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Tag des offenen Denkmals in Mannheim: Gruften, Kirchen, Freimaurer – was es zu sehen gab

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Von: Daniel Hagen

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Mannheim - Zum Tag des offenen Denkmals öffnen zahlreiche Sehenswürdigkeiten ihre Pforten – auch welche, an die man nicht sofort denken würde. Was es alles zu sehen gibt:

Wer an Denkmäler in Mannheim denkt, hat wahrscheinlich zuerst das Barockschloss, den Wasserturm oder die Jesuitenkirche im Kopf. Doch die Quadratestadt hat noch viel mehr zu bieten, wie man beim „Tag des offenen Denkmals“ bewiesen bekommt. Dieser findet am Sonntag (11. September) in ganz Deutschland statt und zieht Millionen von Besuchern an. Auch Mannheim nimmt an dem Aktionstag teil und gibt Einblicke, die man sonst selten oder gar nicht erhält.

Tag des offenen Denkmals: Diese Stätten haben in Mannheim ihre Pforten geöffnet

Insgesamt elf Sehenswürdigkeiten sind am „Tag des offenen Denkmals“ in Mannheim zu besichtigen. Dabei handelt es sich um die Alte Sternwarte an der Jesuitenkirche, die Christuskirche, das Herschelbad, das alte Volksbad, die Grammanngruft auf dem Hauptfriedhof, das Logenhaus der Mannheimer Freimaurer, die Lanz Kapelle Lindenhof, das historische Rathaus Neckarau, die Epiphaniaskirche, die Kapelle St. Maria Magdalena mit Friedhof und natürlich das Hauptwahrzeichen: den Wasserturm.

Während man sich die meisten der Gebäude das ganze Jahr über anschauen kann, bekommt man beim „Tag des offenen Denkmals“ in Mannheim aber ein paar neue Einblicke. So kann man sich das Innenleben des Wasserturms anschauen, in der Christuskirche die größte Orgel Badens bewundern oder bei den Freimaurern im Versammlungssaal einem Vortrag lauschen. An allen Orten gibt es viel zu lernen, zu sehen und zu staunen!

Tag des offenen Denkmals in Mannheim: Gruften, Kirchen und Bäder

Viele der Sehenswürdigkeiten bieten auch Führungen an, die einen – wie bei der Sternwarte oder der Christuskirche – hoch hinausbringen, sodass man einen atemberaubenden Ausblick genießen kann. Andere Denkmäler – wie die Grammanngruft – bringen einen stattdessen unter die Erde, wo man die letzte Ruhestätte von Carl Grammann, seiner Frau Luisella Caroline sowie seiner Tochter Carolina Maria findet.

Direkt vor den Gräbern, die seit Grammanns Tod 1844 ungeöffnet unter der Erde liegen, erzählt ein Mitarbeiter des Friedhofs darüber, was über den Kaufmann bekannt ist. Dabei erklärt er auch, dass das Grab über die Jahrhunderte immer wieder Opfer von Vandalen geworden ist, die zum Beispiel zwei Grabplatten zerstört haben!

Mannheim: Tag des Denkmals findet jedes Jahr im September statt

Ebenso gibt der Erzähler einen Einblick darüber, wie schwer es ist, ein solches Denkmal zu erhalten, wenn die finanzielle Unterstützung fehle. Alleine die Restaurierung des Treppengeländers wäre schon viel zu teuer. Während zahlreiche Menschen die Denkmäler besuchen, wird am Flughafen Mannheim den Opfern eines Hubschrauber-Unglücks gedacht.

Wer den „Tag des Denkmals 2022“ – der übrigens auch in Heidelberg und Ludwigshafen stattgefunden hat – verpasst hat, muss nicht traurig sein. Denn der Aktionstag findet seit 1993 alljährlich am zweiten Sonntag im September statt. (dh)

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