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Sammelsystem für Zigarettenkippen in Mannheim – 75 Euro Bußgeld sparen

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Von: Peter Kiefer

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Mannheim - Mit einem neuen Sammelsystem für Zigarettenkippen können die giftigen Reste der Glimmstängel fachgerecht entsorgt werden. Wie und wo das in Mannheim geht:

Zigarettenkippen in Mannheim achtlos wegwerfen kostet nicht nur 75 Euro Bußgeld, wenn man erwischt wird – der kleine Sondermüll braucht auch bis zu 15 Jahre, bis er in freier Natur verrottet. Doch das muss nicht sein! Denn in der Quadratestadt können die Stummel der Glimmstängel jetzt professionell entsorgt werden.

Umweltschutz in Mannheim: So werden Zigarettenkippen korrekt entsorgt

Zigarettenkippen sind nicht nur hässlich und aufwendig zu entfernen, sie sind auch ein großes Problem für Umwelt und Gesundheit, da die Filter viele giftige Stoffe beinhalten und aus Plastik sind. Im Zuge der Plastikstrategie und der Sauberkeitsoffensive ist der Stadtraumservice Mannheim seit Mai 2022 Mitglied des bundesweit tätigen Vereins „TobaCycle“. Der hat ein Sammelsystem für Zigarettenkippen entwickelt, um sie der Verwertung zuzuführen. Bei den beiden Mannheimer Recyclinghöfen können nun getrennt gesammelte Zigarettenkippen abgegeben werden.

„Zigarettenkippen, die einfach auf dem Boden landen sind nicht nur ein ästhetisches Problem, sondern vor allem ein umwelt- und gesundheitsgefährdendes. Denn Zigarettenkippen sind hochgiftiger Plastikmüll, sie müssen wie Sondermüll behandelt werden und sollten getrennt entsorgt werden“, erklärt Markus Roeingh, Mitglied der Eigenbetriebsleitung des Stadtraumservice.

Überall in Mannheim ein Ärgernis – jetzt können Zigarettenkippen bei zwei Recyclinghöfen fachgerecht entsorgt werden. (Fotomontage)
Überall in Mannheim ein Ärgernis – jetzt können Zigarettenkippen bei zwei Recyclinghöfen fachgerecht entsorgt werden. (Fotomontage) © Jens Kalaene/picture alliance/dpa; Stadt Mannheim

Mannheim: Eine Zigarettenkippe kann 40 Liter Wasser verunreinigen

Wer sich schon einmal mit der Verschmutzung durch Zigarettenkippen beschäftigt hat, weiß, dass eine Kippe rund 40 Liter Wasser verunreinigen kann. Im Schnitt dauert es bis zu 15 Jahre, bis eine Zigarettenkippe in der Natur verrottet ist. Deutschlandweit werden bis zu zwei Drittel der gerauchten Zigaretten einfach weggeworfen und verschmutzen Straßen, Gehwege und die Fußgängerzonen.

Viele Zigarettenkippen landen auch im Kanalsystem, in Grünflächen oder im Wald, wo sie durch die aktuelle Waldbrandgefahr in Mannheim eine zusätzliche Bedrohung für unsere Umwelt darstellen. Allein der Stadtraumservice Mannheim entsorgt jährlich rund 58 Tonnen Zigarettenkippen. Nur etwa 12 Tonnen davon stammen aus öffentlichen Abfallkörben. Der überwiegende Teil wird von den Städtereinigern mit großem Aufwand zusammengekehrt.

Daher appelliert der Stadtraumservice Mannheim an alle Raucher, die öffentlichen Abfallkörbe mit Kippen-Einwurföffnung zu nutzen. Neben dem Schutz der Umwelt erleichtert dies die Arbeit der Städtereiniger spürbar.

Annahmestellen für Zigarettenkippen auf Mannheimer Recyclinghöfen

Durch die Mitgliedschaft bei TobaCycle konnten bei der Stadt zwei Annahmestellen eingerichtet werden. Diese sind auf den Recyclinghöfen im Morchhof 37 und in der Max-Born-Straße 28. Seit Ende Juli können dort Mannheimer Bürger Zigarettenkippen über spezielle Behälter getrennt entsorgen.

Interessant ist dieses Angebot vor allem für Bürger in deren Haushalt viel Zigarettenkippen anfallen oder natürlich für Gastronomiebetriebe. Ansonsten gilt: Zigarettenkippen müssen über den Restmüll entsorgt werden. Der Stadtraumservice Mannheim hofft, dass die Mannheimer Bürger die Bemühungen, Zigarettenkippen getrennt zu entsorgen, unterstützen. Denn jede Zigarettenkippe, die nicht auf dem Boden landet, schützt unsere Gesundheit und die Natur.

Zigaretten in Mannheim auf Boden werfen – 75 Euro Bußgeld drohen

Wer in Mannheim vom Ordnungsdienst dabei erwischt wird, wie er eine Zigarette auf den Boden wirft, muss mit einem Bußgeld in Höhe von 75 Euro rechnen. Der städtische Ordnungsdienst hat im Rahmen seiner täglichen Streifen auch immer das Thema illegale Müllentsorgung im Blick.

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Allerdings ist es sehr schwierig, einen Müllsünder auf frischer Tat zu ertappen, wenn die Mitarbeitenden des Ordnungsdienstes in Uniform unterwegs sind. Daher finden in Abhängigkeit der personellen Ressourcen sowie der sicherheitsrelevanten Priorisierungen auch Zivilkontrollen, bei denen es eine höhere Aufdeckungsquote gibt, durch den städtischen Ordnungsdienst statt. Bereits vor Jahren hat ein findiger Heidelberger das erste Zigaretten-Recycling auf den Weg gebracht. (PM/pek)

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