Verschwörungsmythen über Telegram

Xavier Naidoo: Wahnsinnige Theorie zum Klimawandel – „Da war noch nie...“

Ein Screenshot aus dem Chat von Xavier Naidoo. 
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Xavier Naidoo bringt „Beweise“ gegen den Klimawandel. (Screenshot)

Xavier Naidoo teilt täglich Verschwörungsmythen über Telegram. In einem aktuellen Post leugnet er den Klimawandel – und schießt dabei - mal wieder - ein Eigentor.

Der Klimawandel ist eine der größten Aufgaben der heutigen Gesellschaft und betrifft uns alle – auch diejenigen, die ihn leugnen. Gerade das Schmelzen des Eises an den Polen und der damit verbundene Anstieg des Meeresspiegels stellt eine gewaltige Bedrohung dar. Beweise dafür hat auch das Forschungsschiff „Polarstern“ gesammelt, das am 12. Oktober nach einer Expedition ins ewige Eis wieder in Bremehaven angelegt hat. Verschwörungsideologen wie Xavier Naidoo glauben oft aber nicht an den menschengemachten Klimawandel und sehen dahinter eine Lüge der „Eliten“. Das will der Mannheimer auch auf Telegram beweisen – und leistet sich einen peinlichen Fehler.

Xavier Naidoo leugnet Klimawandel – alte Weltkarte als Beweis

Xavier Naidoo teilt am Freitagmorgen (23. Oktober) einen Beitrag, in dem es um einen Artikel geht. Dieser bezieht sich auf das britische Militär und die Sorgen um das schmelzende Eis in der Arktis. Wie so oft ist sich der Sänger sicher, die Wahrheit zu kennen, und kommentiert dazu: „Da war noch nie Eis.“ Darunter postet er eine Weltkarte aus dem Altertum. Da darauf nichts Weißes zu sehen ist, sei die Arktis „EISFREI“. Der Sänger ist mittlerweile bekannt dafür, dass er Verschwörungsmythen teilt – dazu gibt es auch einen Fakten-Check.

Xavier Naidoo bringt „Beweise“ gegen den Klimawandel. (Screenshot)

Xavier Naidoo leugnet Klimawandel: Sänger unterläuft peinlicher Fehler

Mit diesen Fakten bewegt sich Xavier Naidoo erneut auf ganz dünnem Eis. Erst vor kurzem ist er auf einen falschen Telegram-Kanal von Michael Wendler hereingefallen. Ob ihm dieses Mal sein Fehler bewusst ist? Denn die Weltkarte stammt aus dem 16. Jahrhundert und wurde vom Kartografen Gerhard Mercator geschaffen.

Was Xavier Naidoo wohl nicht weiß, ist der Ursprung seines „Beweises“. Denn Gerhard Mercator war zu seiner Zeit nicht nur als Kartograf tätig, sondern baute auch Globen. Der bekennende Flacherdler Naidoo, der auch nicht an den Weltraum glaubt, will seine These also mit der runden Erde beweisen. Da wird die Flat-Earth-Society rund um den Globus bestimmt aufschreien. Zudem die abermals wirre Argumentation von Xavier Naidoo: Gab es dort damals kein Eis, gibt es dort heute auch keines.

Xavier Naidoo leugnet Klimawandel: „Fridays for Future“ sind der Teufel

Ich habe mich da vor vielen Jahren schon schlau gemacht, als ich gefragt wurde, bei diesem Klimakonzert damals in Berlin mitzumachen. Da habe ich dem Veranstalter, Marek Lieberberg, gesagt, dass ich die Meinung nicht ganz teile und nicht mitmachen werde. Damals habe ich mir schon den berühmten Film ‚Climate Swindle‘ oder so was angeschaut, dann meine Nachforschungen gemacht und bin zu dem Schluss gekommen, dass CO2 nicht der großer Veränderer des Klimas ist, sondern sich die CO2-Werte erst im Anschluss an die Klimaveränderung verändern“, sagt Xavier Naidoo zu dem Thema Klimawandel. Im gleichen Video bezeichnet er die Bewegung von Greta Thunberg, Fridays for Future, als Sekte des Teufels – weil FFF für die Zahlen 666 stünde. (dh)

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