Schauspieler gibt Interview

„Er fehlt mir immer noch“: Trauriges Geständnis von Wotan Wilke Möhring

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Wotan Wilke Möhring hat in einem Interview ein trauriges Geständnis gemacht.

Auch 14 Jahre nach dessen Tod hat Schauspieler Wotan Wilke Möhring das Ableben seines Vaters noch nicht  verwunden. Das sagte er in einem Interview.

Hamburg - Wotan Wilke Möhring (50) hat als Jugendlicher mal ein Jahr lang nicht mit seinem Vater gesprochen. „Aber wir waren von der Energie her sehr ähnlich, deshalb habe ich ihn auch sehr geliebt“, sagte der Schauspieler („Tatort“) dem Magazin „Stern“. Der Vater Heiko Möhring, der 2004 bei einem Unfall ums Leben kam, war Reserve-Offizier, der Sohn als Teenager Punk. „Es war ein großer Verlust, als mein Vater verunglückt ist. Er hat mir richtig gefehlt - er fehlt mir immer noch“, sagte Möhring. „Ich bin am Grab meines Vaters zusammengebrochen. Plötzlich war der weg, richtig weg in der Urne, und ich dachte: Das kann nicht sein.“

Die politischen Ansichten von Sohn und Vater waren allerdings sehr unterschiedlich. Möhrings Vater hatte Verbindungen in die rechtsextreme Szene. Als er starb, widmete ihm die inzwischen vom Innenministerium verbotene „Heimattreue Deutsche Jugend“ (HDJ) einen Nachruf. Dort heißt es, Heiko Möhring sei ein „aufrechter Kämpfer für unser geknechtetes Volk“ gewesen.

Er wisse, dass der Vater sich sehr mit der Zeit des „Dritten Reichs“ beschäftigt habe, sagte Wotan Wilke Möhring. „Was sein Motiv dafür war? Das war für mich immer gefühlt all das, was er nicht seinen eigenen Vater fragen konnte, weil der an der Ostfront erschossen wurde, als er selbst noch ein kleiner Junge war“, erklärte der Schauspieler. „Ich glaube, er hat da eine Vätergeneration glorifiziert. Mein Vater hatte nichts von seinem Vater. Es gab nur alte Münzen und ganz wenige Fotos - von einem Mann in Uniform.“

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dpa

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