Jahrelange Freunde

Xavier Naidoo: Braucht er Hilfe? Ehemaliger Weggefährte Michael Mittermeier packt aus

Mannheim - Michael Mittermeier war lange mit Xavier Naidoo befreundet. Doch nun wendet sich der Comedian von ihm ab und verurteilt sein Verhalten:

Seit Ausbruch des Coronavirus ist Xavier Naidoo komplett durch den Wind. Er ist in einer Welt voller Verschwörungsmythen, verdrehten Wahrheiten und Hass gegen die Politik. Der Sänger aus Mannheim verbreitet ständig auf seinem Telegram-Kanal ständig neue Verschwörungserzählungen. Beispielsweise glaubt der 49-Jährige, dass die Erde flach ist, Corona ein Machtinstrument der Politik und Bill Gates ist und eine Sekte Kinder entführt, um ihr Blut zu trinken (die sogenannte QAnon-Theorie). Dass diese Mythen jeglicher Grundlage entbehren, kannst Du in diese, Fakten-Check nachlesen.

NameXavier Naidoo
Geburtstag2. Oktober 1971 (Alter 49 Jahre)
Beruf Soul- und R&B-Sänger, Songwriter, Komponist und Musikproduzent

Aber nicht nur Xavier Naidoo schwebt in völlig anderen Sphären, auch sein Freund Attila Hildmann macht mit kruden Verschwörungsmythen und Aufrufen zur Gewalt Schlagzeilen. Freunde des Mannheimers wenden sich seither von ihm ab – so auch Michael Mittermeier. Hier findest Du mehr News zu Xavier Naidoo.

Mannheim: Xavier Naidoo „braucht Hilfe“ – Michael Mittermeier entsetzt über Verhalten

In einem Interview mit dem Mannheimer Morgen, gibt der Comedian zu, dass er sich komplett von Xavier Naidoo abgewandt hat. Jahrelang hat der 54-Jährige den Sänger „reinen Herzens“ verteidigt. Mittermeiers Frau Gudrun hatte sogar mit Naidoo den Song mit dem Titel „On my way to mars“ aufgenommen. „Ich hatte das Gefühl, dass damals die Verhältnismäßigkeit der Anschuldigungen zu dem, was er eigentlich gesagt oder gesungen hat, nicht gegeben war“. Der Sänger aus Mannheim musste sich unter anderem wegen antisemitischer Aussagen vor Gericht verantworten. Die Richter sahen die Klage aber nicht als erwiesen an.

Michael Mittermeier wusste irgendwann von Xavier Naidoos kruden Weltvorstellungen. So war ihm bekannt, dass der 49-Jährige der QAnon-Theorie Glauben schenkte. Was dem Comedian aber nicht klar war, wohin „das bei Xavier führt.“ Als das Attentat von Hanau ganz Deutschland schockierte, kam Mittermeier an einen Wendepunkt. Der Täter glaube nämlich ebenfalls an Verschwörungsmythen. „Irgendwann kommt der Punkt, an dem das nicht mehr geht“, so Mittermeier über die Freundschaft zu Xavier Naidoo.

Er erklärt im Interview: „Wenn Attila Hildmann dich verteidigt, weißt Du, du hast was falsch gemacht. Deshalb sage ich ganz bewusst, ich konnte ihn verteidigen, natürlich kann ich das jetzt nicht mehr“ und fügt hinzu: „Leute wie Xavier, Attila und auch der Wendler – die brauchen professionelle Hilfe. Punkt.“

Mannheim: Xavier Naidoo hoffnungslos im Verschwörungs-Wahnsinn – Mittermeier distanziert sich

Michael Mittermeier gibt schließlich zu, dass er erst einmal keinen Kontakt mehr zu Xavier Naidoo haben wird und will. „Du kannst da nicht mehr viel diskutieren, wenn es um solche Verschwörungstheorien geht.“ Er kritisiert vor allem die Quellen, auf die sich die Mystiker beziehen. Außerdem mache ihm die ganze Thematik etwas Angst: „Du siehst in Amerika, dass QAnon auf dem Vormarsch ist. Das ist nicht ungefährlich“. (jol)

Rubriklistenbild: © Uwe Anspach/Henning Kaiser/picture/alliance/dpa

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