Millionen in neue Technik investiert

Unimedizin im Kampf gegen Krebs weit vorne

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Universitätsmedizin Mannheim rüstet im Kampf gegen Krebs auf

Mannheim - Fast 6,5 Millionen Euro investiert die Universitätsmedizin Mannheim in den Kampf gegen Krebs. Und ist damit in Deutschland weit vorne. Die Details.

Gleich mit mehreren Hightech-Geräten hat die Universitätsmedizin Mannheim (UMM) aufgerüstet. Die Chancen auf Heilung von Krebs steigen damit deutlich. 

Rund fünf Millionen Euro konnte die Uniklinik für Strahlentherapie investieren. Das Team von Professor Frederik Wenz verfügt nun über ein sogenanntes "Gamma Knife". Mit diesem Gerät gehen die Ärzte gegen Tumore im Kopf vor. 

Strahlentherapeut Professor Dr. Frederik Wenz (links) und Urologe Professor Dr. Maurice S. Michel.

Aus fast 200 Strahlenquellen wird mit hoher Präzision ein millimetergroßer Punkt im Kopf bestrahlt. Umliegendes Gewebe wird geschont. Damit geschieht eine Operation im Kopf, ohne dass der Schädel geöffnet werden muss. Und noch besser: Meistens kann der Patient am nächsten Tag schon nach Hause gehen. 

Aktuell wird das "GammaKnife" aufgerüstet. In den kommenden Monaten wird ein Computer-Tomograph (CT) eingebaut. Damit können die Ergebnisse der Bestrahlung besser festgehalten und ausgewertet werden. Davon profiitiert auch die Forschung an der Uniklinik Mannheim. Europaweit ist damit die UMM weit vorne.

Universitätsmedizin Mannheim rüstet im Kampf gegen Krebs auf

Ähnlich weit vorne ist der Fachbereich Urologie mit seinem neuen Großgerät. Professor Maurice S. Michel und sein Team können nun Tumore in der Prostata - die häufigste Krebserkrankung bei Männern - mit dem Diagnosegerät "Artemis" analysieren und dem neuen Therapieverfahren "Focal One" bekämpfen. Dies ist in Deutschland einzigartig. 

"Artemis" ist vereinfacht ausgedrückt ein Roboter, der die Entnahme von Tumorgewebe erleichtert und deutlich präziser macht. Damit wird die Grundlage für Schritt 2 geschaffen: Über das "Focal One"-System wird mit hochintensiven Ultraschallwellen das Tumorgewebe so stark erhitzt, dass es zerfällt. Diese Therapie wird bei gering aggressivem Krebs angewandt, der begrenzt ist. Die rund 1,3 Millionen Euro teure Investition wurde mit Mitteln aus derViktor und Sigrid Dulger Stiftung aus Heidelberg und eigenen Mitteln der Uniklinik Mannheim möglich. 

vp

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