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Videoüberwachung in Mannheim: 68 Kameras aktiv – Stadt und Polizei ziehen Bilanz

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Von: Peter Kiefer

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Videoüberwachung auf öffentlichen Straßen. (Symbolbild)
Videoüberwachung auf öffentlichen Straßen. (Symbolbild) © picture alliance / Lino Mirgeler/dpa

Mannheim – Insgesamt 68 Kameras überwachen trotz Kritik seit Jahren den öffentlichen Raum in der Quadratestadt. Jetzt ziehen Stadt und Polizei eine Zwischenbilanz:

Das Projekt ist von Anfang an umstritten in Mannheim – nicht nur bei Datenschützern. Jetzt haben Stadt und Polizei quasi eine Big-Brother-Bilanz gezogen. Hintergrund: Als das Pilotprojekt „Videoüberwachung Mannheim 2017“ ins Leben gerufen wurde, sollten die Fallzahlen in den drei Bereichen mit der höchsten Kriminalitätsbelastung gesenkt und somit die subjektive und objektive Sicherheit der Mannheimer*innen nachhaltig verbessert werden. Das positive Zwischenfazit: Die Anzahl der Straftaten in den von insgesamt 68 Kameras überwachten Bereichen ist in den letzten Jahren insgesamt zurückgegangen. Die bisweilen befürchtete Verlagerung der Kriminalitätsschwerpunkte in andere Stadtbezirke blieb dabei aus.
 
„Der Videoschutz in Mannheim wirkt!“, konstatiert Erster Bürgermeister und Sicherheitsdezernent Christian Specht (CDU): „Erfreulich ist neben dem deutlichen Rückgang der Kriminalitätsbelastung, dass die Videoüberwachung in verschiedenen Situationen dazu genutzt werden konnte, zügig polizeiliche Hilfe zu leisten und schwere Straftaten zeitnah aufzuklären.“ Erster Bürgermeister Christian Specht gibt zugleich zu bedenken, dass die Straßen- und Betäubungsmittelkriminalität im vergangen Jahr allgemein im gesamten Stadtgebiet zurückgegangen ist: „Diese allgemeine Entwicklung ist auf den Corona-Lockdown und die damit einhergehende Reduzierung der Sozialkontakte im öffentlichen Raum zurückzuführen“.

StadtMannheim
BundeslandBaden-Württemberg
Einwohnerzahl310.658 (Stand: 31. Dez. 2019)
Fläche144,96 km²
OberbürgermeisterDr. Peter Kurz (SPD)

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Mannheim: Videoüberwachung „auch künftig ein wichtiger Baustein im umfassenden Sicherheitskonzept von Stadt und Polizei“

Die intelligente Videoüberwachung zielt auf eine schnelle Echtzeit-Intervention ab. Polizeilich relevante Bewegungsabläufe, zum Beispiel gewalttätige Übergriffe, sollen schnell erkannt und an einen Videobeobachter weitergeleitet werden. Nach der Prüfung dieses Hinweises entscheidet der Polizeibeamte, ob und welche Maßnahme einzuleiten oder ob der Hinweis zu verwerfen ist. So kommt es im Gefahrenfall zu einer schnellen Hilfeleistung durch die Polizei und damit einhergehend auch zur zügigen Aufklärung von Straftaten sowie der Stärkung des Sicherheitsgefühls.

Ein Polizist sitzt im Polizeipräsidium Mannheim an einem Arbeitsplatz der sogenannten intelligenten Videoüberwachung. (Archivfoto)
Ein Polizist sitzt im Polizeipräsidium Mannheim an einem Arbeitsplatz der sogenannten intelligenten Videoüberwachung. (Archivfoto) © Uwe Anspach/picture alliance/dpa

Diese Stärkung des Sicherheitsgefühls ist auch in Mannheim festzustellen: Im repräsentativen Sicherheitsaudit der Stadt Mannheim aus dem Jahr 2020 schnitt diese mit der Schulnote 2,3 ab und mehr als die Hälfte der Befragten bejahte eine Verbesserung des subjektiven Sicherheitsempfindens.
 
Trotz der gesunkenen Kriminalitätsbelastung liegen in den videoüberwachten Bereichen weiterhin die gesetzlichen Voraussetzungen für einen Fortbetrieb der Kameras vor. „Die Videoüberwachung wird auch künftig ein wichtiger Baustein im umfassenden Sicherheitskonzept von Stadt und Polizei sein, um für ein lebenswertes Umfeld im öffentlichen Raum zu sorgen“, betont Specht. Das gelte insbesondere auch für die sogenannte intelligente Videoüberwachung in Form der Bewegungsmustererkennung. Das Polizeipräsidium Mannheim arbeitet in Kooperation mit dem Fraunhofer IOSB weiterhin daran, die Erkennungsrate der Algorithmus-basierten Bildauswertung zu verbessern. (PM/pek)

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