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Udo Lindenberg: Konzert in Mannheim in ausverkaufter SAP Arena

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Von: Fabienne Schimbeno

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„Mal wieder alles klar!“: Udo Lindenberg bringt die SAP Arena in Mannheim am Samstagabend zum Beben. 10.500 Zuschauer besuchen das Mega-Konzert in der Quadratestadt. So krass war‘s:

Schwarzer Hut, dunkle Sonnenbrille und eine „schiefe Schnut“, wie man in Monnem sagen würde – so tritt Kult-Rocker Udo Lindenberg am Samstagabend (9. Juli) in der SAP Arena in Mannheim auf. Also quasi alles beim Alten. Nach drei Jahren Corona-Zwangspause geht der Sänger endlich wieder auf große Deutschland-Tournee – und macht seinen letzten Halt in der Stadt zwischen Neckar und Rhein:

NameUdo Lindenberg
Geboren am17. Mai 1946 in Gronau (Westfalen)
ElternGustav Lindenberg, Hermine Lindenberg
HitsAlles klar auf der Andrea Doria, Sonderzug nach Pankow, Horizont, Mein Ding uvm.

Mannheim: Udo Lindenberg gibt Konzert vor 10.500 Zuschauern in SAP Arena

Bereits vier Tage nach dem offiziellen Verkaufsstart für Udo Lindenbergs Tour „UDOPIUM“ waren schon 150.000 Tickets verkauft. Der Kult-Sänger zieht die Leute auch noch nach Jahrzehnten in die großen Hallen Deutschlands – so auch in Mannheim: 10.500 Besucher sind am Samstagabend in der SAP Arena am Start. Um kurz nach 20 Uhr beginnt Udos Mega-Show:

Mit der Titelmelodie des „Paten“ wird die Aufmerksamkeit der Zuschauer auf die Bühne gelenkt. Nachdem mehrere „falsche“ Udos aus einem auf die Leinwand projizierten Flugzeug mit dem Namen „PANIK 1“ steigen, schwebt der echte Udo Lindenberg mit einer Raumkapsel von der Decke herab.

„Schweineharte Zeit“: Udo Lindenberg bei Konzert in Mannheim über Corona-Pause

Mit seinen beiden Hits „Woddy Woddy Wodka“ und „Honky Tonky Show“ eröffnet der Kult-Sänger sein gigantisches Bühnenspektakel. Der 76-Jährige tänzelt in gewohnter Manier über die Fläche – seine giftgrünen Socken sind dabei kaum zu übersehen.

„Hallo Mannheim, danke für die Hammer-Begrüßung“, wendet sich Udo Lindenberg an sein Publikum. Die letzten drei Jahre seien für den Sänger eine „schweineharte Zeit“ gewesen. „Es war so harter Verzicht, Entbehrung, ja, es war ein Cold Turkey (kalter Entzug)“, sagt der Kult-Rocker auf seine direkte und schnoddrige Art. Doch jetzt gibt es endlich wieder die volle Dosis „Udopium“, die mit Hilfe des Panik-Orchesters verabreicht wird:

Udo Lindenberg: Panik-Rocker überzeugt mit spektakulärem Bühnenbild in Mannheim

Über zwei Stunden rockt Udo Lindenberg mit seinen Jungs, die ihn seit Beginn seiner Karriere begleiten, die Bühne. Songs wie „Cello“, „Sonderzug nach Pankow“ oder „Andrea Doria“ lassen alte Erinnerungen wach werden. Aber auch neue Lieder, wie seinen aktuellen Hit „Kompass“, gibt der Panik-Rocker zum Besten. Bei seinem Bühnenbild greift Udo Lindenberg mächtig in die Vollen:

Da schweben Cellistinnen in aufwändigen Gewändern vom Himmel herab, kiffende Flamingos wirbeln über die Bühne, sogar gleichgeschlechtliche Nonnen und Priester werden vom „Panik-Minister“ Udo miteinander vermählt – eine Szene, die seine Haltung zur gleichgeschlechtlichen Ehe ganz klar veranschaulicht. Bereits 2019 hat Udo Lindenberg mit seiner Bühnenshow in der SAP Arena in Mannheim die Menge begeistert.

Udo-Lindenberg-Konzert in Mannheim: Dieser Moment sorgt für Gänsehaut

Für einen besonderen Gänsehaut-Moment sorgt die Darbietung seines Songs „Wozu sind Kriege da?“: Zusammen mit dem Kinderchor „Kids on stage“ performt Udo Lindenberg das Lied, dessen Inhalt in dieser Zeit wieder aktueller denn je ist.

Die Kids stehen mit T-Shirts mit aufgedruckter Zielscheibe auf der Bühne. Aus vollem Hals singen sie für den Frieden, in der SAP Arena herrscht eine andächtige Stille.

Udo Lindenberg: Zusatzkonzert am 10. Juli in Mannheim

Am Ende von „Wozu sind Kriege da?“ gibt das Publikum tosenden Applaus. Überhaupt versteht es Udo Lindenberg seine „Panik-Familie“ mitzureißen: Mit seiner „UDOPIUM“-Tour schafft der Sänger den perfekten Spagat zwischen Ernsthaftigkeit und Unterhaltung. Für den Ausnahmekünstler steht fest: Er hat noch lange nicht genug!

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„Wir sehen uns 2046 auf großer Tour wieder!“, sagt er während seines Konzerts. Doch zuvor gibt Udo Lindenberg am Sonntag (10. Juli) erstmal noch ein Zusatzkonzert in der SAP Arena in Mannheim. Auch dann wird die Stadt zwischen Neckar und Rhein wieder zur Hauptstadt der „Bunten Republik Deutschland“. Hoffentlich passiert hier keine Panne, wie bei dem Lindenberg-Konzert in München: Dort hat nämlich kurz mal die Technik versagt, wie Merkur.de berichtet. (fas)

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