Trump, Erdogan, Brexit

Guido Cantz und Bernd Stelter: Karneval darf politisch sein

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Bernd Stelter bei einem Karnevalsaufrtitt

Köln - Die beiden deutschen Comedians und Karnevalisten Bernd Stelter und Guido Cantz finden, dass an Karneval über die Themen gesprochen werden muss, die die Menschen wirklich beschäftigen. Das könne auch politisch sein.

Guido Cantz ist ebenfalls seit Jahren Karnevalist

Der neue US-Präsident Donald Trump soll auch im rheinischen Karneval eine Rolle spielen. „Man kann das als Redner nicht aussparen“, meint etwa Bernd Stelter, der seit vielen Jahren in Köln auf den Karnevalsbühnen steht. „Aber man muss auch da die Ecken suchen, wo man lachen will und kann. Trump hat ja durchaus seine komischen Aspekte, zum Beispiel die Frisur“, sagte Stelter der Deutschen Presse-Agentur. Ähnlich sieht es sein Kollege Guido Cantz: „Trump ist ein Thema, das die Leute - und auch mich persönlich - beschäftigt. Da muss das natürlich Teil der Karnevalsrede sein.“

Generell seien die Zuhörer in der Regel sehr aufmerksam, wenn es in Karnevalsreden um aktuelle Politik gehe - momentan neben Trump etwa um Brexit, Erdogan, die bevorstehenden Bundestagswahlen oder den Aufschwung der Rechtspopulisten. „Die Crux für einen Redner ist: Wie geht man mit ernsten Themen um und kriegt dabei noch eine Pointe hin?“, sagt Cantz der dpa. „Aber ich finde es wichtig, solche Themen anzusprechen.“

„Wenn es weiterhin gilt, dass der Narr den Leuten den Spiegel vors Gesicht hält, dann muss man darüber reden“, findet Stelter. Die Stimmung in den Karnevalssälen sei derzeit ausgesprochen gut, hat er beobachtet. „Das ist insgesamt meine Erfahrung aus den letzten 25 Jahren: Wenn es auf der Welt kriselt, feiern die Leute schöner, weil sie dann erst recht feiern möchten.“

Trump-Motiv auch auf den Umzugswägen

Auch beim Kölner Rosenmontagszug werde es mit Sicherheit einen Motivwagen zu Trump geben, sagt die Sprecherin des Festkomitees Kölner Karneval, Sigrid Krebs. Welcher Entwurf letztlich umgesetzt werde, sei noch unklar, da der Wagen so aktuell wie möglich sein solle. „Es gibt ja jeden Tag neue Entwicklungen. Im Moment ist die Mauer zu Mexiko das große Thema, aber in zwei Wochen ist es vielleicht schon was ganz anderes.“

Auch in Düsseldorf soll es einen Trump-Wagen gegeben. Mit dem genauen Motiv will Wagenbauer Jacques Tilly aber bis zum letzten Moment warten. „Um aktuell zu sein, müssen wir am letzten Wochenende unseren Trump-Wagen bauen.“

dpa

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