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Dickes Plus an Bußgeldern – Mannheim kassiert über 6 Millionen im ersten Halbjahr

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Von: Marten Kopf

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Mannheim - Zu schnell unterwegs oder bei Rot über die Ampel: Die Bußgeld-Einnahmen der Städte im Südwesten sind im ersten Halbjahr deutlich gestiegen. Was nach Abzocke klingt, ist leicht erklärt.

Über ordentlich Mehreinnahmen darf sich die Kämmerei der Stadt Mannheim freuen – durch Knöllchen. Auf rund 6,3 Millionen Euro beliefen sich die im Stadtgebiet verhängten Bußgelder im ersten Halbjahr 2022, das entspricht einem Plus von gut 2 Millionen Euro verglichen mit 2019. Damals spülten die Bußgelder „nur“ 4,3 Millionen Euro in die Stadtkasse.

Plus durch Bußgelder in Mannheim: Mehreinnahmen nicht nur in der Quadratestadt

Was nach Abzocke klingt, hat tatsächlich aber einen sehr simplen Grund – denn die Fallzahlen haben sich zumindest in Mannheim seither kaum verändert. „Schuld“ nämlich ist schlicht der bundesweit geltende Bußgeldkatalog. Der wurde für 2022 deutlich verschärft und beschert den Kommunen so steigende Einnahmen. Nicht nur der Quadratestadt.

In der Landeshauptstadt Stuttgart beispielsweise summierten sich die Einnahmen durch Buß- und Verwarngelder im ersten Halbjahr 2022 auf 11,5 Millionen Euro. Das sei eine Steigerung um 5,2 Millionen Euro im Vergleich zum ersten Halbjahr 2021, wie ein Sprecher gegenüber der Deutschen Presse-Agentur angibt. Als Gründe für den Anstieg sieht die Stadt zum einen einen Anstieg der verhängten Bußgelder. Zum anderen verwies sie eben auf entsprechende Erhöhungen des Bußgeldsatzes.

Geänderter Bußgeldkatalog: Karlsruhe verzeichnet Plus von 3,6 Millionen Euro

Auch Karlsruhe verzeichnet Mehreinnahmen aus Bußgeldern – um ganze 3,6 Millionen Euro in den ersten sechs Monaten dieses Jahres. Die Einnahmen durch Verstöße im fließenden Verkehr, also etwa Tempoüberschreitungen, waren laut Stadt dabei etwa doppelt so hoch wie im ruhenden Verkehr. Auch hier vermutet die Stadt die erhöhten Bußgeldsätze als Grund. Denn die Zahl der Kontrollen sowie der Fallzahlen insgesamt seien auch in der Fächerstadt nahezu gleich geblieben.

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In Mannheim übrigens hätten sich die Schwerpunkte der Kontrollen durch die Corona-Pandemie stark verschoben, teilt eine Sprecherin mit. Inwiefern, das verrät sie nicht. Verkehr, gerade der innerstädtische, ist in Mannheim aber ohnehin immer ein etwas heikler Diskussionspunkt. Man erinnere sich an den in diesem Jahr begonnenen, durchaus facettenreichen „Verkehrsversuch“, der schon kurz nach Start deutlich nachgebessert werden soll. (mko/dpa)

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