Die Legende lebt weiter

Elvis Presley: Ein Weltstar noch Jahrzehnte nach seinem Tod

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Elvis Presley: Der King starb vor 40 Jahren.

Vor genau 40 Jahren starb der „King of Rock'n'Roll“ - viel zu früh. Tausende Fans trauerten um ihr Idol. Nach seinem Tod wurde Elvis Presley zu einem Mythos.

Los Angeles - Ob im fernen Osten oder auf entlegenen Inseln - auch 40 Jahre nach dem Tod von Elvis Presley ist allein schon sein Vorname Menschen in aller Welt ein Begriff. "Er ist der einzige in der modernen Geschichte, der weltweit sofort an seinem Vornamen erkannt wird", sagt der britische Elvis-Biograf Ted Harrison. "Sagen Sie 'Elvis' in Peking, Nicaragua, Estland oder Fidschi und alle kennen ihn, quer durch alle Sprachen und Kulturen."

Bis heute gilt Elvis Presley als der erfolgreichste Solo-Musiker aller Zeiten - mit schätzungsweise einer Milliarde verkaufter Platten. Mit seiner einzigartigen Stimme mischte er Rhythm and Blues, Country, Gospel, Blues und Black Music und überwand damit die Schranken zwischen den sozialen Schichten und Rassen.

"Das Schlimmste für viele weiße Amerikaner war die Art, wie er afroamerikanische Musik als Mainstream präsentierte", sagt Harrison. Presleys Hüftschwung brachte ihm den Spitznamen "Elvis the Pelvis", sein Charisma und sein Sex-Appeal die Anbetung von Millionen Frauen.

In der Musikgeschichte inspirierte er viele große Musiker, die nach ihm kamen, von den Beatles bis zu den Rolling Stones. "Als ich ihn das erste Mal hörte, war das wie die Entlassung aus dem Knast", sagte die Folk-Ikone Bob Dylan einmal. In den späten 1960er Jahren nannte der Komponist und Dirigent Leonard Bernstein Elvis Presley die "größte kulturelle Kraft im 20. Jahrhundert".

Vor 40 Jahren starb der King.

"Heartbreak Hotel", "Hound Dog", "Jailhouse Rock" und "Are You Lonesome Tonight" haben sich Menschen auf der ganzen Welt eingeprägt, Presleys Musik wurde seit seinem Tod unzählige Male neu herausgegeben. 2016 verzeichnete ihn das US-Magazin "Forbes" auf der Liste der verstorbenen Topverdiener auf dem vierten Platz. Presleys Anwesen Graceland, wo er 20 Jahre lang wohnte, besuchten seit 1982 mehr als 20 Millionen Menschen.

Damals hatte es seine Ex-Frau Priscilla, Mutter seiner Tochter Lisa Marie, der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Das Gelände zählt 600.000 Besucher jährlich, im März eröffnete hier ein neuer, 45 Millionen Dollar (38 Millionen Euro) teurer Unterhaltungskomplex und ein Hotel. Zum 40. Todestag des King of Rock'n'Roll am Mittwoch werden dort mehr als 50.000 Besucher erwartet.

An seinem mit Blumen und Erinnerungsstücken bedeckten Grab, wo Elvis neben seinen Eltern und seiner Großmutter liegt, kämpfen Fans mit den Tränen. "Er gibt uns dieses Feuer", sagt die 42-jährige Versicherungsvertreterin Stephanie Harris aus Michigan. "Seine Musik ist für unsere Generation überweltlich, denn es geht doch nichts über 'Hound Dog'."

In Memphis wird sogar Elvis-Weihnachtsdeko verkauft, vor Bars locken lebensgroße Elvis-Figuren. "Er ist der berühmteste aller Berühmten", sagt die 36-jährige Lisa Bseiso, Gründerin eines Elvis-Fanclubs. "Er gibt noch immer so viel Kraft, so viel Liebe."

Presley wurde am 8. Januar 1935 in einem Zweizimmer-Haus in Tupelo im US-Bundesstaat Mississippi geboren. Sein Vater war Lastwagenfahrer, seine Mutter Textilarbeiterin, er wuchs als Einzelkind auf.

1948 zog er mit seinen Eltern nach Memphis, schloss die Highschool ab, brachte mit 19 seine erste Platte heraus und wurde fast über Nacht zum Star. Zwei Jahre diente er in der US-Armee und war als Soldat in Deutschland stationiert.

So sehr Elvis Presley den amerikanischen Traum verkörperte, so sehr stand er am Ende für amerikanische Dekadenz: Am Ende seines Lebens zog er sich zurück, war übergewichtig und medikamentensüchtig - ein aufgedunsener Schatten seiner selbst. Am 25. Juni 1977 gab Elvis sein letztes Konzert in Indianapolis, am 16. August wurde er im Alter von 42 Jahren tot im Badezimmer gefunden.

afp

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