Der Schauspieler im Interview

Frauenschwarm Cumberbatch: Wird seine Frau manchmal eifersüchtig?

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Benedict Cumberbatch (re.) mit Reporter Dierk Sindermann. 

Benedict Cumberbatch hat sich in den vergangenen Jahren eine große Anhängerschaft, besonders aus weiblichen Fans, aufgebaut. Ob seine Frau das manchmal zur Eifersucht bringt, verrät der Brite im Interview. 

Er ist einer der gefragtesten Leinwandstars in Hollywood. Allein in den letzten zwei Jahren hat Benedict Cumberbatch fünf Filme gedreht und ist regelmäßig in seiner TV-Rolle als Sherlock Holmes zu sehen. Das Finale der 4. Staffel läuft Sonntag in der ARD.

Neben Ihrem Job haben Sie und Ihre Frau Sophie auch noch Ihren zweijährigen Sohn Christopher und Ihren neugeborenen Sohn Hal zu Hause. Ist die berufliche Doppelbelastung nicht ein bisschen zu viel Stress?

Benedict Cumberbatch: Das ist kein Stress, sondern ein Segen. Es ist schon unglaublich, dass ich überhaupt Rollen bekomme. Und dass ich sie mir dann auch noch aussuchen kann, sie abwechslungsreich sind und die Leute die Filme zu mögen scheinen – mehr kann man einfach nicht erwarten.

Hätten Sie gedacht, dass die Serie so einschlagen würde? Was macht Ihre Version von Sherlock Holmes so populär?

Cumberbatch: Ich habe keinen blassen Schimmer. Wahrscheinlich ist es gut, dass wir nicht zu viele Folgen drehen. Dann freuen sich die Fans nach längerer Abstinenz auf das was kommt und wir sehen immer frisch und ausgeruht aus (lacht). Im Ernst, ich glaube ausschlaggebend ist, dass alle Personen in der Serie Charakterschwächen oder irgendwelche Fehler haben. Die Zuschauer können sich so besser mit ihnen identifizieren.

Deswegen brachte Hund Toby die Dreharbeiten zu Sherlock durcheinander

Das Finale der 4. Staffel steht an. Was war für Sie der Highlight der Dreharbeiten?

Cumberbatch: Eindeutig Toby der Bluthund aus der letzten Folge. Bei den Dreharbeiten wollte sich der Köter nicht vom Fleck rühren. Weil sich herausstellte, dass er Asphalt und Menschen hasste. Er war auf dem Land abgerichtet geworden. Das ganze war eine echte Slapstick-Komödie, ihn zum Laufen zu bringen.

Als Holmes haben sie eine fast romantische Beziehung zu Ihrem Umhang. Gibt es auch im Privatleben ein Kleidungsstück….

Cumberbatch:…mit dem ich ein intimes Verhältnis habe? (lacht) Es wäre jetzt cool, wenn ich Ihnen sagen könnte, dass ich ein Schnuffeltuch oder eine Kuscheldecke seit meiner Kindheit mit mir herum schleppe. Aber das gibt es nicht. Überhaupt ist meine ganze Kleidung eher langweilig. Alles meistens sehr einfarbig, bevorzugt Silber-, Grau- und Blautöne.

Die Fans finden Sie alles andere als farblos. Sie haben regelrechten Kultstatus erlangt.

Cumberbatch: Es ist etwas, wonach ich nie gestrebt habe. Aber es gehört halt zu dem Beruf des Schauspielers dazu. Die größten Probleme habe ich mit dem Wortspiel, das sich einige meiner sehr intelligenten, witzigen und kreativen weiblichen Fans sich mit meinem Namen ausgedacht haben.

Ist Cumberbatchs Frau Sophie eifersüchtig auf die weiblichen Fans?

Sie meinen, dass Sie sich als Cumberbitches (uebersetzt: „Cumber-Flittchen“) bezeichen?

Cumberbatch: Ja, das klingt einfach ein wenig selbst-erniedrigend. Ich habe öffentlich gemacht, dass ich über eine leicht abgewandelte Version glücklicher wäre. Aber am Ende darf jeder selbst entscheiden, wie er sich bezeichnet.

Ist Ihre Frau gar nicht eifersüchtig über all die weibliche Aufmerksamkeit, die Ihnen entgegenschlägt?

Cumberbatch: Sophie liebt mich und ist stolz auf meine Arbeit. Das ist, was zählt. Wir sind für einander bestimmt und passen einfach zusammen. Deshalb hat sie mit dem ganzen Drumherum keine Probleme. Sie ist eine sehr souveräne Frau. Ich hab echt Glück.

Wie gehen Sie mit Ruhm um?

Cumberbatch: Den blende ich aus und versuche, die schönen Momente zu genießen, die ich als Schauspieler habe. Es ist leicht, sich vom Hype um seine Person mitreißen zu lassen. Deshalb ist nichts wichtiger, als Familie und Freunde zu haben, die dich schon sehr lange und gut kennen. Sie helfen dir, auf dem Teppich zu bleiben.

Sie kommen zumindest als sehr selbstsicherer Typ herüber.

Cumberbatch: Das Problem ist, das Selbstsicherheit auch oft als Arroganz ausgelegt wird. Ich bin auf jeden Fall ein Mensch, der so einige Mängel hat.

Zum Beispiel?

Cumberbatch: Zum Beispiel mag Technologie, aber richtig gut bin ich damit nicht. Ich bin ein reiner Nutzer, aber wehe, es geht mal was kaputt. Dann bin ich aufgeschmissen.

Natur, Musik und Bücher: So genießt der Brite seine freie Zeit

Sind Sie jemand, der ständig sein Smartphone zur Hand hat?

Cumberbatch: Nur beruflich. Weil ich meine ganzen Termine sonst niemals behalten würde. Wenn ich zuhause bin, dann will ich davon nichts wissen.

Was machen Sie denn, wenn Sie heimkommen?

Cumberbatch: Ich ziehe mir erst einmal was sehr Bequemes an. Es gibt nichts schöneres, als vor dem brennenden Kamin auf dem Sofa zu sitzen und einen guten Film zu schauen. Noch öfter lese ich ein Buch. Das entspannt mich.

Treiben Sie Sport?

Cumberbatch: Nicht im Fitnessstudio. Ich gehe lieber in der freien Natur wandern. Oder spaziere durch den Park. Dann hab ich den Kopf wieder frei. Musik hilft mir dabei auch.

Was hören Sie denn am liebsten?

BC: Querbeet. Ich mag besonders Songs, die einen zum Nachdenken bringen. Weil sie davon handeln, was alles in der Welt so schief läuft. So wie „Burn the Witch“ von Radiohead zum Beispiel. Das Lied rührt meine Seele.

Was sollte man tun, damit die Welt ein wenig besser wird?

Cumberbatch: Das ist jedem selbst überlassen, wie und ob er sich engagiert. Ich arbeite mit einer Wohlttätigkeitsorganisation namens Liberty zusammen, die sich für Menschenrechte in England einsetzt. Wir versuchen Menschen zu unterstützen, die wegen ihrer Herkunft, Hautfarbe oder Religion unterdrückt werden.

Sie haben die 40 überschritten. Blicken Sie da schonmal nostalgisch auf ihre 20er zurück?

Cumberbatch: Gar nicht. Je älter ich werde, desto glücklicher bin ich bislang mit meinem Leben geworden. Ich schätze das großartige Leben, dass ich habe, mehr denn je. Mit meiner Familie und den fantastischen Menschen, um mich herum. Ich freu mich auf das, was kommt.

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