Verdacht auf Freiheitsberaubung

Justiz ermittelt gegen Ex-Geliebte von Kachelmann

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Gegen die Ex-Geliebte von Wettermoderator Kachelmann wird nun wegen Freiheitsberaubung ermittelt.

Mannheim - Gegen die Ex-Geliebte des ehemaligen Wettermoderators Jörg Kachelmann wird nun wegen des Verdachts auf Freiheitsberaubung ermittelt. Durch die Aussage der Frau saß Kachelmann 2010 mehrere Monate unschuldig im Gefängnis.

Gegen die frühere Geliebte von Wettermoderator Jörg Kachelmann (58) hat die Staatsanwaltschaft Mannheim Ermittlungen wegen des Verdachts auf Freiheitsberaubung eingeleitet. Das bestätigte eine Justizsprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Die Staatsanwaltschaft wurde dabei von sich aus tätig - als Konsequenz aus einem Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Frankfurt von 2016.

Kachelmann siegt gegen Ex-Geliebte

Das OLG entschied damals, dass die Frau im Jahr 2010 Kachelmann bewusst falsch wegen Vergewaltigung angezeigt habe. In dem Prozess ging es um Schadenersatz, nicht um Freiheitsberaubung. Der Wettermoderator saß 132 Tage in Untersuchungshaft. Das OLG Frankfurt hatte geurteilt, die Frau sei mit „krimineller Energie“ und „direktem Vorsatz“ vorgegangen. Dies habe zur Freiheitsberaubung - Kachelmanns U-Haft - geführt. Die aus Baden-Württemberg stammende Ex-Geliebte hatte das Urteil als „Justizskandal“ bezeichnet.

Bei der Prüfung des OLG-Richterspruchs habe sich ein Anfangsverdacht ergeben, sagte nun die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Mannheim. Wann das Verfahren abgeschlossen sein wird und welchen Ausgang dieses hat, sei derzeit unklar. Die Durchsicht von Tausenden Aktenseiten dauere vermutlich noch Monate. Die Justiz in Mannheim ist zuständig, da sich der Fall in diesem Landgerichtsbezirk zugetragen hatte. Zuletzt hatte Kachelmann damit auf sich aufmerksam gemacht, dass er bei einem Vortrag der Frauenrechtsaktivistin Alice Schwarzer das Wort ergriffen hatte. Kachelmann und Schwarzer hatten sich zerstritten, nachdem Schwarzer 2010 eine einseitige und parteiische Berichterstattung in der Bild-Zeitung über den Kachelmann-Prozess getätigt hatte.

dpa

Hinweis: In einer früheren Version dieses Artikels war von „rüde unterbrochen“ im Bezug auf Jörg Kachelmanns Einwand die Rede. Das war nicht korrekt und wurde durch eine angemessene Formulierung ersetzt. 

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