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Mannheimer Geschäftsmann in U-Haft – Tonnenweise Zigaretten und Shisha-Tabak geschmuggelt?

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Von: Peter Kiefer

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Mannheim/München - Weil er zig Millionen Zigaretten und tonnenweise Wasserpfeifentabak geschmuggelt haben soll, sitzt ein verdächtiger Mannheimer Geschäftsmann in U-Haft.

Einen ganz dicken Fang haben Zollbeamte in Bayern gemacht! Unfassbare 13,8 Millionen geschmuggelte Zigaretten und 13,5 Tonnen Wasserpfeifentabak haben die Ermittler des Zollfahndungsamtes München in Kooperation mit italienischen Zollbehörden in Deutschland und Italien sichergestellt. Verantwortlich für den Schmuggel soll ein Geschäftsmann aus Mannheim sein, wie das Zollfahndungsamt am Montag (10. Oktober) mitteilt. Er sitzt deshalb bereits seit August in Untersuchungshaft, wie die dpa berichtet.

Ein Zollfahnder steht in einer Verwahrstelle mit sichergestellten Schmuggelzigaretten.
Ein Zollfahnder steht in einer Verwahrstelle mit sichergestellten Schmuggelzigaretten. © picture alliance/dpa/Zollfahndungsamt München

Mannheimer Geschäftsmann für Schmuggel von Millionen Zigaretten und tonnenweise Wasserpfeifentabak verantwortlich?

Bereits seit dem Frühjahr dieses Jahres gehe das Zollamt München Hinweisen nach, so ein Sprecher. 3,2 Millionen der geschmuggelten Zigaretten (16.000 Stangen je 200 Stück) und 9,5 Tonnen des Wasserpfeifentabaks hat das Zollfahndungsamt München bereits am 23. August in einer Lagerhalle in Rheinland-Pfalz entdeckt. Beim Abtransport der Unmengen an Schmuggelware musste das Technische Hilfswerk (THW) den Zoll unterstützen.

Beamte haben daraufhin die Wohnung des Mannheimers durchsucht und zwei Schusswaffen mit Munition gefunden, für die der Verdächtige keine Erlaubnis hat. Im September haben italienische Behörden dann zwei Container mit weiterer unverzollter Ware im Hafen von Triest sichergestellt. Die Bilanz: 10,62 Millionen Schmuggelzigaretten (53.100 Stangen je 200 Stück) sowie über 4 Tonnen Wasserpfeifentabak. Sie dürften ebenfalls dem Beschuldigten zuzurechnen sein.

Zoll beschlagnahmt Millionen geschmuggelte Zigaretten – Mannheimer unter Verdacht

Nach derzeitigem Stand gehen die Ermittler davon aus, dass Zigaretten und Tabak per Schiff aus der Türkei nach Triest gebracht, mit dem Lastwagen weiter nach Deutschland transportiert und in Westeuropa verteilt werden sollten. Für die in Deutschland gefundene Schmuggelware soll der entstandene Steuerschaden (Zoll, Tabaksteuer und Einfuhrumsatzsteuer) bei mindestens einer Million Euro liegen.

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Der Tatverdächtige befindet sich auf Anordnung des Amtsgerichts Mannheim in U-Haft. Die Ermittlungen des Zollfahndungsamts München im Auftrag der Staatsanwaltschaft Mannheim wegen Verdachts des gewerbsmäßigen Schmuggels dauern an. Dem Zoll Stuttgart ist vor geraumer Zeit ein Riesen-Fund im Main-Tauber-Kreis (Baden-Württemberg) gelungen – ein Geheimraum voller Waffen. (dpa/pek)

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