Olympiahalle München

„Ist ein Skandal!“: Wieder schwere Vorwürfe – Protest vor Konzert von Xavier Naidoo

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Erneuter Antisemitismus-Vorwurf gegen Xavier Naidoo.

Xavier Naidoo - Auf seiner „Hin und Weg“-Tour wird der Sänger nicht allerorts mit offenen Armen empfangen: In München wird zum Protest gegen ihn aufgerufen.

  • Xavier Naidoo ist momentan auf „Hin und Weg“-Deutschland-Tour.
  • Münchner Bündnis ruft zu Protest während Xavier Naidoo Konzert auf.
  • Sie werfen dem Sänger aus Mannheim vor, antisemitisches Gedankengut zu verbreiten.

Seit Jahren wird der wohl berühmteste Sohn Mannheims von Skandalen und Kontroversen verfolgt. Viele Kritiker bezichtigen Xavier Naidoo des Antisemitismus und werfen ihm vor, Hass gegen Juden und andere Minderheiten zu schüren. Er selbst streitet diese Vorwürfe vehement ab und stand in der Vergangenheit deshalb schon mehrfach vor Gericht.

Momentan ist der Sänger aus Mannheim auf seiner „Hin und Weg“-Tour und plant dieses Jahr noch 12 Konzerte in ganz Deutschland. Doch Xavier Naidoo wird nicht allerorts mit offenen Armen empfangen: In München ruft das „Linke Bündnis gegen Antisemitismus“ zur großen Protestaktion auf während des Konzerts von Xavier Naidoo.

Xavier Naidoo: Erneute Antisemitismus-Vorwürfe gegen Sänger

Die Initiatoren der Aktion in München erheben schwere Vorwürfe gegen Xavier Naidoo: „Viel zu lange schon gießt Xavier Naidoo, einer der populärsten Künstler Deutschlands, Öl ins Feuer unserer Gesellschaft und erzeugt mit antisemitischen Aussagen unterschiedlichster Couleur ein Klima, in dem Anschläge wie die in Halle überhaupt erst möglich sind.“ Außerdem werfen sie dem Sänger vor, Verschwörungstheorien zu verbreiten, die den demokratischen Werten der Bundesrepublik widersprechen.

Xavier Naidoo kämpft schon lange gegen Antisemitimus-Vorwürfe, zuletzt im Oktober vor dem Oberlandsgericht Nürnberg. Dabei ging es darum, ob man Xavier Naidoo „Antisemit“ in der Öffentlichkeit nennen darf. Er beharrte auf sein Persönlichkeitsrecht und die Richter gaben ihm recht. Dass diese Rechtssprechung keine wesentliche Wirkung hat, zeigt der Fall in München.

Xavier Naidoo: Protestaktion während Konzert in München

Die Kundgebung beginnt am 1. Dezember um 20 Uhr in der Nähe der Olympiahalle in München. Es bleibt abzuwarten, wie viele Demonstranten sich dem Protest anschließen. Schon jetzt ist klar, dass das Thema für viele eine emotionale Herzensangelegenheit ist. Das Münchner Bündnis fasst zusammen: „Ihn jetzt noch, in Zeiten des wachsenden und sich verschärfenden Hasses auf Jüdinnen*Juden, öffentlichen Bühnen auftreten zu lassen, ist ein Skandal.“

Der Popularität Xavier Naidoos in seiner Heimatstadt Mannheim scheinen die Vorwürfe keinen Abbruch zu tun: Beim Konzert in der SAP-Arena wird ein ausverkauftes Haus erwartet. 

mw

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