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GameStop: Aktien-Chaos an der Börse – Elon Musk will Tradern schaden

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Von: Felix Herz

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Die Aktienkurse des Videospiel-Händlers GameStop haben einen dramatischen Kurs-Zuwachs erlebt. Grund soll ein Reddit-Post von Elon Musk sein, mit dem er Tradern schaden will, die gegen GameStop wetten.

So viel Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit wurde dem Videospielhändler GameStop wohl noch nie zuteil. Zwar handelt es sich bei dem US-Unternehmen um einen der weltgrößten Einzelhändler für Computerspiele und Unterhaltungssoftware, doch die aktuellen Schlagzeilen zu GameStop haben nur relativ wenig mit der Spielebranche an sich zu tun. Denn während sich die eigentliche Nachrichtenlage rund um Games und Konsolen derzeit vor allem mit den frustrierenden Lieferengpässen der Next-Gen-Konsolen* beschäftigen, steht GameStop selbst aktuell in der Mitte eines extremen Kräftemessens an der Börse und – gelinde gesagt – chaotischen Aktienzeiten.

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GameStop-Aktie wird zum Zentrum wilder Börsen-Spekulationen

Facebook schließt eine Nutzergruppe, Trade Republic unterbietet den Kauf der GameStop-Aktien, wichtige US-Senatoren schalten sich ein – dass in den letzten Tagen so Einiges los war rund um die GameStop-Aktien dürfte eine große Untertreibung sein. Was ist passiert? Einfach formuliert: Professionell betriebe Hedgefonds spekulieren teilweise darauf, dass bestimmte Aktien sinken. Durch sogenannte Leerverkäufe verdienen sie damit Geld. Das geschah nun auch bei GameStop, nur dass da mehr Leerverkäufe getätigt wurden, als tatsächlich Aktien verfügbar sind. Das wiederum fiel mehreren Kleinanlegern auf, die sich via verschiedener sozialer Netzwerke absprachen, und durch eine hohe Zahl von GameStop-Aktienkäufen den Kurs in die Höhe trieben, so berichtet tagesschau.de. Das Ergebnis: Milliardenverluste für die Hedgefonds, Chaos an der Börse, und einige Kleinanleger mit satten Gewinnen.

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Deutsche Börsenaufsicht und Politik schalten sich ein

Die Aufregung hat mittlerweile auch Deutschland erreicht. Laut br.de schaltete sich inzwischen die deutsche Börsenaufsicht BaFin ein – dessen Chef Felix Hufeld der SZ zufolge aufgrund des Wirecard-Skandals vom Bundesfinanzministerium vor die Tür gesetzt wurde – um den Fall wegen möglicher Marktmanipulation zu untersuchen. In den USA schalteten sich verschiedene republikanische und demokratische Senatoren ein und prüfen den Fall. Aktuellem Stand nach ist es jedoch schwierig, den sich im Internet anonym verabredeten Kleinanlegern etwas vorzuwerfen. Die nächsten Tage werden zeigen, inwiefern es tatsächliche Konsequenzen geben wird – für die Börse an sich sowie für die beteiligten Anleger. Was Unternehmer Elon Musk mit dem steigenden Aktienkurs zu tun hatte*, darüber berichtete ingame.de. (fh) *tz.de und ingame.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Redaktionsnetzwerks.

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Artikelquelle: tagesschau.de, br.de

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