Lena Bröder im Interview

90 Jahre „Miss Germany“: Amtierende Schönheitskönigin packt aus

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Lena Bröder ist die amtierende „Miss Germany“. Nach der nächsten Wahl will sie in ihren alten Job als Lehrerin zurückkehren.

Rust - In diesem Jahr wird der Titel „Miss Germany“, der die schönste Frau des Landes küren soll, zum 90. Mal vergeben. Die amtierende Schönheitskönigin Lena Bröder gibt einen Einblick hinter die Kulissen des Wettbewerbs.

Die „Miss Germany“ wird seit 1927, also seit genau 90 Jahren, gewählt. Die Siegerin erhält Geld- und Sachpreise sowie einen Vertrag, der ihr während ihrer einjährigen Amtszeit laut Veranstalter mehr als 200 Auftritte sichert. Gewählt wird jährlich im Europa-Park in Rust bei Freiburg. Antreten dürfen unverheiratete Frauen von 16 bis 29 Jahren. Prominente Kandidatinnen: Die spätere TV-Moderatorin Petra Schürmann (1933-2010) kam 1956 bei „Miss Germany“ unter die Top drei und wurde im gleichen Jahr „Miss World“. 1977 wurde Dagmar Wöhrl „Miss Germany“, heute sitzt sie für die CSU im Bundestag. 1993 erhielt Verona Feldbusch (heute Pooth) den Titel.

Amtierende „Miss Germany“ wird wieder Lehrerin

Die amtierende „Miss Germany“, Lena Bröder (27) aus Nordwalde bei Münster in Nordrhein-Westfalen, wird nach einem Jahr als Schönheitskönigin wieder Lehrerin. „Am 1. März kehre ich in meine Schule und damit an meine alte Wirkungsstätte zurück“, sagte sie in Rust bei Freiburg der Deutschen Presse-Agentur. Sie werde an der Gemeinschaftsschule bei Münster wieder unterrichten. Sie lehrt dort katholische Religion und Hauswirtschaft. Bröder wurde vor rund elf Monaten zur schönsten Frau Deutschlands gekürt und ließ sich danach als Lehrerin beurlauben. Am 18. Februar wird im Europa-Park in Rust mit der „Miss Germany 2017“ ihre Nachfolgerin gewählt.

„Nun wird das Klassenzimmer wieder meine Bühne“, sagte Bröder. Dies sei mit der Schule so vereinbart. Ziel sei es, ihr dort im Mai 2015 begonnenes Referendariat zu Ende zu führen. Laufe alles nach Plan, werde sie Ende Oktober ihr Zweites Staatsexamen in der Tasche haben. Seit Februar vergangenen Jahres hatte sich Bröder auf ihre Tätigkeit als Schönheitskönigin konzentriert.

Interview mit Lena Bröder

In einem Interview mit der dpa gab Lena Bröder noch weitere Einblicke in das Leben einer Schönheitzskönigin.

Frage: Als Schönheitskönigin stehen Sie auf der Show-Bühne, als Lehrerin vor einer Schulklasse. Wieso der Schritt zurück ins Klassenzimmer?

Antwort: Das Jahr als Miss Germany war schön, spannend und lehrreich. Ich konnte Erfahrungen machen, die durchweg bereichernd waren und die ich positiv in Erinnerung behalten werde. Aber langfristig ist es der Lehrerberuf, für den ich mich entscheide.

Frage: Was heißt das konkret?

Antwort: Am 1. März kehre ich in meine Schule und damit an meine alte Wirkungsstätte zurück. Nach der Wahl zur Miss Germany hatte ich dort eine Auszeit genommen. Nun wird das Klassenzimmer wieder meine Bühne. Ich bin froh und dankbar, dass dies möglich ist.

Frage: Wird die Rückkehr schwer?

Antwort: Am Anfang werde ich sicher auf Neugierde stoßen und Fragen beantworten müssen, wie es so war als Miss Germany. Doch das wird sich rasch legen. Letztlich geht es darum, einen guten Unterricht zu machen. Daran wird man mich messen. Läuft alles nach Plan, werde ich Ende Oktober mein Zweites Staatsexamen in der Tasche haben. Darauf freue ich mich schon jetzt.

Frage: Keine Angst, von Schülern als Ex-Schönheitskönigin blöde Sprüche hören zu müssen?

Antwort: Überhaupt nicht. Ich bin während meiner Amtszeit auf eine große Welle des Zuspruchs gestoßen. Bei Miss Germany geht es ja nicht allein um gutes Aussehen. Es zählt die Persönlichkeit. Es geht darum etwas auszustrahlen und etwas zu verkörpern, für etwas zu stehen und vor allem in Kontakt zu kommen mit Menschen und diese zu begeistern. Schöner Schein alleine reicht nicht. Das unterscheidet Miss Germany von Model-Contests.

Frage: Und im Klassenzimmer?

Antwort: Ich denke, dass ich nun sicherer auftrete, weil ich es inzwischen gewohnt bin, vor Publikum zu stehen. Beim Schönheitswettbewerb treten die Teilnehmer vor eine Jury und werden von dieser bewertet. Das ist als Lehrer nicht anders. Und Schüler sind die härteste Jury der Welt. Ich bin zuversichtlich. Mit Applaus werde ich bei meinen Auftritten künftig, im Gegensatz zum jetzigen Job, wohl aber nicht mehr rechnen können. Aber das erwartet auch niemand.

dpa

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