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„Abschreckende Strafen“ – CDU will hart gegen Vandalismus in Mannheim durchgreifen

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Von: Peter Kiefer

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Mannheim - „Vandalismus schadet allen“, bringt es Bürgermeisterin Pretzell auf den Punkt. Aufgrund der Zerstörungswut fordert die CDU-Gemeinderatsfraktion „abschreckende Strafen“:

Update vom 1. November: Die blinde Zerstörungswut vielerorts in Mannheim macht auch die CDU-Gemeinderatsfraktion wütend und betroffen! „Es ist richtig und wichtig, dass die Stadt und alle Betroffenen Anzeige erstatten,“ so der CDU-Fraktionsvorsitzende Claudius Kranz. „Polizei und städtische Polizeibehörde müssen Überwachung und Ermittlung hier deutlich erhöhen. Die Schäden sind aktuell so massiv, dass man hier nicht einfach zur Tagesordnung übergehen kann.“

Der Schaden für die Allgemeinheit sei enorm und müsse mit viel Geld der Bürger wieder behoben werden. Daher fordert die CDU die Verwaltung auf, alles zu unternehmen, um die Verursacher zu ermitteln und neben abschreckenden Strafen auch entsprechenden Schadenersatz geltend zu machen.

Auch der Belag der Calisthenics-Anlage an der Mannheimer Kurpfalzbrücke ist beschädigt.
Auch der Belag der Calisthenics-Anlage an der Mannheimer Kurpfalzbrücke ist beschädigt. © Stadt Mannheim

Es sei auch nicht nur der Schaden an und in öffentlichen und privaten Einrichtungen, Plätzen, Parks, Spielanlagen, der entsteht. Oft müssen aufgrund der Zerstörungen die Orte monatelang für Reparaturen gesperrt werden und können nicht mehr genutzt werden. So ist die Grillstelle am Karlstern gesperrt und am neu gestalteten Lindenhofplatz sind die Bänke unbenutzbar. Nicht weniger schwer wiegen die Verschmutzungen und Beschädigungen durch Schmierereien, Aufkleber und wilde Müllablagerungen auf vielen Plätzen in fast allen Stadtteilen.

Blinde Zerstörungswut in Mannheim – Unbekannte zerstören drei neue Parks und Plätze

Erstmeldung vom 31. Oktober: Es ist nicht nur äußerst ärgerlich, sondern vor allem auch sehr teuer, was unverbesserliche Vandalen immer wieder in Mannheim veranstalten. Öffentliche Plätze und Parks werden mutwillig beschädigt und verunstaltet. In zwei aktuellen Fällen, die den neu gestalteten Stempelpark und den Lindenhofplatz betreffen, hat die Stadt bereits Anzeige erstattet bzw. Kontakt mit der Polizei aufgenommen.

Vandalismus in Mannheim: Unbekannte beschädigen öffentliche Plätze und Parks

In einem dritten Fall, der die Calisthenics-Anlage unter der Kurpfalzbrücke betrifft, hat die Baufirma Anzeige erstattet. An der Calisthenics-Anlage kann man sich seit September letzten Jahres zum Krafttraining mit dem eigenen Körpergewicht treffen. Im Sommer musste der Stadtraumservice Mannheim den Gummibelag wegen Mängeln am Fallschutz austauschen.

Der zu diesem Zweck aufgestellte Bauzaun wurde teilweise umgeworfen und der neue, noch frische Belag wurde betreten. Fußspuren und Ritzereien haben den Belag so stark beschädigt, dass er erneut ausgetauscht werden muss.

Sanierter Stempelpark in Käfertal eimerweise mit Farbe besudelt

Im Stempelpark in Käfertal sind mehrere Eimer mit weißer Farbe auf den neuen Picknicktischen ausgekippt worden. Die Farbe wurde auch auf den Bänken in der Umgebung verteilt. Der Stempelpark war frisch saniert und erst am 14. Mai eingeweiht worden. Bereits vor der Eröffnung wurden Elemente des Bauzauns umgeworfen, beschädigt und zerstört, Spielgeräte wurden mit Graffiti beschmiert und die gesperrte, frisch angesäte Rasenfläche wurde betreten, was dem empfindlichen Graswachstum schadet.

Auf dem neu gestalteten Lindenhofplatz wurden die Kanten der Bankelemente durch Skateboarding zerkratzt. Die Kosten für den Ersatz der teuren Betonelemente mit den aufwändig abgerundeten Ecken liegen im hohen fünfstelligen Bereich. „Das sind Kosten, die letztlich die Allgemeinheit tragen muss“, sagt Oliver Sachs, Leiter der Abteilung Planung und Bau beim Stadtraumservice Mannheim.

In Mannheim wurden gleich mehrere öffentliche Plätze und Anlagen durch Vandalismus stark beschädigt. (Fotomontage)
In Mannheim wurden gleich mehrere öffentliche Plätze und Anlagen durch Vandalismus stark beschädigt. (Fotomontage) © Carsten Rehder/picture alliance/dpa; Stadt Mannheim

„Wir wägen daher ab, ob wir den Schaden beheben“, so Sachs weiter. Bereits während der Bauzeit gab es einen Vorfall, bei dem Unbekannte die Scheiben des Viktoriaturms und den davorliegenden Pflasterbelag beschädigt hatten. Eher einen Imageschaden hat das fehlerhafte Straßenschild für den Helmut-Schmidt-Platz verursacht, wo das falsche Geburtsdatum aufgedruckt war.

Skateboarder verschrammeln Sitzbänke am Marktplatz Rheinau

Auch am Marktplatz Rheinau haben Bürger gemeldet, dass Sitzbänke zum Skateboarding missbraucht wurden. Ein weiteres Problem auf allen öffentlichen Plätzen sind Graffiti und Abfälle, die nicht in die Müllbehälter entsorgt werden. Insbesondere Essens- und Getränkeverpackungen werden häufig einfach liegen gelassen. Die Grillstelle am Karlstern im Käfertaler Wald wurde im Laufe der letzten Jahre gleich mehrfach beschädigt. Sie ist derzeit wegen Vandalismus-Schäden unbrauchbar und geschlossen.

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„Vandalismus und Verschmutzung schadet allen“, macht Bürgermeisterin Prof. Dr. Diana Pretzell (Grüne) klar. „Es ist ein finanzieller Schaden, der die Allgemeinheit trifft. Wenn Anwohnerinnen und Anwohner mutwillige Beschädigungen nicht hinnehmen und dazu beitragen, dass wir diese Fälle aufklären können, hilft das uns allen.“ Zum Skateboardfahren gibt es stadtweit zwölf Skate-Anlagen, die man online über den Spielplatz-Finder auf www.gis-mannheim.de findet. (PM/pek)

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