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Ukraine-Flüchtlinge in Mannheim: Ehemalige Bundeswehr-Wohnungen auf Franklin werden Wohnraum

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Von: Teresa Knoll

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Für einige Ukraine-Flüchtlinge hat die Stadt Mannheim eine Zwischenunterkunft gefunden: Sie sollen in ehemaligen Studentenbuden der Bundeswehr auf Franklin wohnen.

Geflüchtete aus der Ukraine, die schon seit einigen Monaten in Mannheim wohnen, finden im Stadtteil Franklin ein neues Zuhause. Bis die Gebäude abgerissen werden, können die Flüchtlinge dort in Wohnungen untergebracht werden, die bei der Bundeswehr ehemals als Studentenbuden genutzt wurden. Noch bis Dezember werden die Unterkünfte für die Menschen vorbereitet, wie die Stadt Mannheim in einer Pressemitteilung berichtet.

Mannheim: Unterkunft für Ukraine-Flüchtlinge – Nutzung früherer Bundeswehr-Wohnungen auf Franklin

In sieben Wohngebäude im Stadtteil Franklin ziehen nach und nach geflüchtete Menschen aus der Ukraine ein. Bis zu 1.000 Bewohner können in den Wohneinheiten unterkommen. Mit Stand Ende Oktober leben bislang circa 200 Menschen dort. Die Wohnungen sind für diejenigen Ukrainer vorgesehen, die bereits seit mehreren Monaten in Mannheim gemeldet sind und bislang vorübergehend in von der Kommune getragenen Unterkünften oder Hotelzimmern versorgt waren.

 Noch bis Dezember werden die Wohngebäude auf FRANKLIN Zug um Zug von der GBG im Auftrag der Stadt Mannheim für die Unterbringung der Menschen aus der Ukraine vorbereitet. Die Gebäude wurden zuvor von der Bundeswehr als Studierendenunterkünfte genutzt. Erst Anfang Oktober hat die Stadt Mannheim eine neue Erstaufnahmestelle für Ukraine-Flüchtlinge eingerichtet.

Umgestaltung von US-Militärflächen
Früherer Bundeswehr-Wohnungen auf Franklin werden Wohnraum für Ukraine-Flüchtlinge. (Symbolfoto) © Uwe Anspach/dpa

Fläche zur Zwischennutzung vermietet – danach folgt Abriss

Nach Auszug der letzten Mieter hat die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) diese Fläche im August an die MWSP (Stadtentwicklungsgesellschaft Mannheim) übergeben. Diese vermietet sie nun zur Zwischennutzung an die Stadt, bis die Gebäude spätestens 2026 abgerissen werden. Im Rahmen der Entwicklung eines Gewerbegebiets im Quartier Columbus soll dort ein Möbelhaus entstehen.

Nutzung früherer Bundeswehr-Wohnungen auf Franklin – 3.600 Ukrainer in Mannheim registriert

In Mannheim sind aktuell insgesamt rund 3.600 Ukrainer registriert. In Anbetracht der Fortdauer des Krieges ist für viele von ihnen die Hoffnung, möglichst schnell in ihr Heimatland zurückkehren zu können, in die Ferne gerückt. Die Arbeit der städtischen „Ukraine Taskforce“ war in den ersten Monaten nach Ausbruch des Krieges davon geprägt, eine akute Unterbringung für die ankommenden Menschen sicherzustellen. Im Folgenden geht es darum, den geflüchteten Menschen im ehemaligen Studentenwohnheim mietfähigen Wohnraum anzubieten.

„Vor dem Hintergrund einer hohen Wohnungsnachfrage wollen wir den verschiedenen Interessenten auf dem Wohnungsmarkt gerecht werden und zusätzliche Angebote schaffen. Mit den ehemaligen Wohnheimen der Bundeswehr können wir den geflüchteten Menschen ad hoc ein Zuhause anbieten“, erklärt Bürgermeister Ralf Eisenhauer. An alle, die Ukraine-Flüchtlinge bei sich aufnehmen, zahlt die Stadt Mannheim eine Energiekosten-Pauschale.

Wohnungen für Ukraine-Flüchtlinge in Mannheim: Angebote für Kinder und Unterricht im Franklin

Aktuell liegt noch keine genaue Zahl vor, wie viele Kinder und Jugendliche unter den Zuziehenden sein werden. Die Stadt Mannheim als Schulträger befindet sich in engem Austausch mit dem Staatlichen Schulamt Mannheim. Zuziehende Schulkinder sollen abhängig von den zur Verfügung stehenden Plätzen in der Franklinschule und in den umliegenden Grundschulen unterrichtet werden. Die Franklinschule wird für ein paar Jahre sechszügig sein – es wird also sechs Klassen pro Jahrgang geben.

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Um eine Alternative zu institutionellen Kindertageseinrichtungen für Kinder, die zwischen null und sechs Jahren alt sind, anbieten zu können, hat die Stadt Mannheim in enger Zusammenarbeit mit freien Trägern der Jugendhilfe und der Wohlfahrtsverbände stadtweit zahlreiche niedrigschwellige Eltern-Kind-Treffs geschaffen. Wenn sich nach dem Zuzug ins Columbus-Quartier auf Franklin ein entsprechender Bedarf ergibt, wird die Stadt ein passendes Angebot möglichst ortsnah anbieten. (pm/resa)

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