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Uniklinikum Mannheim: Ministerin Bauer wirbt für millionenschwere Finanz-Spritze

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Von: Fabienne Schimbeno

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Mannheim - Die angeschlagene Uniklinik soll nach dem Willen von Wissenschaftsministerin Theresia Bauer eine Millionen-Spritze erhalten. So viel Geld schlägt sie vor:

Das Universitätsklinikum Mannheim ist seit Jahren finanziell gebeutelt. Hintergrund: Anders als andere Universitätskliniken in Baden-Württemberg wird die Uniklinik Mannheim nicht vom Land, sondern von der Stadt getragen. Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) wirbt deshalb jetzt für eine Überbrückungshilfe von knapp 38 Millionen Euro:

StadtMannheim
BundeslandBaden-Württemberg
Einwohner309.370 (Stand: 2019)
Fläche145 km²
OberbürgermeisterDr. Peter Kurz (SPD)

Uniklinik Mannheim: Theresia Bauer für Finanzspritze von knapp 38 Millionen Euro

Wie die „Heilbronner Stimme“ und der „Südkurier“ unter Berufung auf ihre Kabinettsvorlage berichten, will Bauer damit negative Auswirkungen auf Krankenversorgung, Wissenschaft und Wirtschaft im Rhein-Neckar-Raum vermeiden.

„Das in städtischer Trägerschaft befindliche Universitätsklinikum Mannheim befindet sich seit Jahren in einer wirtschaftlichen Schieflage, die sich durch die Corona-Pandemie weiter verschlechtert hat“, stellt Bauer in der Vorlage für die Kabinettssitzung am kommenden Dienstag fest – die Wissenschaftsministerin war zuletzt für die Oberbürgermeisterwahl 2022 in Heidelberg nominiert worden.

Das Universitätsklinikum Mannheim am Neckar.
Das Universitätsklinikum Mannheim am Neckar. © MANNHEIM24/Peter Kiefer

Uniklinik Mannheim: Fusion mit Universitätsklinikum Heidelberg gescheitert

Die Universitätskliniken in Freiburg, Heidelberg, Tübingen und Ulm befinden sich hingegen in Trägerschaft des Landes. Mit den 37,7 Millionen Euro sollen die coronabedingten Zusatzbelastungen in Mannheim im Jahr 2021 beglichen werden, die nicht durch Ausgleichszahlungen von Bund, Land und Kostenträgern gedeckt worden seien, so die Grünen-Politikerin.

Eine Fusion der beiden Krankenhäuser in Heidelberg und Mannheim war kürzlich gescheitert. Stattdessen ist jetzt ein Klinikverbund der Unikliniken Mannheim und Heidelberg geplant.

Klinikverbund Mannheim/Heidelberg: OB Würzner enttäuscht

„So kommen wir unserem Ziel näher, mit einer gestärkten Universitätsmedizin im Rhein-Neckar-Raum die Region als Leuchtturm der Gesundheits- und Lebenswissenschaften auf ein stabiles Fundament zu stellen“, befürwortete Staatssekretär Florian Hassler (Grüne) den geplanten Verbund in der Vergangenheit.

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Heidelbergs Oberbürgermeister Eckart Würzner zeigt sich dagegen enttäuscht über die Entscheidung der Landesregierung, vorerst keine wirkliche Fusion anzugehen: „Das ist viel zu kurz gesprungen. Es geht eben nicht nur um eine Sanierung des Mannheimer Universitätsklinikums“, so der OB.

„Minimallösung“: SPD-Landtagsabgeordneter Fulst-Blei über Klinikverbund

Es sei das erklärte Ziel gewesen, die Metropolregion mit einer Life-Science-Alliance in die Liga der besten Medizinstandorte der Welt zu führen, erklärt er weiter. Auch SPD und FDP im Landtag sehen die Entscheidung als Absage an eine Fusion:

„Die grün geführten Ministerien haben sich über Monate gegenseitig blockiert, herausgekommen ist eine Minimallösung eines sogenannten Klinikverbundes“, so etwa die Einschätzung des Mannheimer SPD-Landtagsabgeordneten Stefan Fulst-Blei. (fas/dpa/PM)

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