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Universitätsmedizin Mannheim: Neuer Mega-Campus! Das ist für Forschung und Lehre geplant

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Von: Peter Kiefer

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Das Uniklinikum Mannheim passt sein Sicherheitskonzept aufgrund der verschärften Corona-Situation an.
Das Uniklinikum Mannheim bildet gemeinsam mit der Medizinischen Fakultät der Uni Heidelberg die Universitätsmedizin Mannheim. © MANNHEIM24/Peter Kiefer

Mannheim – Immer mehr Studierende, immer weniger Platz! Deshalb bauen Uniklinikum Mannheim und Universität Heidelberg einen neuen Mega-Campus in der Quadratestadt:

Es tut sich was am wichtigen Medizinstandort Mannheim! Das Uniklinikum Mannheim und die Medizinische Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg bilden zusammen die Universitätsmedizin Mannheim. Die Fakultät, die 2006 zur Vollfakultät ausgebaut wurde, ist dabei für den Bereich der medizinischen Forschung und für die Ausbildung des ärztlichen Nachwuchses verantwortlich. Die Gesamtanzahl der Studierenden ist bereits jetzt auf rund 1.800 angewachsen und pro Studienjahr werden 270 angehende Medizinerinnen und Mediziner ausgebildet. Aktuell sind an der Universitätsmedizin Mannheim rund 5.200 Mitarbeitende beschäftigt, davon etwa 900 an der Medizinischen Fakultät Mannheim.
 
Um dem Auftrag zu Forschung und Lehre in der Medizin bei steigenden Studierendenzahlen und beim Ausbau der Forschung auch künftig am Standort Mannheim gerecht werden zu können, soll östlich der Röntgenstraße – zwischen dem Campus des Universitätsklinikums und den bereits entwickelten Flächen des MMT-Campus – ein neuer Forschungs- und Lehrcampus entstehen. Hierfür soll für das Plangebiet, das sogenannte „Karcher-Gelände“ einer ehemaligen Friedhofsgärtnerei, ein neuer Bebauungsplan aufgestellt werden. Nach dem Aufstellungsbeschluss im September 2018 gaben die Stadträte im Ausschuss für Umwelt und Technik nun grünes Licht für die Offenlage des Entwurfs.

StadtMannheim
BundeslandBaden-Württemberg
Einwohnerzahl309.721 (31. Dez. 2020)
Fläche144,97 km²
OberbürgermeisterDr. Peter Kurz (SPD)

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Universitätsmedizin Mannheim: Neuer Forschungs- und Lehrcampus wird gebaut

„Als Stadt wollen wir nicht nur gute Lebensräume für die Menschen schaffen, sondern unterstützen auch den Fortschritt in der Wissenschaft. Durch den neuen Campus kann die derzeit auf und zum Teil auch außerhalb des Klinikgeländes verstreute Forschungs- und Lehrinfrastruktur in unmittelbarer Nähe des Klinikums zusammengeführt und für die Studierenden ein eigener identitätsstiftender Raum geschaffen werden. Dabei erfährt das weitgehend brachliegende, vorübergehend als Parkplatz genutzte Grundstück mitten im Stadtgebiet eine sinnvolle Nutzung“, bewertet Baubürgermeister Ralf Eisenhauer (SPD).

Mannheims Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz (SPD) ergänzt: „Der neue Campus ist eine weitere Zielmarke in Richtung der geplanten Fusion. Gleichzeitig bildet diese Entwicklung einen zentralen Baustein im Innovations- und Transferökosystem für die Gesundheitswirtschaft am Standort Mannheim und ergänzt die Investitionen anderer öffentlicher und privater Investoren hierfür ideal.“

Mannheim: Neuer Medizinstandort – was auf 1,7 Hektar entstehen soll

Das Land Baden-Württemberg hat das Gelände der ehemaligen Gärtnerei Karcher bereits vor mehreren Jahren aus privatem Besitz gekauft. Die Universitätsklinikum Mannheim GmbH hat gemeinsam mit der Medizinischen Fakultät Mannheim, die Teil der Universität Heidelberg ist, sowie mit Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Mannheim Heidelberg, einen Masterplan für die weitere Entwicklung des Universitätsklinikums und der Medizinischen Fakultät ausgearbeitet. Für die rund 1,7 Hektar große Fläche wurde ein einstufiger, nichtoffener Realisierungswettbewerb mit Ideenteil ausgeschrieben, bei dem die Stadt auch im Preisgericht vertreten war. Die Gewinner des Wettbewerbs, das Büro wörner traxler richter aus Frankfurt, erarbeiten aktuell das Bebauungskonzept parallel zur Aufstellung dieses Bebauungsplans.
 
Das Konzept für den südlichen Teilbereich der Fläche besteht aus drei eigenständigen Baukörpern, die sich um einen Campusplatz gruppieren. Die Bebauung ist ab dem umgebenden Straßenniveau vier- bis sechsgeschossig. Im nördlichen Teilbereich an der Cheliusstraße entsteht als Pendant ein weiteres Gebäude. Die denkmalgeschützten Gebäude Kesselhaus und Desinfektionsanstalt bleiben erhalten und werden in die Konzeption einbezogen. Auf eine ausreichende Begrünung – auch auf Dächern – wird geachtet. An der Röntgenstraße bleiben mehrere große prägende Bäume erhalten. (pek/PM)

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