Laut Financial Times

Harvey Weinstein lässt Herausgabe von „explosivem Material“ verhindern

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Harvey Weinstein.

Es soll „explosives Material“ über US-Filmproduzent Harvey Weinstein geben, der derzeit mit Vergewaltigungsvorwürfen konfrontiert wird. Über seine Anwälte lässt er nun die Herausgabe dieses Materials verhindern.

Das berichtet die Financial Times. Wie die britische Zeitung am Freitag mitteilte, liegt ihr ein Schriftwechsel zwischen Weinsteins Anwälten und zwei führenden Mitarbeitern der Weinstein Company vor.

Demnach versuchten Lance Maerov und Tarak Ben Ammar vergeblich, Einsicht in die Unterlagen zu bekommen. Maerov und Ammar gehen dem Bericht zufolge davon aus, dass diese Dokumente "explosives" Material und weitere Anschuldigungen gegen Weinstein enthalten. In einer von der Zeitung zitierten Erklärung der Anwaltskanzlei der beiden Mitarbeiter hieß es, dass Weinstein eine ganze "Armada von Anwälten" engagiere, um die Unterlagen unter Verschluss zu halten, spreche Bände.

Weinstein soll über Jahrzehnte hinweg Frauen sexuell belästigt haben. Rund 40 Frauen haben sich inzwischen mit entsprechenden Vorwürfen gemeldet, unter ihnen die Schauspielerinnen Gwyneth Paltrow und Angelina Jolie. Mindestens fünf Frauen werfen Weinstein Vergewaltigung vor. Am Freitag berichtete auch die US-Schauspielerin Heather Kerr, Weinstein habe sie angegriffen und sexuell missbraucht. Oscar-Preisträger Quentin Tarantino (54) bedauert es, nicht schon früher auf die Missbrauchsvorwürfe gegen Harvey Weinstein reagiert zu haben.

In den USA und in Großbritannien laufen Ermittlungen. Der einst mächtige Hollywood-Produzent hat inzwischen alle Posten in der von ihm mitgegründeten Produktionsgesellschaft aufgeben müssen.

AFP

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