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„Viel zu heiß“ in Mannheim – Schnee-Eulen im Waldvogelpark leiden unter Hitze

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Von: Madlen Trefzer

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Mannheim - Die Hitze-Dauerschleife macht nicht nur Menschen platt, sondern wird auch den Tieren des Waldes zum Verhängnis. So geht‘s den Vögeln im Käfertaler Wald:

Langsam neigt sich auch der heiße August dem Ende entgegen. Für die Vögel des Waldvogelparks am Karlstern inmitten des Käfertaler Waldes ist Gefiederwechsel angesagt. Die diesjährige Dauerhitze treibt auch die Waldvögel an ihre Grenzen. In ihren Volieren sitzend haben die beiden Schnee-Eulen ihre Schnäbel weit aufgerissen und atmen schwer. „Ihnen ist viel zu heiß“, erklärt Franz-Jens Progl, 2. Vorsitzender des Waldvogelparks in Mannheim.

Ehrenamtliche Helfer versorgen die Bewohner des Waldvogelparks in Mannheim

„Mehr als viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen, können die Vögel nicht an solchen heißen Tagen“, sagt Progl. Daher sei es besonders wichtig, den Tieren immer genug frisches Wasser zur Verfügung zu stellen. Dies sei eine der zentralen Aufgaben des Vogelparks. An einem Tag in der Woche werden immer die Gehege und auch der Park gereinigt – MANNHEIM24 trifft auf ehrenamtliche Helfer des Waldvogelparks am Karlstern.

Der 15-Jährige Benedikt ist einer der wenigen Helfer. Er erzählt uns, wie begeistert er von der Arbeit mit den Tieren ist: „An Vögeln fasziniert mich besonders die Vielfalt ihrer Arten und Farben“ Er selbst habe eine Sammlung von über 2.000 unterschiedlichen Federn. Behutsam sammelt er auch nun Feder für Feder in einem kleinen Beutel. Der 15-Jährige hat Glück – da die Waldvögel ihr Gefieder wechseln, findet er einige Exemplare, um seine Kollektion zu vervollständigen. 

Schauderhafte Begegnungen mit Jagdvögel sind für die Helfer des Parks kein Problem

Die seltensten Federn in seiner Sammlung gehörten einst Königsfasanen oder auch Blauen Ohrfasanen. Seine Arbeit mit wilden Vögeln verrichtet Benedikt bereits seit seinem 11. Lebensjahr. Großer Fan der Tiere sei er allerdings schon immer gewesen. Auch Franz-Jens Progl erinnert sich an seine ersten Jahre im Waldvogelpark am Karlstern. Besonders bleibt ihm in Erinnerung das schauderhafte Gefühl, zum ersten Mal das Gehege eines Jagdvogels zu betreten.

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Auch der 15-jährige Benedikt denkt an seinen ersten Moment von Angesicht zu Angesicht mit einem wilden Vogel. Doch er sei damals „viel zu aufgeregt, um auch nur eine Spur von Angst zu haben“. Mittlerweile könne er jeden gefiederten Bewohner des Vogelparks am Gesang erkennen. Wenn auch Du die vielen Eulen, Fasane und Kanarienvögel singen hören willst, bitte beachte, dass das Füttern aller Vögel im Waldvogelpark am Karlstern strengstens untersagt ist. Unsere Region hat übrigens tierisch viel zu bieten. Auch ein Besuch der Alpakafarm Hirtenaue lohnt sich: Es gibt nämlich Nachwuchs bei den Alpakas in Heidelberg. (mad)

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