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Mannheim: Polizei geht auf Poser-Jagd – „Vermeidung unnötigen Lärms“

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Von: Josefine Lenz

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Mannheim - Am „Car-Friday“ nimmt die Polizei die Poser-Szene ins Visier. Einige Autofahrer gehen den Beamten dabei ins Netz. Die Bilanz:

Seit 28. März ist die neunköpfige Ermittlungsgruppe Poser im nun siebten Jahr in Folge wieder im Einsatz und kann sich am gestrigen Karfreitag, welcher in der Tuningszene besser bekannt ist als „Car-Friday“, erneut beweisen. Insgesamt sieben Beamte kontrollieren im Bereich des Polizeipräsidiums Mannheims in der Zeit zwischen 16 und 24 Uhr insgesamt 39 Fahrzeuge und 63 Personen.

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Mannheim: „Car-Friday“ – Polizei geht auf Poser-Jagd

Bei 19 Autos stellen die Beamten Beanstandungen fest, in 15 Fällen leiten die Spezialisten Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen die Fahrer ein. Sechs Personen fallen mit ihren hochmotorisierten Wagen im Verlauf des Tages durch unnötige Lärmverursachung auf, was ebenfalls konsequent zur Anzeige gebracht wird. Ein 27-jähriger Audi-Fahrer gerät beispielsweise gegen 18 Uhr in das Visier der Ermittler, nachdem er in der Kunststraße mehrere Gasstöße abgibt.

Bei der im Anschluss durchgeführten Kontrolle kommt dann noch heraus, dass die am Audi verbauten Distanzscheiben nicht eingetragen sind. Der Mann zeigt sich nach einem Gespräch einsichtig und räumt den Verstoß ein. Zusätzlich erlischt an diesem Fahrzeug sowie an sieben weiteren Autos, die im Verlauf des Tages kontrolliert werden, die Betriebserlaubnis. Alle Betroffenen müssen dementsprechend mit Ordnungswidrigkeitenanzeigen rechnen.

Am Mercedes des Unfallverursachers wurde Distanzscheiben an den Achsen ohne Betriebserlaubnis entdeckt. (Symbolfoto)
Am Mercedes des Unfallverursachers wurde Distanzscheiben an den Achsen ohne Betriebserlaubnis entdeckt. (Symbolfoto) © Boris Roessler/picture alliance/dpa

Mannheim: Poser-Kontrolle an Karfreitag – mehrere Verstöße festgestellt

Drei Strafanzeigen sind das weitere Ergebnis des Kontrolltages. Zwei Männer fahren ohne Führerschein, ein Fahrzeugführer muss sich wegen eines Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz verantworten. Im Übrigen werden an neun Fahrzeugen Mängel erkannt, welche nicht sofort behoben werden können. Die betroffenen Fahrzeugführer müssen diese bis zu einer festgelegten Frist beheben und ihr Fahrzeug nochmals bei der Polizei vorzeigen.

Gegen 17:30 Uhr fällt ein 33-Jähriger in der Mannheimer Innenstadt zunächst einmal durch unnötigen Lärm aufgefallen. Nachdem die Beamten den Mann angehalten haben, kann dieser nur eine ausländische Fahrerlaubnis vorweisen, welche in Deutschland bereits ihre Gültigkeit verloren hat. Darüber hinaus befindet sich im Wagen ein Kind ohne jegliche Sicherung. Die Fahrt ist für den Mann schließlich beendet. Gegen ihn wird nun wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis ermittelt.

Polizeipräsident über Poser-Kontrolle in Mannheim: „Vermeidung unnötigen Lärms“

Am Ende des Kontrolltages resümiert Polizeipräsident Siegfried Kollmar: „Nicht nur die Sicherheit des Verkehrs in den Innenstädten ist mir wichtig, sondern auch die Vermeidung unnötigen Lärms, besonders auch in den Nachtstunden. Mit der gestrigen Auftaktaktion der Ermittlungsgruppe Poser haben wir bereits ein deutliches Zeichen gegen Personen gerichtet, welche meinen sich nicht an die Regeln im Straßenverkehr halten zu müssen.“

Die Ermittlungsgruppe Poser setzt ihren Dienst in den kommenden Monaten bis in den späten Herbst hinein fort. Neben dem Stadtgebiet Mannheim stehen auch der Heidelberger Raum und der Rhein-Neckar-Kreis im Fokus. Bereits in den letzten Monaten hat die Ermittlungsgruppe immer wieder Poser ins Visier genommen. (pol/jol)

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