Schneller unterwegs mit LTE

Schneller surfen für alle? Noch ist LTE Ausbau nicht abgeschlossen

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LTE ist der neue Handynetz-Standard, der UMTS ablöst und auch als DSL Alternative gute Dienste leistet. Der Ausbau erfolgt nahezu flächendeckend, denn die vorhandenen Sendemasten müssen nur umgerüstet werden.

LTE steht für Long Term Evolution. Es handelt sich dabei um den neuen Handynetz-Standard, der das Surfen wesentlich schneller macht. Und das sowohl am Smartphone als auch zu Hause. Wer LTE nutzen will, braucht die entsprechenden Geräte und auch den passenden Tarif. Die Vorteile von LTE: schnelleres Surfen und ein besserer Empfang. Filme lassen sich problemlos unterwegs streamen und auch hochauflösende Bilder können verschickt werden. Doch noch profitieren nicht alle Bürger vom Ausbau des Highspeed-Netzes.

LTE ersetzt nach und nach UMTS

Mobiles Internet wird momentan durch einen bewährten Standard ermöglicht, nämlich UMTS. Der dürfte allen Nutzern ein Begriff sein, denn er leistet seit langem gute Dienste. Doch mittlerweile genügen die Kapazitäten von UMTS nicht mehr, um die gewachsenen Ansprüche der Nutzer zu befriedigen. Heute surft man nicht einfach nur mobil im Netz, man will sich bei der Nutzung im Vergleich zum PC nicht einschränken. Es wächst eine Generation heran, die auf einen stationären Rechner häufig ganz verzichtet, und zusätzlich stark visuell geprägt ist. Mobile Internetnutzung bedeutet also, Bilder, Videos und ganze Filme streamen zu wollen, ohne dass es zu einem Datenstau kommt. Das funktioniert mit UMTS nicht mehr, weswegen LTE den veralteten Standard sukzessive ersetzen wird. 

Jeder Nutzer kann leicht herausfinden, ob an seinem Wohnort LTE verfügbar ist, indem er die Adresse in ein entsprechendes Formular einträgt. Die Abfrage ist auch vor einem geplanten Umzug ratsam. Den passenden Tarif liefert ein anderer Rechner – doch Achtung, die Kosten für den neuen Standard sind noch vergleichsweise hoch.

Der Netzausbau ist in vollem Gange

Bis 2018 sollen die größten Lücken im Netz geschlossen sein, das haben sich Vodafone, Telekom und O2 auf die Fahnen geschrieben. An diese Unternehmen wurden Mai 2010 per Auktionsverfahren die Lizenzen für den Netzbetrieb vergeben. Der Vorteil im Vergleich zum Start von UMTS ist, dass nicht erst unzählige Sendemasten aufgestellt werden müssen, sondern dass das bestehende, recht engmaschige Netz nur noch umgerüstet und angepasst werden muss. Das erzeugt insgesamt weniger Kosten, was jedoch nur für die Stadt gilt. Auf dem Land ist der Ausbau etwas komplizierter, wenn auch dringender gebraucht.

Schlechtes Netz wirkt sich auf den Wirtschaftsstandort aus

Die Bundesregierung selbst hat ein großes Interesse daran, dass Deutschland flächendeckend mit schnellem Internet versorgt wird. Es sind nicht nur die Verbraucher, die sich über eine mangelhafte Datennetz-Infrastruktur ärgern, Unternehmen bleiben Orten ohne Breitbandanbindung gleich ganz fern. Darum hat die Regierung ihre Breitbandförderung gestartet und ist bis jetzt recht erfolgreich dabei. Spätestens 2018 soll der flächendeckende Ausbau abgeschlossen sein. Seit 2017 haben mehr als 85% der Deutschen Zugang zu einem LTE Anschluss.

Was kostet LTE?

Die Kosten für eine Allnet-Flat mit LTE beginnen mittlerweile schon bei 10 Euro im Monat – die Technik ist also für jeden erschwinglich geworden. Natürlich braucht man zusätzlich ein LTE fähiges Gerät, was bisher nur bei einem begrenzten Teil der Modelle gegeben ist. Wer ein solches Gerät besitzt und den entsprechenden Zugang hat, kann ungestört im Netz surfen, Filme streamen und auch größere Dateianhänge problemlos herunterladen. Dafür ist ein Tarif mit zum Beispiel 1,5 Gigabyte inklusive LTE-Nutzung und einem Tempo von 50 Mbit/s ausreichend. Vor den Abschluss eines Vertrages sollte man prüfen, ob eine Datenautomatik enthalten ist. Das bedeutet, dass nach dem Verbrauch des Inklusiv-Volumens automatisch Datenvolumen nachgebucht wird. Diese Datenautomatik sollte sich abschalten lassen.

LTE zu Hause – endlich schnelles Netz

Für Hunderttausende Verbraucher in Deutschland ist die Nutzung des Internets zu Hause mit vielen Einschränkungen verbunden. Das gilt besonders aus dem Land, wo Nutzer sich mit langsamen 0,4 bis 6 Mbit/s zufriedengeben müssen. Zum Vergleich: In den meisten Städten surfen die Nutzer mit 16 bis 100 Megabit pro Sekunde. Der Grund ist, dass es sich für die Telekom nicht gelohnt hat, ihre Leitungen bis in die kleinsten Dörfer legen zu lassen. LTE ist angetreten, um diese Löcher in der Netzversorgung jetzt zu füllen. Anstelle eines langsamen DSL Anschlusses können immer mehr Nutzer auf einen flotten LTE-Tarif für zu Hause umsteigen. Die Sache hat jedoch einen Haken: den Preis.

Daheim mit LTE zu surfen ist deutlich teurer, als es unterwegs vom Smartphone aus zu nutzen. Der günstigste Tarif liegt momentan bei knapp 30 Euro monatlich. Ein Wechsel lohnt sich, wenn die Geschwindigkeit am Rechner deutlich zu langsam ist. LTE bietet eine Surfgeschwindigkeit von 100 Mbit/s und wird für zu Hause aktuell nur von der Deutschen Telekom und Vodafone angeboten. Sollten beide Netze vorhanden und für LTE ausgelegt sein, raten Experten zu einem Tarif der Telekom zu greifen. Beim ehemaligen Monopolisten surfen Nutzer ohne Einschränkungen, was bei Vodafone nicht der Fall ist.

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