Canon EOS 6D-SLR Testsieger im Produktvergleich

Wirklich scharf - So werden Fotos mit der Spiegelreflexkamera gestochen scharf!

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Wer weiß, was die Blende, die Belichtungszeit, der manuelle Fokus und der ISO-Wert bedeuten und worauf hier zu achten ist, kann sich an eine Spiegelreflexkamera trauen.

Gerade Einsteigern fällt es häufig schwer, eine Spiegelreflexkamera richtig zu bedienen – oder aus Furcht vor verwackelten Aufnahmen trauen sie sich nicht, den Automatikmodus zu verlassen. Das ist äußerst schade, denn richtig bedient bietet eine Spiegelreflexkamera tolle Möglichkeiten, gestochen scharfe Aufnahmen zu machen, die sogar nach kunstvollen Schnappschüssen aussehen. Wie Sie Ihre Spiegelreflexkamera bedienen und was Bilder scharf macht, erfahren Sie hier. 

Schärfe im Überblick - Die Blende 

Wenn Sie mit Ihrem Smartphone oder einer Kompaktkamera Fotos machen, so sind diese eigentlich immer scharf. Dies liegt an der Natur der weitwinkligen Linsen, des kleinen Sensors und der Blende. Bei einer Spiegelreflexkamera werden Blende und Winkel durch das jeweilige Objektiv bestimmt: je kleiner die Zahl, desto weiter der Betrachtungswinkel (daher Weitwinkel) und desto eher ist alles im Bild scharf. Teleobjektive (50, 85 oder 105 mm) dagegen flachen die Umgebung ab, komprimieren sie und haben eine deutlich geringere Schärfentiefe. Das bedeutet, dass der scharfe Bereich gemessen von Ihrem Blickpunkt bis in die Unendlichkeit immer flacher wird. Genau hierfür stehen die Zentimeter- und Meterangaben am Schärferad Ihres Objektivs. 

Wie knapp der scharfe Bereich genau ist, bestimmt die Blende. Die Blendenzahl hinter dem Buchstaben „f“ (beispielsweise f1,8) gibt an, wie weit sich die Blende öffnen lässt. Dies verknappt nicht nur die Schärfe als künstlerisches Gestaltungsmittel, sondern hellt Bilder auch auf. Die Blende ist aber nur eine Komponente der Schärfe. Grundsätzlich gilt: Wollen Sie gestochen scharfe Bilder, sollten Sie die Blende eher schließen (größere Zahl). Zumindest bei Tageslicht ist dies eine Alternative, damit die Schärfe richtig sitzt. 

Wackelfrei scharf - Die Belichtungszeit 

Die zweite mechanische Komponente der Schärfe ist die Belichtungszeit. Dies ist die Zeit, in der die Spiegelklappe sich öffnet, bzw. der Sensor für die Belichtung freigegeben wird. Je kürzer die Belichtungszeit, desto schärfer wird das Bild auch bei raschen Bewegungen. So sind Tropfen, Fußbälle und Tänze wie der Zeit entrissen. Allerdings wird das Bild dadurch auch deutlich dunkler. Eine längere Belichtungszeit macht die Bilder heller, aber verwischt schnelle Bewegungen. Das müssen nicht unbedingt Bewegungen des Objektivs sein, auch ein Zittern in Ihrer Hand zeichnet sich bei längerer Belichtungszeit sofort in den Bildern ab.

Blende und Belichtungszeit müssen immer im Zusammenspiel verwendet werden. Dies können Sie manuell einstellen oder in den Modi Tv oder Av einzeln justieren. Tv gewährt Ihnen die Freiheit über die Belichtungszeit und die Kamera bestimmt die Blende, bei Av ist es genau umgekehrt. 

Autofokus vs. Manueller Fokus 

Profis lieben den manuellen Fokus, denn natürlich weiß nur der Fotograf, was im Bild nun wirklich scharf sein soll. Und der manuelle Fokus ist dem Autofokus in Bildgestaltung und Komposition auch immer vorzuziehen. Allerdings sind moderne Kameras wie z.B. die Canon EOS 6D-SLR, der Testsieger im Produktvergleich von Expertentesten, beim automatischen Fokus in den letzten Jahren so viel besser geworden, dass dieser immer eine Option ist.

Gerade wenn es schnell gehen soll, ist ein guter Autofokus die richtige Wahl. Wie schnell dieser reagiert, hängt nicht nur von der Kamera ab, sondern auch von den verwandten Objektiven.

Verwaschen, dunkel, rauschend - ISO

Ein letzter Wert in jeder Kamera ist der ISO-Wert und dieser ist trügerisch verführerisch. Denn er hellt die Bilder digital statt mechanisch auf. Das bedeutet, dass er unabhängig von Blende und Belichtungszeit arbeitet. Digitale ISO-Werte sind sehr praktisch, denn sie sind nicht mehr wie bei Analogkameras an den Film gebunden, sondern können nach Lust und Laune eingestellt werden.

Allerdings sollte die ISO-Zahl so niedrig wie möglich gehalten werden, bei höheren ISO-Werten fangen Bilder an, unschön zu rauschen, die Kanten werden körniger und die Schärfe verliert sich. Für Notfälle in dunklen Räumen eine tolle Option, wenn Sie die Wahl haben, sollten Sie aber mit der ISO-Zahl nicht zu sehr herumexperimentieren. 

Einfach scharfe Bilder

Dies sind die wichtigsten Voraussetzungen für gestochen scharfe Bilder mit der Spiegelreflexkamera. Zumindest theoretisch. Denn praktisch erfordert eine DSLR einfach nur ein gewisses Maß an Übung. Nehmen Sie Ihre Kamera einfach mit auf einen Spaziergang, fotografieren Sie in der Nahdistanz, schießen Sie aus der Hüfte und machen Sie sich mit allen Funktionen vertraut. Übung schärft den Meister. 

Den ausführlichen Testbericht und weitere Alternativen lesen Sie bei Expertentesten.

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