Mal wieder...

Staatsanwalt jagt Show-Mogul Hoffmann!

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Tänzer in der André Hellers Show „Afrika! Afrika!“, die Matthias Hoffmann veranstaltet (kl. Foto). 

Mannheim - Wie sich die Dinge doch wiederholen... Nein, nicht ganz: Diesmal wird gegen „Afrika! Afrika!“-Veranstalter Matthias Hoffmann (63) wegen Untreue ermittelt. Die schweren Vorwürfe:

Er kann es (scheinbar) einfach nicht lassen!

Die Staatsanwaltschaft Mannheim ermittelt mal wieder gegen „Afrika! Afrika!“-Veranstalter Matthias Hoffmann.

Der faszinierende Waterman.

Wie der „Mannheimer Morgen“ am heutigen Donnerstag berichtet, läuft gegen den 63-Jährigen und seine Frau Faiza C. Hoffmann (Geschäftsführerin) ein Strafverfahren wegen Insolvenzverschleppung und Untreue im Zuge von André Hellers Show „Afrika! Afrika!“.

Auch sollen laut „MM“ etliche Mitarbeiter nur Teile ihrer Löhne überwiesen bekommen haben – oder gar nichts. Manchen drohe sogar die Privatinsolvenz! Pfändungsversuche seien verpufft, weil einfach kein Geld mehr da sei.

Deshalb beschäftigen sich inzwischen Arbeits- und Landgericht in mehreren Prozessen um ausstehende Gehälter und offene Rechnungen.

„Wir prüfen derzeit die Vermögenslage des Unternehmens und ob es Straftaten gab“, bestätigte Erster Staatsanwalt Peter Lintz, Abteilung Wirtschaftsstrafsachen gegenüber dem „MM“.

Mehr als unschön: Auch die Heidelberger Stiftung von US-Präsident Barack Obamas Schwester Auma für afrikanische Kinder rennt mindestens 50.000 Euro hinterher – Hoffmann hatte der Stiftung 25 Cent pro verkaufter Eintrittskarte zugesagt.

Und André Hellers Wiener Firma „Artevent“ warte noch auf einen „sechsstelligen Betrag“, die Sellmedia GmbH Hamburg sitzt noch immer auf 15.000 Euro für Taxi-Werbung in Frankfurt, Hamburg und München. 

Dabei hatte man nach dem großen Finale der Tournee von „Afrika! Afrika!“ in der Mannheimer SAP Arena noch stolz „eine der erfolgreichsten Shows Europas“ mit rund vier Millionen Zuschauern verkündet.

Nicht Hoffmanns erster Ärger mit Justitia:

Im Mannheimer Landgericht sind Zivilprozesse anhängig.

Nach jahrzehntelangen Riesen-Erfolgen mit seiner 1972 als Student gegründeten Agentur „Hoffmann-Konzerte“ unter anderem mit Welt-Stars wie den „Drei Tenören“ Pavarotti, Carreras und Domingo wurde Hoffmann 1998 wegen Steuerhinterziehung (22 Millionen D-Mark) und Betrugs zu fünf Jahren und acht Monaten Haft verurteilt.

Nach zweieinhalb Jahren kam er wieder auf freien Fuß. Eine Betrugsklage wegen ‚falscher‘ Besucherzahlen beim Pink-Floyd-Konzert auf dem Hockenheimring wurde gegen Geldstrafe fallengelassen.

Und was sagt der Impresario zu den (neuerlichen) Vorwürfen?

„Die Afrikanische Zirkus- und Veranstaltungs-GmbH & Co. KG ist nicht zahlungsunfähig, da wir privat jederzeit hinter der Gesellschaft stehen, wenn sie Geld braucht“, so Hoffmann zum „MM“. Immerhin räumt er „einige zivilrechtliche Auseinandersetzungen" ein, doch dies sei „normal“.

Und wähnt hinter all dem „Rufmordkampagnen“, gegen die er sich verwahre. Darüber berichte man nicht...

MANNHEIM24 tut´s trotzdem! 

Mannheimer Morgen/pek

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