ihm wird vorgeworfen, antisemitische, frauen- und schwulenfeindliche Inhalte zu bedienen, wie tz.de* berichtet. Die Frauenzeitschrift „Emma“ hat den umstrittenen Skandal-Rapper Kollegah erst kürzlich zum „Sexist Man Alive 2019“, also dem größten Sexisten des Jahres ausgerufen. 

Kollegah und Jigzaw: Gericht verurteilt Rapper zu Schmerzensgeldzahlung an Geissens

Laut Anwalt Andreas Boele, der die Geissens vertritt, leiden die beiden Schwestern sehr unter der Text-Attacke. „Sie ziehen sich aus der Öffentlichkeit zurück und sind sehr vorsichtig im Umgang mit anderen Menschen“, so Carmen Geiss gegenüber „OK!“. 

Geissen-Oberhaupt Robert ist zufrieden mit dem Urteil des Landgerichts Mannheim, wo erst kürzlich ein unfassbares Urteil gegen einen Pädophilen gefällt wurde, der einen grausamen Folterfilm finanzierte, mannheim24.de* berichtete. „Wir sind sehr froh, dass es noch Gerechtigkeit gibt“, so Robert Geiss zu „OK!“ über die Geldstrafe in Höhe von 100.000 Euro für Kollegah und Jigzaw. Doch Ruhe im Streit zwischen den Geissens und Kollegah ist noch lange nicht in Sicht, den derzeit läuft noch ein weiteres Verfahren – und das könnte Kollegah gleich weitere 200.000 Euro kosten.

Kollegah gegen Geissens: Rapper attackiert TV-Familie in Song „Mitternacht 2“

Nach dem Gerichtsstreit um die Ekel-Zeilen in Jigzaws Song „Medusablick“ legt Kollegah direkt nach – und nutzt seinen neuen Song „Mitternacht 2“ direkt, um eine weitere Drohung gegen die Geissens auszusprechen: „Guck dir Carmen an, uns zu dissen war ein Riesenfehler, ab jetzt geht es mit der Geiss bergab wie der Ziegen-Peter“, heißt es in dem Lied. Die Kasse der ohnehin schon wohlhabenden Promi-Familie könnte also gleich wieder klingeln, der Prozess war auf November angesetzt. 

*mannheim24.de und tz.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

rob

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