Rapszene schockiert

Bekannter deutscher Rapper vom Splash-Festival soll abgeschoben werden 

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Der Rapper Sugar MMFK soll beim Splash! Festival auftreten - doch der Auftritt ist in Gefahr.

Obwohl er in Deutschland geboren und aufgewachsen ist, soll dieser bekannte Rapper abgeschoben werden.

Bonn - Die deutsche Rapszene befindet sich zurzeit im Schockzustand. Der Rapper Sugar MMFK soll abgeschoben werden. Über die neuesten Entwicklungen berichtet extratipp.com*

Sugar MMFK ist in Deutschland geboren - nun soll er abgeschoben werden

Der Rapper Sugar MMFK, bürgerlich Joao Michel Diau, ist in Deutschland geboren und aufgewachsen. Seine Familie stammt allerdings aus Südwest-Afrika - genauer gesagt aus Luanda, der Hauptstadt von Angola. Weil dort 27 Jahre lang Bürgerkrieg herrschte, flohen die Eltern des Rappers vor dessen Geburt nach Deutschland. Sugar MMFK besitzt weder einen deutschen, noch einen angolanischen Pass. Deshalb soll er nun abgeschoben werden. 

Sugar MMFK: Auch Weltmeister Julian Draxler ist unter seinen Fans

In der deutschen Rapszene ist Sugar MMFK derzeit kaum wegzudenken. Seine Tracks wie „Allô Allô“, „Verlorene Stadt“ oder „Lass laufen“ ernteten Millionen von Klicks bei YouTube und Spotify. Sein Song „Im Trikot von Paris“ wurde vor kurzem sogar vom deutschen Nationalspieler Julian Draxler geteilt, der bekanntlich beim französischen Spitzenklub Paris Saint-Germain unter Vertrag steht und dementsprechend passenderweise „im Trikot von Paris“ auf Torejagd geht. 

Sugar MMFK vor Abschiebung: „Bis zum 26.04. soll ich mich aus dem Land verziehen“

In seiner Instagram-Story äußerte sich Sugar MMFK wie folgt zu den Geschehnissen: „Ich habe dieses Schreiben bekommen, bis zum 26.04. soll ich mich aus dem Land verziehen quasi, soll ich Deutschland verlassen.“ Sugar MMFK gab des Weiteren zu Protokoll, eine Anwältin eingeschaltet zu haben: „Es scheint, als würde mein Leben erstmals aus solchen Sachen (´Behördensachen´, Anm. d. Red.) bestehen.“ 

Sugar MMFK vor Abschiebung: „Auf jeden Fall werden wir das nicht hinnehmen.“

Die Entscheidung der Behörden kann Sugar MMFK indes überhaupt nicht nachvollziehen: „Auf jeden Fall werden wir das nicht hinnehmen. Es kann nicht sein, dass sie mich auf einen Status reduzieren, obwohl ich hier geboren wurde, meine Schule und alles hier gemacht habe und die mich so behandeln, als wäre ich jetzt gerade erst geflüchtet.“

Online-Petition soll Abschiebung von Sugar MMFK verhindern.

In den sozialen Medien äußern viele Fans, wie auch Rapper-Kollegen großes Unverständnis hinsichtlich der geforderten Abschiebung Sugar MMFKs. Unter dem Hashtag #sugarbleibthier wird viel gepostet und diskutiert. Darüber hinaus wurde eine an das Bundesverfassungsgericht adressierte Online-Petition mit dem Titel „Wir wollen die Abschiebung von dem hier geborenen Rapper Sugar MMFK verhindern“ ins Leben gerufen. Am Mittag des 02. April hatten bereits über 34.000 Personen unterschrieben.

Sugar MMFK: Deutschland-Tour soll stattfinden - Splash-Auftritt in Gefahr

Vom 3. bis zum 13. April hat Sugar MMFK eine Deutschland-Tour geplant. Diese sei von den aktuellen Ereignissen nicht betroffen, der Rapper werde diese „hundertprozentig noch spielen.“ Wie es mit Sugar MMFK weitergeht, ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht abzusehen. In diesem Jahr soll der Rapper eigentlich auch auf dem Hip-Hop-festival splash! auftreten. Ob dies im Zuge der drohenden Abschiebung nun überhaupt noch möglich ist, ist unklar. Womöglich findet am 13. April mit dem Ende seiner Deutschland-Tour sein letztes Konzert statt.

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