Irre Namensfindung:

Darum nennen viele Amis ihre Kinder neuerdings "Ludwig"

New York - Wer einen Namen für sein Kind sucht, orientiert sich gerne an berühmten Menschen. Doch jetzt sind werdende Eltern in Amerika auf eine neue Inspirationsquelle gestoßen.

So gäbe es ja einige Ludwigs, nach denen man den Sprössling benennen könnte: Komponist Ludwig van Beethoven ist da sicher der weltweit bekannteste. Ob der Durchschnitts-Amerikaner schon einmal etwas von Bundeskanzler Ludwig Erhard, Trompeter Ludwig Güttler oder Erzähler Ludwig Thoma gehört hat, kann man hingegen nahezu ausschließen. Doch der Grund, warum immer mehr Amerikaner ihren Nachwuchs Ludwig nennen, hat nichts mit bedeutenden Personen aus der Geschichte deutscher Kultur oder Politik zu tun. 

Schuld hat vielmehr der Online-Fotodienst Instagram mit seinen Filterprogrammen, schreibt babycenter.com, eine Webseite, die seit fast 20 Jahren zu den beliebtestes unter Eltern in den USA zählt. Namen wie Lux, Juno, Ludwig und Willow hätten demnach in der Beliebtheit um bis zu 75 Prozent zugelegt. Für sie sei es beim näheren Nachdenken nicht überraschend: Millionen Eltern posten Bilder ihrer Neugeborenen - und stoßen dabei auf die Namen der Fotofilter.

Mit den Filterprogrammen kann man seine Fotos mit einem Klick heller oder bunter machen, verwaschen oder auf alt trimmen. Alle haben Namen - und den teilen sie sich jetzt mit immer mehr Babys. „Ludwig“ (macht Fotos etwas blasser) sei als Name 42 Prozent beliebter, Juno (für Außenaufnahmen) um 30 Prozent und Amaro (aufhellen) und Valencia (älter aussehen) bringen es auf plus 26 Prozent. Auch Reyes (bei Instagram „Rise“) und Kelvin wurden beliebter.

Spitzenreiter ist Lux, bei Instagram ein Programm zur Verbesserung des Bildes. Bei den Mädchen habe der Name nur etwas zugelegt, bei den Jungen aber um 75 Prozent.

Allerdings: Unter den Top 100 ist keiner dieser Namen.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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