Schadsoftware  BlackShades

Globale Razzia gegen Hacker: Fast 100 Festnahmen

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Preet Bharara, US-Staatsanwalt in New York, informierte am Montag in einer Presssekonferenz über die weltweiten Razzien gegen Hacker, die die Schadsoftware "BlackShades" benutzen.

New York/Berlin - Bei weltweiten Razzien gegen Nutzer der Schadsoftware BlackShades haben Ermittler knapp hundert Verdächtige festgenommen.

Die internationalen Ermittlungen in insgesamt 16 Ländern hätten sich gegen "die Entwickler, Verkäufer und Anwender des Programms gerichtet", teilten die europäischen Polizei- und Justizbehörden Europol und Eurojust mit. Nach ihren Angaben gibt es tausende Käufer des Schadprogramms, über das sich Computer und deren eingebaute Kameras unbemerkt fernsteuern lassen.

Hacker können mit Hilfe von BlackShades Internetseiten abstürzen lassen oder den gesamten Inhalt von Computern verschlüsseln und dann für deren Entschlüsselung Geld von deren Besitzern erpressen. Nach Angaben der Behörden liegt eine entsprechendes Erpresser-"Formular" dem Programm gleich bei.

Binnen zwei Tagen durchsuchten die Ermittler 359 Wohnungen unter anderem in den USA und Kanada, in Chile, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und der Schweiz. Insgesamt 97 Verdächtige wurden festgenommen und mehr als tausend Computer und Speicherträger beschlagnahmt. Auch "größere Mengen" an Bargeld sowie Drogen und illegale Waffen wurden beschlagnahmt.

Für nur 70 Euro soll BlackShades über einschlägige Seiten erhältlich sein. Einige der Festgenommenen sollen die Software französischen Justizangaben zufolge lediglich zum Hacken von Online-Videospielen genutzt haben. Andere hackten sich damit in Webcams oder Facebook-Accounts ein. Eurojust berichtete von dem Fall eines 18-jährigen Niederländers, der mit dem Programm mindestens 2000 Computer infizierte, um mit deren Webcams Frauen und Mädchen aufzunehmen.

AFP

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