Vorsicht, Hacker!

Passwort-Klau: Das müssen Sie jetzt wissen

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München - Erneut haben sich Kriminelle Millionen von E-Mail-Adressen und die dazu gehörigen Passwörter verschafft. Wir klären die drängendsten Fragen besorgter Internet-Surfer. 

Bei Ermittlungen stieß die Staatsanwaltschaft Verden auf 18 Millionen kompromittierte Online-Identitäten, darunter auch solche von deutschen Nutzern. Erst im Januar war der Diebstahl von 16 Millionen E-Mail-Konten bekannt geworden.

Wie kann ich feststellen, ob die Zugangsdaten für mein E-Mail-Konto geklaut wurden?

Anders als beim letzten großen Fund im Januar hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) bisher keine Website zur Überprüfung der eigenen E-Mail-Adresse eingerichtet. Die Behörde erklärte aber am Donnerstag, "mit Hochdruck" an einer Lösung zu arbeiten, um die vom Datenklau betroffenen Internetnutzer zu informieren.

Was kann passieren, wenn meine Identität gestohlen wird?

Die E-Mail-Konten werden oft genutzt, um mit Hilfe des eigenen Kontos andere Identitäten zu stehlen. Unangenehm ist das vor allem, weil häufig die Adressbuch-Funktion genutzt wird, um alle Bekannten anzuschreiben und beispielsweise um Geld zu bitten. Freunde, die einem dann vermeintlich Geld schicken, senden dies dem Unbekannten, der sich Zugang zum eigenen E-Mail-Konto verschafft hat. Wer Zugang zu fremden E-Mail-Konten hat, kann häufig auch über eine "Passwort vergessen?"-Funktion neue Passwörter zum Beispiel für das Konto beim Online-Shop anfragen und damit dann unerwünscht einkaufen.

Was sollte ich bei Passwörtern beachten?

Sind Passwörter leicht zu knacken, können Unbefugte etwa E-Mails lesen, Umsätze beim Online-Banking ansehen oder sich in Konten anderer bei sozialen Netzwerken einloggen. Sichere Passwörter enthalten möglichst Klein- und Großbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen. Je länger und individueller sie sind, desto schwieriger sind sie zu knacken. Passwörter sollten regelmäßig geändert werden. Außerdem empfiehlt es sich, für unterschiedliche Dienste unterschiedliche Passwörter zu benutzen.

Wie kann ich meinen Computer sicherer machen?

Neben einem Anti-Viren-Programm sollte auf jedem Computer ein Anti-Viren-Programm und auch eine Firewall installiert sein. Entsprechende Programme gibt es kostenlos im Internet. Die Programme müssen genauso wie das Betriebssystem und der Browser, der zum Betrachten von Internetseiten verwendet wird, regelmäßig aktualisiert werden.

Worauf sollte ich noch achten, wenn ich im Internet surfe?

Vorsicht ist vor allem dort geboten, wo Nutzer persönliche Daten preisgeben oder Dateien herunterladen. Inwieweit persönliche Daten mitgeteilt werden sollten, hängt vom Nutzungszweck ab. Um von einem Anbieter Informationen per E-Mail zu erhalten, ist nur die Angabe der E-Mail-Adresse nötig. Anbieter von Gewinnspielen etwa sammeln teils mehr Daten als sie benötigen, um diese weiterzuverkaufen. Wer online einkauft, muss natürlich seine Adresse angeben und oft auch seine Bankverbindung oder Kreditkartennummer. Bei Downloads - auch dem Herunterladen von E-Mail-Anhängen - sollten sich Nutzer immer versichern, von wo sie etwas laden. Ist die Herkunft unbekannt, sollten Nutzer die Finger von der Maus lassen.

Was passiert mit meinen Daten, die im Internet gesammelt werden?

Oft werden die Informationen für Werbung verwendet, die genau auf Nutzer zugeschnitten ist. Arbeitgeber nutzen das Internet häufig auf der Suche nach Informationen über Bewerber. Die leichtsinnige Preisgabe persönlicher Daten kann auch finanzielle Folgen haben. So nutzen Kriminelle immer wieder Kreditkarten- und Bankverbindungsdaten, um illegal Geld abzubuchen.

afp

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