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Nach Chemie-Unfall in Mannheim – Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Unbekannt

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Von: Teresa Knoll

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Mannheim - Der Einsatz im Hafen ist beendet, die Fässer sind nach zehn Tagen endlich geborgen. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft zur Ursache des Chemie-Unfalls.

Am Dienstag (23. August) reagieren Chemikalien, die in 200 Fässern der BASF im Mühlauhafen Mannheim gelagert sind. Der Einsatz dauert insgesamt 10 Tage, in denen der Container mit den Fässern ständig gekühlt werden muss, bevor sie geöffnet werden können. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, ermittelt die Staatsanwaltschaft zur Ursache gegen Unbekannt.

Ursache für Chemie-Unfall in Mannheim: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Unbekannt

Nach dem Chemieunfall am Mannheimer Hafen ist noch nicht abzusehen, ob und wann die Ursache für den Austritt giftiger Gase aus einem Überseecontainer gefunden wird. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagt der dpa, dass die Ermittlungen andauerten und eine Prognose über Art und Zeitpunkt ihres Abschlusses nicht möglich sei.

Die Mannheimer Behörde ermittelt, da der Verdacht der fahrlässigen Körperverletzung besteht. Im Moment richten sich die Ermittlungen gegen Unbekannt. 17 Menschen waren durch den Austritt giftiger Dämpfe aus dem Behälter am Dienstag vergangener Woche leicht verletzt worden.

Die Behörde hat einen Sachverständigen aus dem Fachgebiet Gefahrgut und Logistik mit Untersuchungen zur Klärung des Störfalls beauftragt. Der Chemiekonzern BASF, der die von ihm stammenden Fässer aus dem Container auf dem Werksgelände lagert, steht nach eigenen Angaben den Ermittlern mit Rat und Tat zur Seite.

Großeinsatz im Hafen in Mannheim: Wie es zu dem Chemie-Unfall kam

Der Chemie-Unfall ereignet sich am Dienstag (23. August) im Mühlauhafen in Mannheim. Das Hydrosulfit in den Fässern der BASF reagiert aus bisher unbekannter Ursache. Die Chemikalie neigt bei unsachgemäßer Handhabe zur Selbstentzündung. Die Folge: Bei der Verbrennung entstehen Schwefeldioxid und Schwefel. Atmet man Schwefeldioxid ein, kann es zur Reizung von Augen und Atemwegen kommen. Es wird vermutet, dass eine solche Reaktion in dem Container abgelaufen sein könnte.

Im Mühlauhafen kommt es zur Entwicklung einer Reizgaswolke, bei der 17 Personen verletzt werden. Zeitweise müssen Anwohner ihre Fenster und Türen geschlossen halten. Das Stadtgebiet wird gesperrt, der Verkehr kommt teilweise zum Erliegen. Der Container wird mit Rheinwasser besprengt, bevor er ohne größere chemische Reaktionen geöffnet werden kann. Nach 10 Tagen ist der Großeinsatz beendet.

Chemie-Unfall in Mannheim
Über eine Woche später, am Mittwoch (31. August) beginnt die Entladung des betroffenen Containers. © Marvin Riess/Einsatz-Report24

Nach Chemie-Unfall in Mannheim: BASF zieht Schlüsse aus Umgang mit Chemikalie

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Die knapp 200 Fässer mit Hydrosulfit sollten in die Türkei verkauft werden. Aus den Ergebnissen der Experten will die BASF Schlüsse zum künftigen Umgang mit dem Bleichmittel für die Textilindustrie ziehen. Im Jahr verkauft das Unternehmen mehrere Tausend Tonnen davon. Die beschädigte Ladung in dem Container umfasste 22 Tonnen. (dpa/resa)

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