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Xavier Naidoo schützt Attila Hildmann nach Türkei-Flucht – „Bitte nehmt ihm...“

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Von: Daniel Hagen

Xavier Naidoo solidarisiert sich erneut mit Attila Hildmann. Nachdem der vegane Autor in die Türkei geflohen ist, nimmt der Sänger ihn in Schutz. 

Während immer mehr Verschwörungsideologen ins Ausland fliehen, hält Xavier Naidoo in Deutschland weiterhin die Stellung. Doch auf seinem Telegram-Kanal ist es eher ruhig geworden. Hin und wieder tätigt der Mannheimer umstrittene Äußerungen, die ganz großen Bomben lässt er aber nicht mehr platzen. Ob das daran liegt, dass gegen andere Ideologen wie den Sinsheimer Querdenker-Arzt Bodo Schiffmann oder Attila Hildmann bereits offiziell ermittelt wird? Beide haben aus diesem Grund das Land bereits fluchtartig verlassen – Schiffmann nach Afrika, wahrscheinlich Tansania, und Hildmann in die Türkei. Doch nun äußert sich Naidoo mal wieder zu dem veganen Autor aus Berlin. Über Telegram nimmt er Attila Hildmann in Schutz.

NameXavier Kurt Naidoo
Geboren2. Oktober 1971 in Mannheim
ElternEugene Naidoo, Rausammy Naidoo
AlbenNicht von dieser Welt, Live, Hin Und Weg, Telegramm für X

Xavier Naidoo: Attila Hildmann nach Türkei geflohen

Nach mehreren Wochen der Unklarheit ist mittlerweile bekannt, wohin Attila Hildmann geflohen ist, um sich der deutschen Justiz zu entziehen. „Attila Hildmann hält sich nach unseren Erkenntnissen derzeit in der Türkei auf. Mit der zeitnahen Vollstreckung des Haftbefehls wegen dringenden Verdachts der Volksverhetzung, der öffentl. Aufforderung zu Straftaten u. Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ist nicht zu rechnen“, schreibt die Generalstaatsanwaltschaft Berlin auf Twitter. Dass der vegane Kochbuchautor – wie angekündigt – für Deutschland einen „Kopfschuss“ kassieren wird, ist damit sehr unwahrscheinlich.

Stattdessen verhöhnt der gebürtige Berliner die deutschen Justizbehörden und wünscht ihnen über Telegram schöne Grüße aus seinem „Urlaub“. Auf dem gleichen Account leugnet der 39-Jährige zudem täglich den Holocaust und lässt seinem Antisemitismus freien Lauf. Zuletzt beschimpft Hildmann sogar Smudo und dessen Luca-App.

Xavier Naidoo bezeichnet Attila Hildmann als „Bruder im Geiste“

Für den sonst so friedvollen Xavier Naidoo scheinen der Hass und die Aggression, die Attila Hildmann auslebt, nicht so schlimm zu sein. In einer Sprachnachricht äußert sich der Mannheimer nun zu dem Berliner – und bezeichnet ihn als seinen „Bruder im Geiste“. Zudem nimmt Naidoo seinen Kumpel in Schutz. „Ich bin glücklich, dass er in Sicherheit ist, dass er sich wohlfühlt. Ich stehe weiterhin zu ihm“, sagt der ehemalige Sohn Mannheims.

So habe jeder Verschwörungsideologe seine „eigene Nische“ im Widerstand gefunden. Laut Xavier Naidoo habe Attila Hildmann zwar innerhalb eines Jahres viel bewegt, aber auch viel Energie verbrannt, die er nicht hätte verbrennen müssen. Den Hintergrund dafür sieht der Sänger darin, dass der vegane Autor erst spät „erwacht“ sei. Denn anders als Hildmann verbreitet Naidoo schon seit vielen Jahren Verschwörungsmythen über die flache Erde und ein besetztes Deutschland unter der „BRD-GmbH“.

Xavier Naidoo: Attila Hildmann zerstört jahrelange Arbeit

Bitte nehmt ihm das nicht übel. Er ist einfach ein blitzgescheiter Unternehmer“, bittet Xavier Naidoo. Ob der Mannheimer bei dieser Aussage auch bedacht hat, dass Hildmann innerhalb eines Jahres fast alles zerstört hat, was er sich über Jahre hinweg aufgebaut hat? So haben Läden dessen vegane Produkte aus dem Sortiment genommen und mindestens ein Lieferant die Zusammenarbeit mit dem Berliner eingestellt. Ob Hildmann seine Vegan Food Snackbar in Berlin von der Türkei aus wieder eröffnen kann, ist zudem sehr fraglich. Und so wie Xavier Naidoo, Michael Wendler und zuletzt auch Nena ist Attila Hildmann für das deutsche Fernsehen wohl nun ein zu heißes Eisen.

Xavier Naidoo: Sänger wünscht sich große Feier

Zum Ende seiner Sprachnachricht hofft Xavier Naidoo, dass er und Attila Hildmann sich endlich wieder in die Arme nehmen und mit vielen anderen eine große Party feiern können. Solange aber immer wieder tausende Querdenker auf der Straße ohne Mundschutz und Hygieneregeln demonstrieren – wie zuletzt in Kassel und wahrscheinlich auch am Sonntag (28. März) in Sinsheim – rückt dieses Szenario aber erst einmal in große Ferne. Außer, es sollte zuvor „hoch hergehen“, wie Naidoo weiter sagt. Denn auch dafür sei der 49-Jährige zu haben. Was er damit meint, ist unklar. Aber nachdem er und andere Ideologen Politiker als Schwerverbrecher bezeichnen und von einem besetzten Deutschland sprechen, kann man sich darunter schon etwas vorstellen. (dh)

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